Nach dem verheerenden Waldbrand im Hohen Venn sind inzwischen mehr als 73.000 Euro an Spenden bei einem Solidaritätsfonds zusammengekommen. Außerdem ist eine weitere Solidaritätskampagne ins Leben gerufen worden.
Die König-Baudouin-Stiftung und der Bürgerfonds Ostbelgien haben am Mittwoch einen Solidaritätsfonds eingerichtet. Bis Freitagmorgen gingen exakt 73.424 Euro ein. Das Geld soll für die Wiederherstellung der natürlichen Lebensräume und der Infrastruktur eingesetzt werden. Außerdem sollen die Auswirkungen des Brandes auf Ökosysteme und empfindliche Tier- und Pflanzenarten untersucht und Maßnahmen zur Brandprävention verstärkt werden.
Auch andere Organisationen sammeln Spenden für die Region. Nach Angaben der Stiftung sind insgesamt rund 3.000 Hektar des Hohen Venns durch den Brand zerstört worden. Mittlerweile ist das Feuer unter Kontrolle, aber noch nicht gelöscht.
"Gemeinsam für das Hohe Venn": Neue Solidaritätskampagne
Für die Wiederherstellung des Hohen Venns ist eine neue Solidaritätskampagne gestartet worden. Der Naturpark Hohes Venn-Eifel hat gemeinsam mit der Föderation der Naturparks der Wallonie und dem Fonds "Les ami.e.s des Parcs naturels de Wallonie" die Kampagne "Gemeinsam für das Hohe Venn" gestartet. Ziel ist es, die Kräfte zu bündeln und gemeinsam mit den Akteuren vor Ort die Wiederherstellung und Regeneration der biologischen Vielfalt vorzubereiten.
Bereits jetzt gibt es verschiedene Solidaritätsinitiativen. Weitere sind in Vorbereitung. Sie sollen sich ergänzen. Der Naturpark Hohes Venn-Eifel will dabei zwischen den verschiedenen Initiativen und den Akteuren vor Ort vermitteln.
Der Naturpark ruft zur Unterstützung der Kampagne auf. Das Hohe Venn sei ein Naturerbe, das weit über die Grenzen der Region hinausreiche.
belga/sh