SP Ostbelgien startet mit politischem Aschermittwoch in den Wahlkampf

Mehr ausgestreckte Hände, weniger Ellenbogen. So fasst die SP Ostbelgien ihre Marschroute für die anstehenden Wahlen zum PDG, zum wallonischen Parlament, zur föderalen Kammer und zum Europäischen Parlament zusammen.

SP Ostbelgien startet mit politischem Aschermittwoch in den Wahlkampf

Spitzenkandidat für die PDG-Wahl ist Antonios Antoniadis (Bild: Stephan Pesch/BRF)

Mit ihrem politischen Aschermittwoch ist die SP Ostbelgien in Walhorn in den Wahlkampf gestartet. Die Sozialdemokraten und Sozialisten streben bei der PDG-Wahl am 26. Mai einen fünften Sitz an. „Den Anspruch sollte man haben, denn es geht auch darum, mehr Gewicht zu haben in der Regierung, um noch mehr bewegen zu können, vor allem im Sozialbereich“, sagt Spitzenkandidat Minister Antonios Antoniadis. Er hat sich vorgenommen hat, weiterhin für den Sozialbereich zuständig zu sein. „Man hat sehen können, dass es eine deutliche Handschrift gibt von der SP im Sozialbereich“, so Antoniadis.

Wie die beiden Koalitionspartner ProDG und PFF will auch die SP die bestehende Zusammenarbeit fortsetzen, wenn sie denn vom Wähler bestätigt werde. Antoniadis sprach auch von der SP als der „linken Herzkammer dieser Regierung“.

Bei der Wahl zum Wallonischen Parlament kandidiert Sonja Cloot auf der PS/SP-Liste im Bezirk Verviers auf Platz zwei. Sie soll nach Möglichkeit die Arbeit von Edmund Stoffels fortsetzen. Bei der Kammerwahl steht Alfred Ossemann als höchstplatzierter deutschsprachiger Kandidat auf Platz 13.

Bei der Europawahl führt Regionalpräsident Matthias Zimmermann die SP-Liste an. Über den Wahlslogan „Ein gutes Leben für jeden“ sagt er: „Das bedeutet, wir passen unser Programm auf die persönliche Situation eines jeden einzelnen an. Wir machen eine maßgeschneiderte Politik für die Situation jedes einzelnen.“ Als Beispiel nennt Matthias Zimmermann: „Wenn ich eine Kinderbetreuung anbiete und mache die flächendeckend, ich habe aber Leute, die gar keinen Bedarf haben, dann können die nicht davon profitieren. Dafür haben die vielleicht einen anderen Bedarf bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder bei sozialen Dienstleistungen. Das heißt, ich muss für jeden bedarfsgerecht etwas Passgenaues anbieten können.“

Traditionell hat die SP-Fraktion im PDG bei diesem Anlass auch einen Preis der Ehrenamtlichkeit verliehen. Er geht in diesem Jahr an die Gruppe „La Recherche“, in der Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam Musik machen.

sp/est

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