Kommentar

Von glaubwürdigen Alternativen – Ein Kommentar

Es war wieder eine bewegte politische Woche, zwischen Scherbenhaufen und Hoffnungsschimmer. MR und CDH sind im Begriff, ein Koalitionsabkommen zu schließen und werden wohl bald beginnen können, zusammen zu regieren.Das allerdings nur in der Wallonie. In Brüssel und in der Französischen Gemeinschaft hingegen scheint das Chaos nur noch größer geworden zu sein. Und während so mancher einen Moment lang die stille Hoffnung hegte, dass eine neue Partei entstehen könnte, legte der Brüsseler Ex-Bürgermeister Yvan Mayeur einen ebenso lauten wie peinlichen Abgang hin. Inzwischen ist aber vielleicht ein gefährlicher Scheitelpunkt erreicht. Mehr ...

Politische Sandkastenspiele – Ein Kommentar

Die politische Krise im frankophonen Landesteil nimmt immer absurdere Formen an. Seitdem CDH-Chef Benoît Lutgen den Stecker ausgezogen hat, herrscht in der frankophonen Politikszene Chaos. Politiker schießen aus allen Kanonenrohren, verteilen verbale Schimpftiraden, die weit unter die Gürtellinie gehen und liefern sich Schlachten, aus denen nur Verlierer hervorgehen können. Denn in der Öffentlichkeit schüttelt man nur noch den Kopf über diese Sandkastenspiele, meint Chantal Delhez in ihrem Kommentar. Mehr ...

Hingucker Tour de France – alles eine Frage der Sichtweise – Ein Kommentar

Die erste Woche der Tour de France geht zu Ende und es gab auch schon so einige Hingucker. Und damit sind jetzt nicht die tausenden Zuschauer gemeint, die am Straßenrand standen, als der Tour-Tross am Sonntag und Montag die Region durchquerte. Der Zielsprint in Vittel, nach dem Weltmeister Peter Sagan von der Teilnahme ausgeschlossen wurde, sorgte für eifriges Bilderstudium an den Fernsehgeräten und in den sozialen Netzwerken - und für sehr unterschiedliche Sichtweisen. Das gilt auch für die Tour de France als solche Mehr ...

Weltkrieg im Netz – Ein Kommentar

Eine neue, weltweite Cyberattacke hat in dieser Woche die Wirtschaft, die Politik und die Bürger gleichermaßen aufgeschreckt. Wieder legte eine Schadenssoftware Tausende von Computern lahm. Erst im Mai hatte die Erpresser-Software WannaCry ein ähnliches Chaos angerichtet. Beide Vorfälle haben uns ziemlich deutlich die Verletzlichkeit unserer vernetzten Welt vor Augen geführt. Wobei zu vielen womöglich immer noch nicht klar ist, wie groß die Gefahr wirklich ist. Mehr ...

Der Kommentar: Die Botschaft der Menschenkette ist eine europäische

Das Bündnis "Stop Tihange" feiert am Tag danach die Menschenkette als großen Erfolg. 50.000 reichten sich am Sonntag auf 90 Kilometern zwischen Tihange und Aachen die Hände, 10.000 mehr wären nötig gewesen, um die letzten Lücken zu schließen. Doch Zahlen sagen auch hier nicht alles. Was hat die Protestaktion angestoßen, was kann sie bewirken? Und: War es denn tatsächlich ein eher deutscher Protest oder doch ein übernationaler? Mehr ...

Die N-VA braucht die PS – Ein Kommentar

Neue Regierungen gibt es in Namur und Brüssel noch nicht. Ob das mit Sicherheit nicht selbstlose Manöver von CDH-Chef Benoît Lutgen am Ende scheitert, darüber spekulieren gerade viele Kommentatoren. Dabei sind das ganze Elend und der scheinbare Untergang der PS fast schon in den Hintergrund getreten. So unglaublich es klingt: Echte Sorgen darf sich der Bürgermeister im Rathaus von Antwerpen, N-VA-Chef Bart De Wever, machen. Mehr ...

Vabanque – Ein Kommentar

Ein "Knaller", ein "Hammer", ein "politisches Erdbeben" - viele ungläubige Gesichter auch noch am Dienstag, nachdem die CDH ja am Montag "den Stecker gezogen hat". Angesichts der nicht enden wollenden Skandalserie war ein Elektroschock wohl nötig. Doch spielt die CDH mit ihrer ebenso opportunistischen wie parteipolitisch motivierten Aktion mit dem Feuer. Mehr ...

Verbrannte Erde – Ein Kommentar

Die frankophonen Sozialisten (PS) stecken in einer tiefen Krise. Und mit ihnen quasi das gesamte politische System insbesondere im Süden des Landes. Die Meldungen über alte und neue Skandale reißen nicht ab. In Brüssel muss man inzwischen den Eindruck haben, dass vor allem die Sozialisten ein veritables System der Selbstbedienung aufgebaut haben. Viele Parteiverantwortliche wirken bei alledem entweder überfordert oder scheinen den Ernst der Lage noch nicht erkannt zu haben. Mit jedem Tag wächst die Gefahr, dass die strauchelnden Roten am Ende buchstäblich verbrannte Erde hinterlassen. Mehr ...

Großbritannien nach den Wahlen – Was jetzt, EU?

Die konservative Partei der britischen Premierministerin Theresa May hat die Parlamentswahlen in Großbritannien gewonnen. Trotzdem erscheint May als die große Verliererin. Ihre Rechnung, mit vorgezogenen Neuwahlen ihre absolute Mehrheit im Parlament auszubauen und sich dadurch stärkeren Rückhalt für die Brexit-Verhandlungen mit der EU zu verschaffen, ist nicht aufgegangen. Nach Verlusten muss May jetzt mit einem Koalitionspartner regieren. Ein Kommentar von Kay Wagner. Mehr ...

Gefährliche Versuchung für die EU – ein Kommentar

Donald Trump hat die übrigen Nato-Partner aufgefordert, mehr in Verteidigung zu investieren. Für die EU-Staaten im Verteidigungsbündnis wäre es jedoch besser, ihre Einflussnahme in der Welt durch eine höhere eigene Attraktivität zu stärken, meint Frederik Schunck in seinem Kommentar. Mehr ...