Das Wichtigste im Überblick
- Im Hohen Venn hat sich die Lage stabilisiert, nachdem es am Mittwoch gelungen war, das Feuer einzukesseln. Innerhalb dieser Zone gibt es aber noch eine Reihe aktiver Brandherde. Unter Kontrolle ist der Vennbrand damit noch nicht.
- Der Regen hat der Feuerwehr zusätzlich in die Karten gespielt. Insgesamt fielen bis zu 40 Liter pro Quadratmeter, das ist doppelt soviel wie in den letzten beiden Monaten insgesamt.
- Seit Donnerstagmorgen fliegt eine Drohne über das Brandgebiet, um Glutnester zu entdecken, die noch gelöscht werden müssen. Man hofft außerdem wieder auf Unterstützung aus der Luft. Die Wetterverhältnisse werden es voraussichtlich erlauben, dass im Laufe des Tages wieder Löschhubschrauber und Löschflugzeuge aufsteigen können.
- Die insgesamt fünf Hubschrauber und zwei Löschflugzeuge aus europäischen Nachbarländern bleiben noch bis Sonntag vor Ort. Das hat Innenminister Quentin am Mittwoch bestätigt.
Updates
11:12: Die Nacht ist aus Sicht von Freddy Paquet, Leutnant der Hilfeleistungszone DG, insgesamt positiv verlaufen. Die Situation bleibe aber schwierig, weil das Feuer im torfhaltigen Boden immer wieder aufflammen kann, erklärte er dem BRF. "Bereits gelöschte Brandherde können Stunden später erneut zu qualmen beginnen. Die Einsatzkräfte müssen deshalb die mehrere Kilometer langen Brandschneisen regelmäßig abfahren, Brandherde löschen und später erneut kontrollieren. Dadurch entsteht ein ständiges Hin und Her."
10:54: Die Zentrumspartei Les Engagés fordert, Hilfsgelder aus dem europäischen Solidaritätsfonds zu beantragen. Damit könnte die EU beim Wiederaufbau der vom Feuer betroffenen Gebiete helfen. Ihr für Klima zuständiger Föderalminister Jean-Luc Crucke will auch mehr Zusammenarbeit beim Klimaschutz. Jeder Minister müsse sich fragen, was er in seinem Zuständigkeitsbereich für das Klima tun könne, sagte Crucke in der VRT.
10:36: Die Drohne mit Wärmebildkamera hat Donnerstagmorgen schon Glutnester ausfindig gemacht, an diesen Stellen stehen weitere Löscharbeiten an.
10:14: Obwohl der Brand mittlerweile eingegrenzt ist, steht die Einsatzleitung noch vor einer großen Herausforderung. Die Feuerfront beziehungsweise der gesamte betroffene Perimeter erstreckt sich über fast 27 Kilometer. Deshalb können nicht überall gleichzeitig Einsatzkräfte vor Ort sein.
08:06: Die Drohne ist in der Luft. Das haben die Einsatzkräfte dem BRF bestätigt. Sie soll Glutnester entdecken, die noch gelöscht werden müssen.
07:48: Die Rettungskräfte aus der Hilfeleistungszone DG sind zum ersten Mal in Pause. Das ist die Gelegenheit, die Einsatzfahrzeuge zu überprüfen. Feuerwehrleute aus zahlreichen Zonen sind bei dem Brand im Einsatz. Unterstützt werden sie auch von Landwirten und Unternehmern.
07:42: Durch den Sturm sind viele Bäume umgestürzt oder drohen umzustürzen. Eine wichtige Aufgabe für den Tag: die Zufahrtswege freihalten und dafür sorgen, dass für die Einsatzkräfte vor Ort keine Gefahr besteht. In der Eifel hat das Unwetter in mehreren Dörfern Schäden verursacht.
07:35: Die Folgen für den Tourismus sind bereits spürbar. Die Wallonie und die Deutschsprachige Gemeinschaft wollen verhindern, dass die gesamte Branche unter dem Feuer leidet. Die zuständigen Minister Valérie Lescrenier und Gregor Freches haben sich dazu mit betroffenen Betrieben und Einsatzkräften getroffen.
07:31: Am Donnerstag wollen die Einsatzkräfte mit einer Drohne über das Brandgebiet fliegen, um zu sehen, wo noch Glutnester sind, die unbedingt zu löschen sind. Dabei hofft die Feuerwehr auch wieder auf Unterstützung aus der Luft. Ob diese kommt, hängt vom Wetter ab - die Aussichten sind aber positiv. Am Boden wird die Schneisenziehung fortgesetzt. 2.000 Meter Schneisen sind schon gezogen worden. Bis zu vier Kilometer sind angepeilt.
07:21: Im Kampf gegen den Großbrand im Hohen Venn haben das Gewitter am Mittwochabend und der heftige Regen mit Niederschlägen bis zu 40 Liter pro Quadratmeter - mehr als doppelt so viel, wie in den zwei letzten Monaten insgesamt in der Region niedergegangen ist.
Vennbrand - Tag sechs: Eingrenzung des Brandgebietes und wieder Einsatz aus der Luft
sh/okr/vk/km