Am Wochenende hatte die Zeitung L’Echo ein Interview mit De Wever veröffentlicht. Darin spricht sich der Premier dafür aus, den Krieg in der Ukraine im Interesse Europas schnell zu beenden und danach die Beziehungen zu Russland zu normalisieren, um wieder Zugang zu bezahlbarer Energie zu bekommen.
Die letzte Äußerung wurde aus dem Zusammenhang gerissen - und an ihr allein entfachte sich dann schnell Kritik. Schon am Wochenende hatte Außenminister Maxime Prévot von Les Engagés gesagt, dass aktuell über eine Normalisierung der Beziehungen zu Russland nicht gesprochen werden könne.
Die Äußerung von De Wever sei nicht in der Regierung abgesprochen, sagt am Montag dazu Vooruit-Vorsitzender Conner Rousseau. Gleicher Ton auch bei einer Stellungnahme der CD&V. Das Beste wäre es, sich völlig unabhängig von Energiequellen aus dem Ausland zu machen. Daran müsse gearbeitet werden, fordern die flämischen Christdemokraten.
Kay Wagner