BRF-Wahldebatte zum Wallonischen Parlament

Am 26. Mai müssen die Wähler in Ostbelgien gleich vier Wahlentscheidungen treffen: Europaparlament, föderale Kammer, Wallonische Region und PDG. Im Vorfeld organisiert der BRF Wahldebatten mit den deutschsprachigen Spitzenkandidaten. Die Reihe startet mit der Wahl zum Wallonischen Parlament.

Bild: Olivier Krickel/BRF

Robert Nelles, Sonja Cloot, Anne Kelleter und Christine Mauel stellten sich den Fragen von Moderator Stephan Pesch (Bild: Olivier Krickel/BRF)

BRF-Chefredakteur Stephan Pesch diskutierte mit Robert Nelles, erster Ersatzkandidat auf der Liste der CDH-CSP im Wahlkreis Verviers, Sonja Cloot, die auf Platz zwei der PS-SP-Liste kandidiert, Christine Mauel, ebenfalls Platz zwei auf der Liste der MR-PFF sowie Anne Kelleter, Spitzenkandidatin auf der Liste von Ecolo.

Die Themen der rund einstündigen Debatte sind unter anderem die Energiepolitik, Verkehr und Mobilität, der Straßenbau und die Landwirtschaft.

Stephan Pesch

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3 Kommentare
  1. Dieter Leonard

    Spätestens beim „Genuss“ dieser Wahldebatte fielen mir die Argumente wieder ein, die meine Skepsis gegenüber Quereinsteigern mit Adhocanspruch auf ein hochdotiertes parlamentarisches Mandat begründen.
    Das Un- bzw. Halbwissen des „Spitzenpersonals“ ist Wasser auf die Mühlen derjenigen, die Politik als Selbstbedienungsladen inkompetenter politischer Laiendarsteller diskreditieren.
    Ein parlamentarisches Mandat ist keine Lehr- oder Ausbildungsstelle sondern erfordert ein Mindestmaß an Erfahrung, Sachverstand und Sachkompetenz und nicht zuletzt auch den Mut, „Wähler“ mit unangenehmen Wahrheiten zu konfrontieren, statt sie mit Allgemeinplätzen und Worthülsen einzulullen. Aber diese folgen dann, wenn man es sich in seinem Parlamentssessel bequem gemacht hat.
    Diese „Darbietung“ untermauert auch das Gefühl, dass der Deutschsprachigen Gemeinschaft mittlerweile qualifiziertes politisches Personal auszugehen scheint, um alle anfallenden Mandate und Ämter zu besetzen.
    Für den nicht enden wollenden, größenwahnsinnigen Ausbau der Autonomie eines unbegrenzt erscheinenden „Ostbelgiens“, vor allem aber für das Vertrauen in die Politik keine guten Voraussetzungen und wahrlich ein Bärendienst.

  2. Herbert Hannen

    Überproportional wenig!

    Im neuen Infrastrukturplan der Wall. Region sind für den Straßenbau 1,5 Milliarden vorgesehen. Eine ganze Menge Geld, wie Herr Nelles sagte. Er sprach auch von überproportional viel Geld für die 9 Gemeinden der DG.
    Fakt ist: Der Anteil der DG (243 km) an den Regionalstraßen der Wall. Region (8300 km) beläuft sich auf 2,9 %. Also hätten, um den Proporz in etwa zu wahren, 2,9 % von 1,5 Milliarden = 43,5 Millionen im neuen Infrastrukturplan für die Straßen in der DG vorgesehen werden müssen, effektiv sind es aber nur 11,5 Millionen! Überproportional wenig! Dazu kommt noch, dass die Prioritäten falsch gesetzt wurden. Die schlechtesten Straßen müssten doch zuerst an die Reihe kommen!!
    Ich persönlich hoffe, dass die neue Regierung die Fehler vom bisher verantwortlichen Minister Di Antonio korrigieren wird.

  3. Marcel scholzen Eimerscheid

    Werter Herr Leonard. Bitte bedenken Sie : jedes Volk bekommt die Regierung, die es verdient.

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