Kommentar

Nach dem Fleisch-Skandal: Zeit für einen schönen Sonntagsbraten! – Ein Kommentar

Das Fleisch, das der Schlachtbetrieb Veviba aus Bastogne in den Verkauf gebracht hat, soll teilweise zehn Jahre und älter gewesen sein. Von "mafiösen" Machenschaften sprach der föderale Landwirtschaftsminister Denis Ducarme. Derweil sind die Bauernverbände um Schadensbegrenzung bemüht. Der neue Gammelfleischskandal ist in aller Munde. Überraschend kommt das alles nicht. Mehr ...

Bittere Pille: Jodtabletten gegen den Super-GAU

Es sei eine reine Präventionsmaßnahme, sagte Innenminister Jan Jambon diese Woche zur flächendeckenden Verteilung der Jodtabletten. Grund zur Sorge um die Sicherheit der belgischen Atomkraftwerke gebe es nicht. Dann direkt ein Angriff auf die Presse: "Tue ich nichts, dann werde ich kritisiert, tue ich was, dann ist das auch nicht gut", so der Minister. Damit macht er es sich sehr einfach, findet Anne Kelleter in ihrem Kommentar. Mehr ...

Kommentar: Mit frohem Mut jetzt bitte ran an den Atomausstieg

Energiepolitisch hat die Woche einiges geboten. Es gab eine Kommunikationsoffensive des Alegro-Projekts, den Besuch von NRW-Ministerpräsident Laschet bei Premier Michel und den Bericht über die Kosten des Atomausstiegs. Alles gute Neuigkeiten. Deshalb sollte Belgien jetzt rasch anfangen mit der Umsetzung des Atomausstiegs. Mehr ...

Thierry Langer: Keine falsche Bescheidenheit – Ein Kommentar

Zurzeit laufen in Südkorea noch die 23. Olympischen Winterspiele. Aus ostbelgischer Sicht ist die Ausgabe durch die Teilnahme von Thierry Langer als erstem Ostbelgier bei Winterspielen überhaupt historisch. Das Interesse daran hält sich nach Meinung unseres Sportredakteurs Christophe Ramjoie aber zu sehr in Grenzen. Mehr ...

Bericht zu Sudanesen: Michel hat alles richtig gemacht – Ein Kommentar

Die Regierung hat keine Fehler gemacht: So lautet die Kernbotschaft des Berichts, den das belgische Generalkommissariat für Flüchtlinge und Staatenlose am Donnerstagabend Innenminister Jan Jambon überreicht hatte. Der Bericht sollte klären, ob sudanesische Flüchtlinge nach ihrer Rückführung von Belgien in ihr Heimatland misshandelt worden sind. Jetzt kann sich vor allem Charles Michel als glänzender Sieger fühlen. Mehr ...

Jetzt Tihange 1: Was wissen wir, was glauben wir? Ein Kommentar

Ist das Sicherheitsrisiko durch das Atomkraftwerk Tihange deutlich größer als bislang bekannt? Ein Rechercheteam des WDR-Hörfunks und des ARD-Magazins Monitor geht davon aus. Den Redaktionen liegt ein Schreiben der belgischen Atomaufsicht FANK vor, das eine Häufung von sogenannten "Precursor"-Fällen im Reaktor Tihange 1 belegt. Von 2013 bis 2015 soll es acht solcher Ereignisse in Tihange 1 gegeben haben. Das wäre mehr als die Hälfte aller "Precursor"-Fälle in ganz Belgien. "Precursor", zu Deutsch Vorbote, ist ein Zwischenfall in einem Atomkraftwerk, der laut den im Fernsehbericht präsentierten deutschen Experten schwere Schäden am Reaktorkern verursachen kann. Sogar eine Kernschmelze wäre denkbar. Mehr ...

Kelmiser Aufregerthemen: Politik muss Konflikte verbindlich regeln! – Ein Kommentar

Zwei große Themen beschäftigen zur Zeit Politik und Bevölkerung in Kelmis: der Umbau des Kirchplatzes und die Wiederaufnahme des Bergbaus durch das Unternehmen Walzinc. Dabei wird das Spannungsfeld zwischen den politischen Akteuren und den Bürgern mehr als deutlich. Welche Lehren sind aus den teils sachbezogenen, teils hoch emotionalen Auseinandersetzungen zu ziehen? Und was könnte zu einer Auflösung der Konflikte beitragen? Mehr ...

Die Botschaften des Holocaustüberlebenden Tswi Herschel – Ein Kommentar

In dieser Woche hat Tswi Herschel an der Aachener Universität einen bewegenden Vortrag gehalten. Vor vollbesetzten Rängen sprach der 75-jährige Holocaustüberlebende über sein Schicksal und die Vernichtung seiner Familie, über die Verarbeitung seiner traumatischen Erfahrungen und seinen Weg nach Israel, in seine jüdische Heimat. Der bekennende Zionist Herschel versteht sich als Botschafter des Friedens, gleichwohl hält er eine entschiedene Verteidigung Israels auch mit militärischen Mitteln für alternativlos. Mehr ...