Der Schülerprotest in Belgien entwickelt sich an einigen Orten ähnlich wie in Frankreich: Den friedlichen Protest einer Mehrheit nehmen gewaltbereite Jugendliche zum Anlass, um Krawall zu stiften.
In Lüttich flammten die Konfrontationen zwischen Polizisten und rund 200 Randalieren am Montagnachmittag immer wieder auf. Dabei wurden laut Medienangaben Steine, Stangen und andere Gegenstände auf Polizeiautos und die Beamten geworfen. Mindestens 30 Randalierer wurden festgenommen.
29 Festnahmen waren es am Abend in Charleroi, 15 in Arlon, acht in Mons. Die meisten der Festgenommenen sind minderjährig.
In Brüssel soll es dagegen weitgehend ruhig geblieben sein. Nur vor einer Schule in der Stadtgemeinde Ixelles soll es zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung gekommen sein.
Die Polizei geht davon aus, dass der Protest der Schüler die ganze Woche andauern wird. Als Höhepunkt zeichnet sich der kommende Freitag ab. Dann haben die Gewerkschaften zu einem landesweiten Streik aufgerufen.
Kay Wagner