Die „drei Könige“ wollen Zepter an N-VA und PS übergeben

In Belgien sind die Verhandlungen zur Bildung einer neuen Föderalregierung ausgesetzt worden.

Der MR-Vorsitzende Georges-Louis Bouchez (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

Der MR-Vorsitzende Georges-Louis Bouchez (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

Die Vorsitzenden von CD&V, Open VLD und MR, die „drei Könige“, haben ihre Gespräche gestoppt. Sie hatten eine sogenannte Arizona-Koalition angestrebt. Das wären die drei Parteien der aktuellen Minderheitsregierung plus N-VA, CDH und SP.A.

Die drei Unterhändler forderten jetzt die beiden stärksten Parteien aus Flandern und der Wallonie, die N-VA und die PS, dazu auf, aufeinander zuzugehen und über eine Zusammenarbeit auf föderaler Ebene zu sprechen.

Letzte Woche hatte PS-Chef Paul Magnette nicht mehr ausgeschlossen, mit der N-VA zusammenzuarbeiten. Er erklärte, das würde von den Themen abhängen.

Der MR-Vorsitzende Georges-Louis Bouchez sagte jetzt in der RTBF, das sei die letzte Chance für PS und N-VA. Wenn sie sich nicht einigen könnten, dann würde eine Regierung gebildet, entweder ohne den einen oder den anderen, oder ganz ohne N-VA und PS. Es müsse damit Schluss sein, das Land als Geisel zu nehmen.

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rtbf/est

Ein Kommentar
  1. Marcel Scholzen

    Drei Könige ? Wohl eher drei Feiglinge, die vor der Verantwortung davon laufen. Typisch für die aktuelle Systemkrise. Wenn diese Parteien keine Verantwortung übernehmen wollen, sind sie ganz einfach überflüssig. Dann sollen sie sich gefälligst auflösen und Platz machen
    für andere.