PTB unzufrieden mit PS-Konsultationen

In der Wallonie ist die zweite Konsultationsrunde zwischen PS und PTB am Abend ohne greifbare Ergebnisse zu Ende gegangen. Die Vertreter der marxistischen PTB zeigten sich deutlich enttäuscht von dem Austausch und drohen mit dem Ende der Gespräche. Die Sozialisten haben für Donnerstag zu einem dritten Treffen eingeladen.

Blick in den Verhandlungsraum

v.l.n.r.: Peters Mertens, Paul Magnette, Elio Di Rupo, Raoul Hedebouw

Schon gleich nach dem Ende der Gespräche gab sich PTB-Sprecher Raoul Hedebouw desillusioniert. „Wir sind ganz und gar nicht zufrieden“, sagte er. „Wir haben fünf, sechs Stunden miteinander diskutiert. Ich habe den Eindruck, dass wir uns im Kreis drehen. Das geht nicht in die richtige Richtung.“

Später wurde Hedebouw noch deutlicher. In einem längeren Eintrag auf Facebook erklärt er etwas näher, woran es konkret bei den Gesprächen mit der PS gehakt habe: Die PS habe keine Bereitschaft gezeigt, wirklich einen Bruch mit der neoliberalen Politik der vergangenen 25 Jahre zu vollziehen. Das sei aber die Grundlage für eine Beteiligung der PTB an einer Regierung.

Bei der PS nahm Elio Di Rupo die Unzufriedenheit bei der PTB zur Kenntnis, wiederholte aber noch Dienstagabend die Einladung an die Marxisten, sich am Donnerstag erneut zu Konsultationsgesprächen mit der PS zu treffen. Ob es dazu kommt, ist allerdings fraglich.

Am Mittwoch wird die PS ihre zweite Konsultationsrunde mit Vertretern von Ecolo beenden. Eine Regierung aus PS und MR in der Wallonie, eventuell ergänzt durch Ecolo, scheint aufgrund der negativen PTB-Reaktion zurzeit immer wahrscheinlicher.

kw/jp

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