Startläufer Thierry Langer eröffnete das Rennen mit drei Nachladern im Liegendschießen und einem weiteren im Stehendanschlag. Florent Claude auf Position zwei musste sowohl im ersten als auch im zweiten Schießen jeweils zwei Nachlader einsetzen und verlor dabei weiter an Boden.
Der dritte Läufer, Sam Parmentier aus Weismes, kam mit jeweils drei Nachladern im Liegend- und im Stehendschießen ebenfalls nicht fehlerfrei durch. Schlussläufer Marek Mackels benötigte im ersten Schießen drei Nachlader, im abschließenden Stehendschießen kam ein weiterer hinzu, ehe er das Team auf Rang 19 ins Ziel brachte. Der Sieg ging an Frankreich vor Norwegen und Schweden.
Nach dem 19. Platz der belgischen Männer-Staffel ordnete Thierry Langer das Rennen sportlich nüchtern ein. Zwar seien die Bedingungen "eigentlich schon beherrschbar" gewesen, doch die Höhe habe einen entscheidenden Unterschied gemacht. "Ich habe versucht, mich in der ersten Runde gut zu platzieren. Das ist mir eigentlich auch ziemlich gut gelungen", so Langer.
Auch am Schießstand habe er zügig gearbeitet, könne sich seine Fehler aber "nicht so ganz erklären". In der zweiten Runde habe er noch einmal den Anschluss gesucht. Letztlich müsse man anerkennen: "Die Staffeln waren heute einfach saustark. Die Abstände waren sehr klein, das Feld extrem stark." Positiv bewertete er das Material – und dass er erstmals das Gefühl gehabt habe, auf der Piste wirklich mitmischen zu können.

Für den Elsenborner Marek Mackels war es ein besonderer Tag: Seine erste Olympia-Teilnahme endete mit einem emotionalen Debüt. "Ich bin sehr, sehr happy", sagte der Schlussläufer. Die Höhe habe er von Beginn an deutlich gespürt, dazu kam Neuschnee, der die Strecke kräftezehrend machte. "Es war ein sehr hartes Rennen – aber einfach nur top."
Am Schießstand blieb er ohne Strafrunde, leistete sich aber einige Nachlader zu viel: "Viele waren nicht so weit weg, aber daneben ist daneben." Im Gegensatz zu den Spielen vor vier Jahren in Olympische Winterspiele 2022, als Belgien überrundet wurde und nicht ins Ziel kam, brachte das Team das Rennen diesmal zu Ende. "Ich wusste, dass ich loslegen durfte. Eine Strafrunde wäre ungünstig gewesen, aber ich habe mich auf mein Rennen fokussiert."
Besonders bewegend: die Unterstützung an der Strecke. Ein Teil seiner Familie war bereits frühmorgens angereist und hatte sich einen Platz an der Loipe gesichert. "Wahrscheinlich der größte Fanclub", meinte Mackels schmunzelnd. "Ich habe es sehr krass wahrgenommen, das war sehr, sehr schön."
Und nach der Olympia-Premiere? "Es macht Lust auf mehr. Vier Jahre sind lang – aber ich wüsste nicht, was dagegen sprechen sollte."
Radio-Interview mit Thierry Langer im Player:
Christophe Ramjoie