Schwere Unwetter haben in der Nacht zu Sonntag landesweit zahlreiche Schäden und Feuerwehreinsätze verursacht. Meist ging es um überflutete Straßen, umgestürzte Bäume, lose Gegenstände oder Feuer nach Blitzeinschlägen. In La Hulpe in Wallonisch-Brabant starb eine Person, nachdem ein Baum auf ein Auto stürzte. Die Feuerwehr sprach von rund 200 Einsätzen in der gesamten Provinz.
Vor allem die Provinz Hennegau war schwer betroffen. Sturmböen erreichten über 90 Kilometer pro Stunde, besonders in der Region Charleroi. Die Feuerwehr in Charleroi spricht von einer Katastrophe und musste bereits mehr als 200 Mal ausrücken. In der Provinz Namur wurden rund hundert Einsätze gemeldet. In Flämisch-Brabant gingen bei der Feuerwehr fast 600 Notrufe ein.
Auf dem Gelände des Festivals Paradise City in Steenokkerzeel mussten rund 30 Menschen in eine Notunterkunft gebracht werden. Mehrere Besucher wurden leicht verletzt. Das Festival soll fortgesetzt werden. Auch in Brüssel rückten die Einsatzkräfte 86 Mal aus. Die Festivals Couleur Café und Werchter Boutique wurden abgebrochen.
In der Region Lüttich rückten die Einsatzkräfte nach heftigen Windböen und starkem Regen zu rund 20 Einsätzen aus. Betroffen waren mehrere Orte, darunter Lüttich, Ans, Fléron und Grâce-Hollogne.
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