In den drei Wochen nach dem Brand im Hohen Venn sind rund 14.500 Übernachtungen in der DG storniert worden. Das hat DG-Minister Gregor Freches im Ausschuss 2 erklärt. Der geschätzte Einnahmeausfall für die Betriebe liege bei etwa 584.000 Euro.
Besonders betroffen seien Hotels und Campingplätze. Viele Gäste hätten ihre Aufenthalte wegen der Rauchentwicklung vorzeitig abgebrochen.
Gleichzeitig betont Freches, dass die touristischen Betriebe weiterhin geöffnet sind und Ostbelgien erreichbar bleibt. Die Regierung will nun gemeinsam mit der Tourismusagentur Ostbelgien und den wallonischen Partnern gegen das negative Bild der Region anarbeiten. Gleichzeitig müsse man aus dem Brand langfristige Konsequenzen ziehen.
Daneben betonte Freches auf eine Frage zur Brandgefahr vor dem Ausbruch des Brandes, dass der Schutz von Menschen und Natur im Hohen Venn Vorrang vor touristischen Interessen habe. Der Minister erklärte, dass die Bewertung der Brandgefahr sowie Entscheidungen über Sperrungen oder das Hissen roter Warnflaggen ausschließlich in die Zuständigkeit der Forstverwaltung der Wallonischen Region fallen.
Sein Ministerium habe vor dem Brand keine weitergehenden Informationen gehabt als die öffentlich bekannten Warnhinweise zur anhaltenden Trockenheit.
Der Minister verwies darauf, dass das Hohe Venn zugleich eines der wichtigsten touristischen Aushängeschilder Ostbelgiens sei. Nach dem Brand habe er deshalb auf die wirtschaftlichen Folgen für die Betriebe aufmerksam gemacht, ohne Schutzmaßnahmen in Frage zu stellen.
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