EU macht Mitgliedsländern Dampf bei Impfkampagne

Die EU-Kommission will, dass die EU-Mitgliedsstaaten schneller gegen das Coronavirus impfen. Bis März müssten 80 Prozent der Über-80-Jährigen und das gesamte Gesundheits- und Pflegepersonal geimpft sein und bis zum Sommer 70 Prozent aller Erwachsenen, so die EU-Kommission.

Spritzen mit Impfstoff von Pfizer und Biontech (Archivbild: Dirk Waem/Pool/Belga)

Bild: Dirk Waem/Pool/Belga

70 Prozent gilt als Minimum für eine sogenannte Herdenimmunität, bei der sich das Coronavirus in der Bevölkerung nicht weiter ausbreiten kann.

In Belgien kommen die Über-65-Jährigen, die nicht in einem Wohn- und Pflegezentrum leben, ab März an die Reihe. Das Krankenhauspersonal soll im Prinzip bis Februar geimpft sein. Die allgemeine erwachsene Bevölkerung in Belgien wäre nach bisherigem Plan ab Juni an der Reihe. Mit einer Durchimpfung von 70 Prozent der belgischen Bevölkerung wird für September gerechnet.

Die EU-Kommission will auch, dass die Mitgliedsstaaten alles tun, um neue Coronavirus-Varianten schnell aufzuspüren. Dazu müssten am besten mindestens zehn Prozent aller Positivtests einer Genomanalyse unterzogen werden.

Um die Verbreitung des Coronavirus zu verhindern, rät die EU-Kommission nicht essentiellen Reiseverkehr strikt zu vermeiden.

Europäischer Impfpass noch in weiter Ferne

belga/vk

Ein Kommentar
  1. Thomsd Becker

    Herdenimmunität im Sommer ist ein schönes Ziel. Bis dahin müssten dann also 70% geimpft sein. Bedeutet für Deutschland, 58 Millionen mal zwei Impfgaben. Ich hoffe, die kriegen das hin.