Kommentar

Kommentar: Hochriskantes Pokerspiel

Belgien hat seit Sonntag eine neue Regierung: Das Kabinett Michel II, die orange-blaue Koalition. Nur hat diese Koalition keine Mehrheit. Heißt also: Im Moment fehlt dieser Regierung eigentlich die demokratische Legitimität. Der Schritt war nötig geworden, nachdem die N-VA die Koalition verlassen hatte. Die Nationalisten selbst sehen es so, dass sie "gegangen worden" sind. Die gute Nachricht ist: Das Land hat noch eine Regierung. Die schlechte ist, dass sich Charles Michel und seine orange-blauen Mitstreiter auf sehr dünnes Eis begeben und mit dem Feuer spielen. Alle, auch die Opposition, müssen jetzt aber Verantwortungsbewusstsein an den Tag legen, und müssen aufpassen, dass sie nicht versehentlich an dem Ast sägen, auf dem sie sitzen, meint Roger Pint in seinem Kommentar. Mehr ...

Die falsche Krise zum falschen Zeitpunkt – ein Kommentar

Die Woche war geprägt von der nicht enden wollenden politischen Krise in Brüssel. Bislang ist es Premier Charles Michel immer noch gelungen, im letzten Moment ein Hintertürchen zu finden. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Viele Beobachter glauben, dass diese Koalition wohl nicht mehr zusammen Weihnachten feiern wird. Doch ob die Regierung letztlich stürzt oder nicht, der Schaden ist ohnehin längst angerichtet. Mehr ...

Gilets Jaunes: Alle zusammen – jeder für sich

Der aus Frankreich kommende Protest der "Gilets Jaunes" wirft nicht erst seit den Ausschreitungen in Charleroi und Brüssel auch in unserem Land Fragen auf: Handelt es sich um eine vorübergehende Laune? Oder um die Vorläufer einer revolutionären Umwälzung? Vor allem: Was wollen sie eigentlich, die sogenannten "Gelbwesten"? Stephan Pesch sieht in dem schwer fassbaren Massenphänomen eine Bestätigung für die Individualisierung der Gesellschaft: Alle zusammen - jeder für sich. Mehr ...

Nationalisten können UN-Migrationspakt nicht unterschreiben – ein Kommentar

Zwei Jahre lang haben die Staaten dieser Welt über den Migrationspakt verhandelt. In wenigen Tagen soll er feierlich unterzeichnet werden. Doch kurz vor der Ziellinie springen immer mehr Staaten ab. Auch in Belgien ist in den vergangenen Tagen eine Debatte darüber entbrannt. Alle Regierungsparteien wollen unterzeichnen, nur die N-VA sträubt sich. Wer die Welt durch eine nationalistische Brille betrachtet, kann durchaus Probleme mit dem Pakt haben. Mehr ...

Take it or leave it – Was bringt der Brexit?

585 Seiten umfasst der vorläufige Vertrag über einen geordneten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Nicht genug, finden britische Abgeordnete. Während Premierministerin Theresa May gewaltig unter Druck gerät und ihr ein Gefolgsmann nach dem anderen von der Fahne geht, stellen sich viele von uns die Frage: So what? Die Briten hätten eben erst die Folgen überdenken sollen, ehe sie sich über einen Brexit äußern. Mehr ...

Geschichte wiederholt sich nicht, aber …

Gedenken im Beisein von Staatsgästen und Schulklassen, Lesungen, feierliches Glockengeläut - es wird einiges veranstaltet anlässlich von 100 Jahren Waffenstillstand. "Was kommt danach?" fragt Stephan Pesch in seinem Wochenkommentar. Mehr ...

Nehmen wir uns die Zeit zurück!

Alle Halbjahre wieder taucht sie auf und sorgt für immergleiche Diskussionen: die Zeitumstellung. Nun soll aber bald damit Schluss sein. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker findet es an der Zeit, dass sich die Mitgliedsstaaten entscheiden: entweder für die Sommerzeit oder aber für die Winterzeit - auf Dauer. Das will gut überlegt sein, findet Stephan Pesch in seinem Kommentar zum Wochenende. Mehr ...

Kommentar: Nachkarten gilt nicht!

Wer die politische Auseinandersetzung mag, ist nach dem eher faden Wahlkampf in dieser Woche auf seine Kosten gekommen: Von der Koalitionsbildung ohne oder mit der CSP in Eupen und Kelmis über ein missverstandenes Angebot in Raeren bis hin zum internen Knatsch in der neuen Einheitsliste in Büllingen. Ein gutes Bild gibt die Politik dabei nicht immer ab. Mehr ...