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Vennbrand - Tag acht: Brand insgesamt unter Kontrolle - Wachsamkeit weiter geboten

21.08.202607:0221.08.2026 - 18:10
  • Hohes Venn
  • Vennbrand
Vennbrand
Bild vom 21. August: Julien Warnand/Belga

Der Brand im Hohen Venn ist unter Kontrolle, eine weitere Ausbreitung des Feuers wird derzeit nicht befürchtet. Die Einsatzkräfte bleiben jedoch vor Ort, um das Gebiet zu überwachen und mögliche neue Brandausbrüche schnell zu bekämpfen. Unterdessen haben die Behörden mit den Ermittlungen zur Brandursache begonnen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Rund 100 Einsatzkräfte bleiben im Einsatz: Feuerwehr, Zivilschutz, Armee und Polizei haben die ganze Nacht über mehrere neue Brandherde bekämpft. Regen vor Mitternacht beruhigte das Feuer vorübergehend.
  • Die Lage entwickelt sich positiv, Löscharbeiten werden verstärkt: Eine Drohne mit Wärmebildkamera sucht nach Glutnestern. Die Einsatzmaßnahmen sollen intensiviert werden, auch gezielte Löscheinsätze aus der Luft sind möglich, abhängig vom Wetter.
  • Der Zutritt zum Brandgebiet bleibt verboten: Trotz der positiven Entwicklung bestehen weiterhin Gefahren durch Glutnester, instabile Bäume, möglicherweise giftige Rauchgase und freigelegte alte Munition. Die Behörden rufen deshalb dazu auf, die Absperrungen und Zugangsbeschränkungen unbedingt zu beachten.

Updates

18:10: Das Naturparkzentrum Botrange musste nach dem Ausbruch des Großbrandes geräumt werden, ist aber von den Flammen verschont geblieben. "Natürlich muss man jetzt sehen: Gibt es eventuell Ablagerungen durch den Rauch, die eventuell dann erst einmal beseitigt werden müssen. Aber wir sind doch eigentlich guter Dinge", sagt Donovan Niessen, der Vorsitzende der Verwaltungskommission des Naturparks Hohes Venn-Eifel.

Auch der Naturpark Hohes Venn-Eifel hat zu Spenden aufgerufen. "Gemeinsam mit der Föderation der Naturparks der Wallonie und dem Fonds Les ami.e.s des Parcs naturels de Wallonie beteiligt sich der Naturpark Hohes Venn-Eifel an dieser Mobilisierung und möchte seine Rolle als verbindendes Element zwischen den verschiedenen Solidaritätsinitiativen und den Akteuren vor Ort voll und ganz wahrnehmen", heißt es in einer Mitteilung.

17:38: Die Tourismusagentur Ostbelgien hat eine aktualisierte Mobilitätskarte mit Sperrungen rund um das Brandgebiet veröffentlicht.

Mobilitätskarte, Stand 21. August, 16:40
Mobilitätskarte, Stand 21. August, 16:40 (Bild: TAO)

15:16: In Eupen werden die Arbeiten am Schilsweg am Dienstag wieder aufgenommen. Sie waren wegen des Vennbrandes verschoben worden, damit die Rettungs- und Einsatzkräfte ungehindert arbeiten konnten. Die Umleitungen bleiben vorerst noch bestehen.

14:19: Die Lage im Hohen Venn hat sich stabilisiert. "Die Grenze ist außen herum stabil, aber es gibt noch sehr, sehr, sehr viel Löscharbeit. Besonders, weil sie jetzt besseres Wetter melden fürs Wochenende. " Das hat der Forstamtsleiter von Elsenborn, René Dahmen, dem BRF gesagt.

12:50: "So etwas hat es tatsächlich noch nie gegeben", hat Quentin Grégoire, Chef der wallonischen Hilfeleistungszonen, im RTBF-Fernsehen zum Vennbrand gesagt. Das ganze Land und benachbarte Länder hätten mit vereinten Kräften gegen das Feuer gekämpft. Er bedankte sich auch für die Unterstützung aus der Bevölkerung.

Es müssten aber Lehren für die Zukunft gezogen werden. Die Ausrüstung der Einsatzkräfte müsse verbessert werden.

12:05: Für die Wiederherstellung des Hohen Venns ist eine neue Solidaritätskampagne gestartet worden. Die Initiative geht unter anderem vom Naturpark Hohes Venn-Eifel aus. Ziel ist es, die Kräfte zu bündeln und die Wiederherstellung der biologischen Vielfalt vorzubereiten.

11:50: Nach dem großen Brand im Venn wird die Luftqualität in den betroffenen Gebieten verstärkt überwacht. Schon seit dem 17. August messen sieben zusätzliche Mikrosensoren an strategischen Orten die Konzentration von Feinstaub. Dazu gehören unter anderem Mont-Rigi, Bütgenbach, Jalhay und Hockai. Am 20. August kamen zwei mobile Messstationen hinzu. Sie stehen in einer Schule in Eupen und in einer Gemeindeschule in Jalhay.

11:15: Nach dem Vennbrand sind schon mehr als 73.000 Euro an Spenden zusammengekommen. Die König-Baudouin-Stiftung und der Bürgerfonds Ostbelgien hatten einen Solidaritätsfonds eingerichtet. Das Geld soll für die Wiederherstellung der natürlichen Lebensräume und der Infrastruktur eingesetzt werden.

10:49: Die Talsperren von Eupen und Gileppe sind wieder zugänglich. Sie waren vorübergehend für die Wasserversorgung der Löschflugzeuge gesperrt worden waren. Der Zugang zum gesamten betroffenen Gebiet rund um Verviers, Malmedy und Elsenborn bleibt aber weiterhin streng verboten. Die Behörden warnen davor, dass die scheinbare Entspannung der Lage keinesfalls bedeutet, dass die betroffenen Wald- und Naturschutzgebiete wieder sicher sind. Auch die Straßen N68, N672 und N676 bleiben weiterhin gesperrt.

Mobilitätskarte am 21. August
Sperrungen des Brandgebietes und der umliegenden Straßen am 21. August (Bild: Tourismusagentur Ostbelgien)

07:31: Wegen des Vennbrands fordern föderale Oppositionspolitiker weitere Debatten in der Kammer. Dabei soll auch Klimaminister Jean-Luc Crucke zu den Ereignissen Stellung nehmen. Streit gibt es vor allem um die Wasserversorgung für die schwedischen Löschflugzeuge, die schließlich Wasser aus einem deutschen See aufnehmen mussten. Innenminister Bernard Quintin kündigte unterdessen einen nationalen Aktionsplan zur Bekämpfung von Naturbränden an.

07:18: Die Wetterbedingungen im Hohen Venn sind derzeit günstig für die Bekämpfung des Brandes. Nach etwas Regen in der ersten Nachthälfte ist es inzwischen trocken und der Himmel klart auf. Dadurch hoffen die Einsatzkräfte, heute besonders viel gegen die noch vorhandenen Glut- und Brandnester ausrichten zu können. Auch gezielte Einsätze aus der Luft sind bei den guten Wetterbedingungen möglich.

07:06: Der Waldbrand im Hohen Venn ist weiterhin unter Kontrolle. Rund 100 Einsatzkräfte mussten in der Nacht mehrere neue Brandherde bekämpfen, eine Drohne mit Wärmebildkamera sucht nach Glutnestern. Mit Tagesanbruch sollen die Löscharbeiten verstärkt werden, möglicherweise auch aus der Luft. Die Behörden warnen weiterhin davor, die betroffenen Wälder und Naturschutzgebiete zu betreten. Es besteht unter anderem Gefahr durch Glutnester, instabile Bäume, giftige Rauchgase und alte Munition.

Vennbrand - Tag sieben: Feuer im Westen unter Kontrolle - Im Osten noch nicht

 

belga/sh/jp/

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