Die wallonische Regionalregierung hat die Eckpunkte ihres Haushaltsabkommens vorgestellt. Ein Schwerpunkt ist die Stärkung der Kaufkraft.
Dafür führt die Region einen sogenannten Jobbonus ein. Die Prämie soll Menschen mit besonders niedrigen Einkommen zugutekommen. Ab 2028 sollen rund 900.000 Arbeitnehmer davon profitieren.
Gleichzeitig plant die Regierung Einsparungen. Zwischen 2027 und 2029 sollen bestimmte Indexierungen um zwei Prozent gekürzt oder gezielt ausgesetzt werden. Betroffen ist unter anderem die Finanzierung der Gemeinden. Die wallonischen Regionalflughäfen müssen ebenfalls mit weniger Geld auskommen.
Trotz der zusätzlichen Ausgaben und der geplanten Entlastungen hält die Regierung aus MR und Les Engagés an ihrem Ziel fest, 2029 einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen. Laut Ministerpräsident Adrien Dolimont soll das Finanzierungsdefizit 2027 bei rund 1,35 Milliarden Euro und 2028 bei 855 Millionen Euro liegen. Für 2029 ist ein Überschuss von 15 Millionen Euro vorgesehen.
belga/mh