Kommentar

Let me entertain you – Die Welt zu Gast bei Putin

Die neue Zeitrechnung hat begonnen: Bis zum 15. Juli richtet sich der Tagesablauf für viele nach den Anstoßzeiten bei der Fußball-WM. Das Spiel erobert sich den Platz zurück. Zuletzt war er von der Diskussion beherrscht, ob so eine sportliche Großveranstaltung überhaupt in einem autoritär geführten Land wie Russland stattfinden dürfe. Eine immer wiederkehrende und ziemlich scheinheilige Debatte. Mehr ...

Suche Fachkraft, biete Traumjob! Über den Paradigmenwechsel auf dem Arbeitsmarkt

"Jobs, Jobs, Jobs", lautet das Credo der Regierung Michel. Auf der anderen Seite bleiben immer mehr Stellen unbesetzt. In der Deutschsprachigen Gemeinschaft weiß man um den Fachkräftemangel und man weiß, was junge Menschen von ihrem Arbeitsplatz erwarten, jetzt wo die Ergebnisse einer Befragung vorliegen. Aus all dem geht hervor: Die Unternehmer sind gefordert, meint Stephan Pesch im Wochenkommentar. Mehr ...

Kommentar: Radikalisierung und Wiedereingliederung – Eine Frage der Perspektive

Das Attentat von Lüttich hat in dieser Woche viele Fragen aufgeworfen. Die drängendste davon ist, warum der Täter überhaupt auf Hafturlaub durfte. Eine berechtigte Frage, die auch die Frage nach besserer Begleitung von Häftlingen im Hinblick auf ihre Wiedereingliederung beinhaltet. Aktuell ist die quasi inexistent. Den Häftlingen fehlt es an Perspektiven - und das macht sie zu leichten Zielen für religiöse Fanatiker, meint Anne Kelleter in ihrem Kommentar. Mehr ...

Windpark Recht: Jetzt sind die Bürger gefragt

In Recht sollen die Bürger am 17. Juni klar machen können, ob sie einen Windpark wollen oder nicht. Ein gutes Beispiel von direkter Demokratie. Jetzt sind die Bürger gefragt - im doppelten Sinne. Mehr ...

DSGVO packt das Übel nicht an der Wurzel – Ein Kommentar

Ab dem 25. Mai gilt die europäische Datenschutz-Grundverordnung. Jeder Bürger soll damit wieder die Hoheit über seine persönlichen Daten zurückbekommen. Gerade die großen Internetkonzerne stehen regelmäßig am Pranger, weil sie angeblich zu lax mit den Daten umgehen. Die Datenschutz-Grundverordnung packt das eigentliche Problem des Datenschutzes aber nicht an. Mehr ...

Fatale Botschaften – Ein Kommentar

Er sollte eigentlich ein Grund sein zu gratulieren. Der 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels bot Anfang der Woche aber vor allem eines, nämlich Anlass zu Kritik. Weil die Regierung Netanjahu, flankiert vom großen Bruder USA, Stärke demonstrieren wollte: mit vielen Toten und Verletzten. Die folgenden Wortscharmützel machten die Sache nicht besser, findet Stephan Pesch in seinem Kommentar. Mehr ...

Trump und die zerbrochene Weltordnung – Ein Kommentar

US-Präsident Donald Trump hat in dieser Woche einseitig den Ausstieg seines Landes aus dem Atomabkommen mit dem Iran verkündet. Sichtbarste Folge ist, dass das den Mittleren Osten jetzt nur noch unruhiger macht; einen Vorgeschmack gab es ja schon in dieser Woche, als der Iran und Israel sich eine direkte Auseinandersetzung lieferten. Darüber hinaus ist die Entscheidung aber auch ein Affront den anderen Vertragspartnern gegenüber, allen voran den Europäern, die sich durchaus gedemütigt fühlen können. Am schlimmsten ist aber, dass Trump damit de facto eine zentrale Grundlage der internationalen Ordnung aushebelt. Mehr ...

Geschenkte Gäule und ein Pferdefuß

In Trier ist alles für den runden Geburtstag von Karl Marx gerichtet. In Büllingen will die Gemeinde mit Prämiengutscheinen die lokale Wirtschaft stützen. Und in Kalifornien demonstriert Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, wie die Wirtschaft heute läuft. Was das eine mit dem anderen zu tun hat, erklärt Stephan Pesch im Wochenkommentar. Mehr ...

Antisemitismus-Debatte: Zwischen naivem Selbstbetrug und legitimer Empörung

Die Verleihung der Ehrendoktorwürde an den britischen Filmemacher Ken Loach durch die Freie Universität Brüssel einerseits. Aber auch: Landesweite Demonstrationen in Deutschland, bei denen die Menschen die Kippa getragen haben, die traditionelle jüdische Kopfbedeckung. Zwei Facetten ein und derselben Thematik. In dieser Woche war Antisemitismus - beziehungsweise der Kampf dagegen - eins der beherrschenden Themen. Die zum Teil hitzige Diskussion über die Frage, inwieweit die Aussagen von Ken Loach nun als antisemitisch zu bewerten sind, war dabei vielleicht auf den ersten Blick legitim, aber dennoch unterm Strich kontraproduktiv. Mehr ...

Neues Gemeindedekret: Es hätte ruhig etwas mehr sein dürfen

Die Abgeordneten im PDG hatten sich einiges vorgenommen: Neben der Kindergeldreform, der Haushaltsanpassung und dem Besuch des nordrhein-westfälischen Landtagspräsidenten stand auf der prall gefüllten Tagesordnung auch das Gemeindedekret. Es soll die Bestimmungen aus dem wallonischen Kodex der lokalen Demokratie und Dezentralisierung lesbarer machen - soweit sie die DG betreffen. So weit so gut. Es hätte aber ruhig etwas mehr sein dürfen. Mehr ...