Belgien wird keinen Plan zur Wiederherstellung der Natur bei der EU-Kommission einreichen, obwohl die Frist dafür am Dienstag abläuft. Die EU wollte bis zum 1. September von jedem Mitgliedstaat wissen, wie dieser aktiv gefährdete Naturräume sanieren wird.
Nach Angaben des Kabinetts des föderalen Klima-Ministers Jean-Luc Crucke (Les Engagés) ist die Verzögerung darauf zurückzuführen, dass die föderale Ebene und die drei Regionen des Landes jeweils separat einen Plan ausarbeiten müssen, der in ihren Zuständigkeitsbereich fällt. Die einzelnen Konzepte sollen dann zu einem Plan zusammengefasst werden. Die Wallonische Region und die Brüsseler Region haben ihre Entwürfe aber noch nicht vorgelegt.
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace kritisiert, dass Belgien seinen Plan nicht fristgemäß fertiggestellt hat. In Zeiten der Klimakrise sei das unverständlich. Das EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur sieht vor, Naturgebiete, die durch menschliche Aktivitäten beschädigt wurden, in ihren Ursprungszustand zurückzuversetzen und damit den Rückgang natürlicher Lebensräume zu stoppen.
belga/vrt/est