Ausgangssperre in der Deutschsprachigen Gemeinschaft verkürzt

Ab dem 1. März wird das nächtliche Ausgehverbot in der Deutschsprachigen Gemeinschaft auf die Zeit zwischen Mitternacht und 5 Uhr verkürzt. Das hat die DG-Regierung in Absprache mit dem wallonischen Ministerpräsidenten und den DG-Bürgermeistern entschieden.

DG-Ministerpräsident Oliver Paasch bei der Pressekonferenz nach dem Konzertierungsausschuss (Bild: Johanna Geron/Belga)

DG-Ministerpräsident Oliver Paasch bei der Pressekonferenz nach dem Konzertierungsausschuss (Bild: Yves Herman/Belga)

„Die Zahlen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft sind heute nicht mehr schlechter als diejenigen in Flandern“, sagt DG-Ministerpräsident Oliver Paasch. „In Flandern gibt es diese Ausgangssperre von 0 bis 5 Uhr schon lange. In der Deutschsprachigen Gemeinschaft und in der Wallonie war sie auf 22 Uhr festgelegt worden, weil unsere epidemiologischen Zahlen seinerzeit sehr viel schlechter gewesen sind als in Flandern.“

„Das ist heute nicht mehr so und deswegen habe ich dafür geworben, die Ausgangssperre anzupassen.“ Dazu kommt laut Paasch, dass die allgemeine Wetterlage mit frühlingshaften Temperaturen und die länger werdenden Tage den Aufenthalt im Freien begünstigen.

Die frische Luft habe eine „vitalisierende und gemütsaufhellende Wirkung“ und könne vielen Menschen über die Sorgen dieser schwierigen Zeit hinweghelfen, so Paasch. Er habe vollstes Vertrauen in die Bevölkerung, dass sie verantwortungsbewusst mit der verkürzten Ausgangssperre umgehen werde.

Die Regierung habe dabei auch die Zeitumstellung im Blick. Denn die Sommerzeit verstärke den Drang der Menschen, sich länger im Freien aufzuhalten. Das solle aber im Respekt der Abstands- und Hygieneregeln erfolgen.

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mitt/km/cd

3 Kommentare
  1. Marc Rampen

    schön aber wie ist es mit der Blase (1 Person)?,dann bring die Ausgangsperre von Mitternacht bis 5 Uhr Morgens trotzdem nichts.Nur Komisch das die Zahlen immer rauf gehen wenn unsere Regierung sich versammeln!!!!!!

  2. Guido Scholzen

    Eine Ausgangssperre war und ist immer Blödsinn, da es sowieso Versammlungsverbote gibt. Ob diese tagsüber oder nachts eingehalten werden oder nicht, ist dem Virus egal.
    Wenn ich nach 23.00 Uhr von der Spätschicht-Arbeit kam, sah ich öfters Einzelpersonen beim Jogging und Spazieren, na und? Verstoßen diese Menschen etwa gegen AHA-Regelungen? Verstoße ich etwa auch dagegen, weil ich erst um 23.30 zu Hause bin?

    Ausgangssperren? Das ist wirklich Corona-Quatsch hoch zwei! Sollen wir „unseren“ Politikern jetzt noch zujubeln, wenn jetzt eine Verkürzung derselben national vereinheitlicht haben?
    Weg mit der Ausgangssperre!

  3. Jean-Pierre DRESCHER

    Ich fange aber jetzt nicht an nach der Nadel im Heu zu suchen. Herr Paasch genießt mein volles Vertrauen ebenso wie Herr De Croo.

    Sicher gibts Kritikpunkte und Kopfschütteln über manche Dinge – z.B. die Marke „Ostbelgien ob-Land“, aber sind wir mal ehrlich – weder ich noch jemand anders von hier wäre im Stande, eine fehlerfreie Regierung auf die Beine zu stellen.