„Arduenna“: Der Stoneman kommt nach Ostbelgien

Für Mountainbiker hat die hügelige Landschaft Ostbelgiens einen besonderen Reiz. Sie schätzen unebenes Gelände und größere Höhenunterschiede. Einige Gemeinden sind daher für diesen Sport geradezu prädestiniert. Im Süden von Ostbelgien entsteht ein neuer Rundkurs für anspruchsvolle Mountainbiker: der Stoneman "Arduenna".

Mountainbike-Fahrer

Bild: © Bildagentur PantherMedia / Roman Pashkovsky

Den Stoneman gibt es in jedem Land nur einmal. Ab dem Frühsommer 2020 soll er den Mountainbike-Fahrern in Ostbelgien ein sportliches Erlebnis bescheren. Der Rundkurs für Mountainbiker wird einige Eifelgemeinden und die angrenzenden Gemeinden Malmedy und Weismes durchqueren.

„Das ist wirklich ein Premium-Angebot, das einzigartig in Belgien sein wird. Ein Angebot, das es nach Österreich, Italien und der Schweiz auch hier in Ostbelgien geben wird“, sagt die DG-Ministerin für Sport und Tourismus, Isabelle Weykmans.

Der Stoneman richtet sich vor allem an anspruchsvolle Mountainbiker. Die Infrastruktur ist zum Teil vorhanden, andere Strecken werden neu erschlossen. „Es wird teils bestehende und teils neue Infrastruktur ausgeschildert. Der ostbelgische Stoneman wird komplett ausgeschildert sein, so dass man als Leistungsmountainbiker die Strecke in einem Mal zurücklegen kann, oder man kann sich einzelne Strecken aussuchen.“

Bis zur Eröffnung müssen die Beteiligten noch einen kleinen Sprint zurücklegen, sagt Dany Heck von der Tourismusagentur Ostbelgien. Die Etappen werden abgestimmt, Checkpoints werden eingerichtet und die Routenkarte muss stimmen. Die Strecke beschreibt Dany Heck so: „Sie führt, wenn man von Bütgenbach ausgeht, von dort aus Richtung Büllingen über Honsfeld nach Schönberg. Von dort geht es bis ans Dreiländereck nach Ouren. Dann wieder nach St. Vith, Malmedy zum Signal de Botrange, um wieder zurück nach Bütgenbach zu kommen.“

Für Ostbelgien sprechen die Natur, die Wälder und das Relief. Dem Mountainbiker sei die Länge der Strecke nicht so wichtig, sagt Dany Heck. „Für Mountainbiker zählt vor allem das Naturerlebnis. Für die körperliche Betätigung ist die Streckenlänge oft weniger ausschlaggebend als die Höhenmeter. Der Mountainbiker ist ein Naturmensch und möchte in der Natur sein. Das Erlebnis wird er beim Stoneman haben und in die Wälder eintauchen, die für viele, die von außen kommen, einen einzigartigen Charakter haben.“

Der ostbelgische Stoneman soll europaweit Gäste begeistern. Ein Top-Fahrer kann den Rundkurs an einem Tag schaffen, die meisten Mountainbiker werden den Stoneman erfahrungsgemäß in zwei oder drei Tagen zurücklegen.

Der Rundkurs wird „Arduenna“ heißen. „Die Ardennen sind die prägende Landschaft hier und genau das suchen wir“, erklärt Tilman Sobek von Stoneman International. „Wir suchen etwas, das Identität hat und wo wir anknüpfen können, weil die Menschen es eigentlich schon kennen. So gibt es den Stoneman Glaciara und den Taurista, da kennt man die Tauern. Glaciara ist aus dem Altlateinischen und führt zu den Gletschern. Arduenna ist etwas, das international funktionieren wird.“

Für Sandra De Taye von der Tourismusagentur Ostbelgien ist Arduenna ein Leuchtturmprojekt. Die Gäste sollen sich in Ostbelgien wohlfühlen und in vielen verschiedenen ostbelgischen Betrieben untergebracht werden. „Wir möchten natürlich ein Naturerlebnis bieten, aber wir müssen dafür sorgen, dass das wirtschaftliche Auswirkungen für die Region hat und dass eine Vielzahl unterschiedlicher Betriebe von dem Projekt profitieren.“

„Der Gast soll ein Heimkehrgefühl bekommen, Gastfreundschaft erfahren und das kann er nur, wenn die Betriebe nicht überlastet sind. Deshalb möchten wir diesen Tourismus auch auf die Betriebe aufteilen.“

Sie möchten den Stoneman nach Ostbelgien bringen: Die Ministerin für Tourismus Isabelle Weykmans, Tilman Sobek vom Stoneman International und die Direktorin der TAO, Sandra De Taye (Bild: Chantal Scheuren/BRF)

Sie möchten den Stoneman nach Ostbelgien bringen: Ministerin Isabelle Weykmans, Tilman Sobek vom Stoneman International und die Direktorin der TAO, Sandra De Taye (Bild: Chantal Scheuren/BRF)

Chantal Scheuren

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9 Kommentare
  1. Michael Seekircher

    Die Vorfreude ist bereits riesengroß! Ich bin mit meinem Bruder schon die „Stonemänner“ Miriquidi, Dolomiti und Taurista gefahren! Arduenna direkt vor der Haustür, da ich aus Einruhr komme…perfekt! Wir Mountainbiker werden Ostbelgien genießen und an den Erfinder Roland Stauder einen lieben Gruß nach Südtirol!

  2. Ersing Manfred

    Bitte haltet mich auf dem laufenden wann die Eröffnung sein wird.

  3. Maria van Straelen

    „Der Mountainbiker ist ein Naturmensch und möchte in der Natur sein“ Es ware wohl richtiger zu behaupten: Den Mountainbiker interessiert die Natur einen Dreck, solange er dort herumtoben und wertvolle Kleintiere und Pflanzen nachhaltig zerstören kann. Und Wanderer müssen dann schnellstens auf ie Seite springen (möglichst nicht auf die abschüssige Seite) damit der Biker ja nicht mal abbremsen und womöglich die Pedale zum Neuanlauf benutzen muss. Hat man denn in dieser Welt nirgendwo noch Ruhe und die Zeit sich etwas anzusehen, frische Luft zu atmen und Stille zu genießen ? Nur des GELDES wegen, muss man sich mal vorstellen ….

  4. Beat Stuber Schweiz

    Wir freuen uns die Landschaft in Belgien mit dem Bike zu erforschen.
    Main Sohn Marc, alle 4 Stoneman in einem Jahr alle in Gold gefahren.
    Selber (62) Jahre alt mit Marc, habe ich einer in Gold und zwei in Silber gefahren.
    Auch in Belgien werden wir die Strecke unter die Räder nehmen.
    Grüsse aus der Schweiz an alle Biker.

  5. ralf zilles

    na ja, echte mountainbiker kriegen effektiv wenig von der natur mit, jeder übersehene knubbel kann da zum sturz führen…, also bitte auf die strecke konzentrieren. Aber der sport ist doch harmlos…da soll man lieber autoralleys oder -rennen in frage stellen

  6. Norbert Schleck

    „Aber der sport ist doch harmlos…“

    Sollte man meinen, und er war es wohl auch, solange er nur von Vereinzelten betrieben wurde. Inzwischen ist er in vielen Urlaubsgebieten weit verbreitet. Wer nun als Wanderer auf schmalen Bergpfaden immer wieder vor zu Tal rasenden Bikern in die Büsche springen oder in den Hang klettern muss, findet das weniger amüsant.
    Auch für die Umwelt wird dieser Sport zur Belastung: Fahren abseits der Wege, sogar in Naturschutzgebieten, Aufscheuchen von Wild, Bodenerosion.

    Seit immer mehr Ungeübte ihre Fähigkeiten überschätzen, nimmt die Zahl oft schwerer Unfälle zu, bis hin zu Todesstürzen. E-Montainbikes erlauben es nämlich jetzt auch Schwachbrüstigen, den Hang hochzukommen.

  7. Jens Gebauer

    Je weiter Radler und Wanderer von den Parkplätzen wegkommen, desto größer ist die gegenseitige Akzeptanz. Je näher man an der Zivilisation ist, desto weiter ist der Irrglaube verbreitet, dass einem der Weg alleine gehört. Dieses ist mit Nichten so, der Wald und die Wege gehören allen, Wanderen und Radlern gleichermaßen.
    Wenn alle aufeinander Rücksicht nehmen, funktioniert das Miteinander ganz prima.
    Wir sind mit unseren Kindern schon den Miriquidi und auch mehrfach über die Alpen gefahren und sind stets gut mit anderen Naturnutzern klargekommen. In der Regel überwiegt das Interesse und die gegenseitige Anerkennung der Leistung des Anderen.
    Wir freuen uns über einen Stoneman vor unserer Haustür.

  8. Eric Hassmann

    ich hab sie alle derzeit 6 stück in 4 Wochen in Gold gefahren, dann einige schon mehrmals in Gold und den Miriquidi im Erzgebirge schon mal in 20 stunden zwei mal in Gold und dann noch mal den Miriquidi mit dem Crossrad in 7:53h.
    berichtet bitte wan der oneday in belgien sein wird, ich freu mich jetzt schon auf euren Stoneman.
    VG

  9. Maria van Straelen

    komme mir in Ostbelgien nochmal einer mit Naturschutz, den schicke ich auf den Arduenna, dort gibts dann jede Menge zu schützen … Der Beitrag des Herrn Hassmann zeigt doch, wo er stolz drauf ist, aufs RENNEN, nicht aufs Rücksicht nehmen, damit versaut er sich doch nur die Zeit …

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