König Philippe hat sich im Rahmen seines Besuches in Sourbrodt über die Lage im Kampf gegen den Großbrand im Hohen Venn informiert. Der König tauschte mit Bewohnern des Ortes aus und dankte den Einsatzkräften für ihre Arbeit. Er hoffe, dass sich die Natur im Hohen Venn schnell regenerieren könne. Das Hohe Venn sei ein "belgisches Juwel".
Der König lobte die fantastische Arbeit der Feuerwehren und die gute Zusammenarbeit und Solidarität aller Einsatzkräfte auch aus dem Ausland. Er bestieg ein Feuerwehrfahrzeug, mit dem er in das Brandgebiet gebracht wurde, um sich ein Bild von der Zerstörung machen zu können. Im persönlichen Gespräch mit Forstamtsleiter Yves Pieper zeigte sich der König tief betroffen von dem Ausmaß der Zerstörung. "Wörtlich sagte er: 'Mir blutet das Herz'. Er hat es zweimal gesagt", so Pieper. "Er kennt das Venn auch. Ich glaube, das war keine hohle Phrase. Das war ernst gemeint."
Zuvor hatte er sich im Krisenzentrum in Vottem über den Stand der Dinge informiert. Begleitet wurde der König bei seinem Besuch in Sourbrodt unter anderem von Innenminister Bernard Quintin, vom wallonischen Ministerpräsidenten Adrien Dolimont sowie von DG-Ministerpräsident Oliver Paasch. König Philippe sagte zu, ins Hohe Venn zurückzukehren, um die weitere Entwicklung der Lage zu begutachten.
Ministerpräsident Oliver Paasch begleitete den König bei seinem Vennbesuch. Paasch hat die Entwicklung nach eigenen Angaben von Beginn an verfolgt und nennt das Feuer eine beachtliche Naturkatastrophe, auch weil das Venn den Ostbelgiern so sehr am Herzen liege. "Das Hohe Venn ist ein Teil unserer aller Lebensqualität, es ist touristisch von Bedeutung - aber auch für uns, die Einwohner rund das Hohe Venn. Ich bin auch persönlich wirklich traurig über das, was ich in den letzten Tagen hier gesehen und erfahren habe."
"Ich hoffe, dass der Brand jetzt wirklich schnell unter Kontrolle gebracht werden kann und dass wir dann mit den weiteren Arbeiten fortfahren können. Wobei ich sagen muss, die Deutschsprachige Gemeinschaft ist ja von den Befugnissen her nicht in den Katastrophenschutz eingebunden. Wir haben keine Zuständigkeit, uns beispielsweise an den Rettungs- und Aufräumarbeiten zu beteiligen. Das sind Zuständigkeiten des föderalen Innenministers, der Provinz, zum Teil der Wallonischen Region. Aber wir sind betroffen und wir gewähren da Unterstützung, wo wir es können."
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