Nahezu keine Lockerungen der Corona-Regeln für die Feiertage

Die derzeit geltenden Corona-Regeln bleiben auch über die Feiertage nahezu unverändert in Kraft. Das haben Vertreter aller Regierungen des Landes am Freitag beim Konzertierungsausschuss beschlossen. Lockerungen wie eine Erweiterung der Kontaktblase soll es frühestens im Januar geben. Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke verteidigte diesen im Vergleich mit anderen Ländern sehr strikten Ansatz.

Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (Bild: Olivier Matthys/POOL/Belga)

Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (Bild: Olivier Matthys/PooL/Belga)

Die Geschäfte dürfen zwar nächste Woche wieder öffnen. Ansonsten bleibt aber bis nächstes Jahr alles wie gehabt.

In der Praxis bedeutet das: Weihnachts- und Silvesterfeiern mit mehr als einer nicht im selben Haushalt lebenden Person sind untersagt. Nur Alleinstehende dürfen am 24. und 25. Dezember ausnahmsweise von zwei Menschen Besuch bekommen. Auch die Ausgangssperre von 22 bis 6 Uhr bleibt bestehen und könnte lediglich an den Weihnachtstagen verkürzt werden.

Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke zeigte sich sehr zufrieden. „Wenn es eines gibt, was das Virus mag, dann sind es Feste in wechselnder Belegschaft. Das müssen wir vermeiden“, sagte der flämische Sozialist.

Ländern wie Deutschland warf er vor, nicht vorsichtig zu sein. Im Nachbarland sind zum Jahresende Feiern mit bis zu zehn Menschen erlaubt. Auch vor diesem Hintergrund raten die belgischen Behörden von Auslandsreisen unbedingt ab.

Corona-Maßnahmen: Unternehmerverband zufrieden,

„Nicht-essentielle“ Geschäfte dürfen ab dem 1. Dezember wieder öffnen

Peter Esser

2 Kommentare
  1. Lutz-René Jusczyk

    Ursprünglich bin ich davon ausgegangen, dass der Lockdown, neben dem Hauptziel, einen Kollaps des Gesundheitssystems abzuwenden, dazu dienen soll, die Zahl der Neuaufnahmen in den Krankenhäusern so weit zu senken, dass an Weihnachten Familienbesuche im kleinen Kreis möglich sind.
    Wäre es nicht besser gewesen, das Infektionsgeschehen weiter zu beobachten und dann kurzfristig, wenige Tage vor Weihnachten, eine Entscheidung zu fällen?
    Zudem frage ich mich, wie sinnvoll es ist, Schwimmbäder und bestimmte Etablissements zu öffnen, Frisörsalons jedoch nicht.
    Einen weiteren Aspekt, den ich für nicht unbedeutsam halte, bezieht sich auf die Religionsfreiheit.
    Für Christen hat das Weihnachtsfest eine Bedeutung, die weit über die eines bloßen Familienfestes hinausgeht.
    Auch in diesem Kontext wäre es eine Überlegung wert gewesen, ob nicht unter strengen Sicherheitsauflagen Gottesdienste an Weihnachten möglich sein können, ohne dass es dadurch zu einem signifikanten Anstieg der Infektionszahlen kommt (in Schulklassen sitzen ebenso mehrere Leute beieinander). Gerade in Krisenzeiten suchen viele Menschen einen Halt im Glauben.

  2. Alfons van Compernolle

    Genau das Herr Minister ist auch meine Meinung ! Konsequenz in der Virusbekämpfung zur Vermeidung weiterer Infektionen und Sterbezahlen sollte jeden Mitmenschen zur Hilfestellung durch Verzicht bringen.
    Die Deutschen Lockerungsmaßnahmen werden Folgen haben in der Form, dass Beerdigungsunternehmer erhebliche Umsatzgewinne erzielen !