Am Montag steht ein neuer Gewerkschaftsprotest gegen die Politik der Regierung De Wever auf dem Programm. Die sozialistische Gewerkschaft organisiert einen Streik im öffentlichen Dienst. Der Streik richtet sich gegen die Unterfinanzierung der öffentlichen Dienste und gegen drohende neue Sparmaßnahmen im Haushalt.
In verschiedenen Bereichen ist mit Beeinträchtigungen zu rechnen. Wie groß die Auswirkungen sein werden, ist noch nicht absehbar. Insbesondere bei den regionalen Nahverkehrsunternehmen TEC, De Lijn und Stib wird mit erheblichen Störungen gerechnet.
Auch bei der Eisenbahn wird gestreikt. Seit Sonntagabend 22 Uhr läuft der Bahnbetrieb mit Einschränkungen. Der Bahnstreik soll bis einschließlich kommenden Montag dauern. Die SNCB hat einen Ersatzfahrplan ausgearbeitet.
Auch in den Schulen, den kommunalen Verwaltungen und bei der Post kann es zu streikbedingten Einschränkungen kommen.
Der Flugverkehr ist vom Streik ausgenommen. Lediglich der Flughafen Charleroi weist darauf hin, dass der Zugang zum Terminal durch Aktionen beeinträchtigt werden könnte.
Die christliche Gewerkschaft steht nicht hinter dem Streikaufruf. Sie setzt statt dessen auf eine Sensibilisierungskampagne, um auf positive Weise um Unterstützung zu werben und daran zu erinnern, wie unverzichtbar der öffentliche Dienst ist. Dennoch werden sich CSC-Mitglieder in einigen Teilbereichen voraussichtlich auch dem Streik anschließen.
belga/vrt/sh