Kommentar

Kommentar: Wer im Glashaus sitzt …

Die Nachricht ist eingeschlagen wie eine Bombe, wobei der Zeitpunkt nicht zufällig gewählt war: Nach der öffentlichen Diskussion um den Verkehrsunfall, den er unter Alkoholeinfluss verursacht hatte, wurde der NVA-Politiker Kris Van Dijck als Übergangspräsident des flämischen Parlaments von neuen Anschuldigungen getroffen, bei denen es um seine Beziehung zu einer Escort-Dame und um möglichen Sozialbetrug ging. Sein rascher Rücktritt war die einzig richtige Konsequenz, findet Stephan Pesch im Wochenkommentar: Mehr ...

Kommentar: Wer bestimmt denn nun in Europa?

Es war der Überraschungscoup der Woche: Im Ringen um die Spitzenposten in der EU konnte sich Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron mit seinen Vorbehalten gegen das Prinzip der Spitzenkandidaten durchsetzen. Und präsentierte für den Vorsitz der Kommission mit Ursula von der Leyen eine deutsche Kandidatin aus dem konservativen Lager. Kritiker sprechen von Hinterzimmerpolitik und Demokratiedefizit. Vielleicht steckt dahinter auch nur Pragmatismus. Mehr ...

Spieglein, Spieglein an der Wand …

Die Unterzeichnung des Vertrages von Versailles hatte natürlich nicht nur für die Bevölkerung im heutigen Ostbelgien wegweisenden Charakter. Die hundertste Wiederkehr des historischen Ereignisses im Spiegelsaal von Versailles sollte aber gerade hier Anlass geben für eine Selbstbeobachtung unter neuen Vorzeichen, findet Stephan Pesch in seinem Kommentar. Mehr ...

Kommentar: Wer vertritt hier eigentlich wen?

Seit dieser Woche sind nun alle Parlamente auf den unterschiedlichen Ebenen des Landes eingesetzt. Abgesehen von der Deutschsprachigen Gemeinschaft, wo es besonders schnell ging, steht die Bildung von Regierungen noch aus. Geschworen wurde überall auf die Verfassung. Und damit auf ein durchaus zwiespältiges Verhältnis zwischen Wähler und Abgeordneten, meint Stephan Pesch im Kommentar. Mehr ...

In der Populistenfalle – Ein Kommentar

"Irrungen und Wirrungen", so könnte man das politische Geschehen der letzten Wochen zusammenfassen. Das Wahlergebnis vom 26. Mai hat für komplizierte Verhältnisse gesorgt und macht die Suche nach neuen Mehrheiten schwierig. Das Tragische dabei ist: Populistische und extremistische Kräfte sind inzwischen in der Position, eine Situation zu schaffen, die sie nur noch stärker machen wird. Mehr ...

Kommentar: Die fünfte Gewalt

Da konnte die Regierung noch so schnell gebildet sein - die Diskussion über den Wahlausgang in Ostbelgien dauert an: beim Bäcker, auf der Arbeit oder bei der Kinderkommunion. Und vor allem im Internet! Hier taucht häufiger der Begriff von der "fünften Gewalt" auf, als Pendant zur vierten Gewalt, für die die klassischen Medien stehen. An die neue Rollenaufteilung müssen sich alle noch gewöhnen, findet Stephan Pesch in seinem Kommentar. Mehr ...

Kommentar: Applaus für den König

Der Superwahlsonntag vom vergangenen Wochenende hat die föderale Ebene mal wieder in eine schier aussichtslose Situation manövriert. Das Wahlergebnis legt keine natürlichen Regierungskoalitionen nah. Dem König stand also ein schwieriger Konsultationsprozess bevor. Doch er hat diese Aufgabe hervorragend gemeistert. Mehr ...

Kommentar: Das Dilemma des Siegers

Es ging also wieder einmal ganz schnell mit der Koalition in Ostbelgien. Im Landesinnern wird man das wieder teils verwundert, teils bewundernd kommentieren: "Seht sie euch an, les Germanophones. Die wissen ganz genau, was sie wollen." Aber weiß das die neue/alte Mehrheit wirklich? Mehr ...

Kommentar: Wer mit dem Feuer spielt

Das Land ist am Montag mit einem ausgewachsenen Kater aufgewacht. Flandern hat einen Schwarzen Sonntag erlebt. Der rechtsextreme Vlaams Belang, den viele schon für tot erklärt hatten, hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet. Das hat nicht nur für ein politisches Erdbeben in Flandern gesorgt. Doch viele von denen, die jetzt bedröppelt dreinschauen, sind nicht ganz unschuldig an der Situation. Mehr ...