Bilanz nach der Demonstration gegen die Corona-Politik in Brüssel

Bei den Ausschreitungen nach der Demonstration gegen die Corona-Politik sind in Brüssel 20 Personen festgenommen werden. Sechs Menschen mussten wegen Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden. Für Empörung sorgt außerdem die Verwendung des gelben "Judensterns" durch einige Demonstranten.

Demonstration gegen Corona-Politik in Brüssel (Bild: Kenzo Tribouillard/AFP)

Demonstration gegen Corona-Politik in Brüssel (Bild: Kenzo Tribouillard/AFP)

Nachdem die eigentliche Demonstration weitgehend friedlich verlaufen war, suchten einige Teilnehmer die Konfrontation. Sie warfen im Europaviertel Gegenstände auf die Polizei und versuchten, Absperrungen zu durchbrechen, die Beamten setzten einen Wasserwerfer und Tränengas ein.

Eine andere Gruppe Demonstranten zog vor den Eingang des Gebäudes der VRT und der RTBF, dazu war während der Demonstration aufgerufen worden. Wie die VRT berichtet, wollten die Demonstranten gegen die Medien protestieren, die ihrer Meinung nach die Bevölkerung manipulieren und belügen würden, und einen Auftritt ihrer eigenen „Experten“ im Fernsehen der RTBF. Die Polizei konnte auch diese Demonstranten mit Pfefferspray zurücktreiben, nachdem sie begonnen hatten, das Gelände zu stürmen.

Empört hat derweil die „European Jewish Association“ auf die Verwendung des Judensterns unter anderem auf großen Plakaten bei der Demonstration reagiert. Dort war zu lesen „Ohne Impfstoff“.

Er sehe nicht, wie man eine Impfung während einer Pandemie – beziehungsweise, als Impfverweigerer die Folgen seiner Entscheidung tragen zu sollen-, vergleichen könne mit der systematischen Ermordung von sechs Millionen Juden in Vernichtungslagern, Gaskammern und durch Massenerschießungen, so der Vorsitzende der Vereinigung.

Diese Demonstranten sollten erst einmal lernen, was der von ihnen benutzte gelbe Stern bedeute.

Boris Schmidt

4 Kommentare
  1. barbara leclercq

    Wer sind diese Menschen, sogenannte Querdenker, die unsere Demokratie gefährden.?? Esoteriker , Linksextreme oder vor allem Rechtsextreme..??
    Meiner Ansicht nach hat seit dem permanent « twitternden“ Propaganda – Präsidenten eine sehr gefährliche Radikalisierung in allen westlichen Demokratien stattgefunden , die nun vor nichts mehr zurückschreckt . Ein Präsident , der seine eigene freie Presse als Lügenpresse beschimpft …. was für ein Schlag gegen die Demokratie. Alle westlichen Extremisten , meistens Antidemokraten, tun ihm nun gleich !!
    Putin freut sich !!! Ein gelungener Coup….

  2. Guido Scholzen

    Werte Frau Leclercq,
    Die Regierung ist nicht die Demokratie.
    Auch die etablierten Parteien sind nicht die Demokratie.
    Und auch die Parlamente sind nur ein Teil der Demokratie.
    Auch Protest gehört zur Demokratie.
    Demokratie ist ein Jahrmarkt der Meinungen.
    Dazu gehören die Medien, und die werden immer polit-höriger.
    Man braucht mit dem Finger nicht auf Putin zu zeigen.
    Sieht es bei uns etwa besser aus?

  3. Dieter Leonard

    Ja, Herr Scholzen, bei uns sieht es besser aus. Aber das werden und können Sie nicht verstehen.

  4. Barbara Leclercq

    Werter Herr Scholzen,
    allerdings ist es bei uns besser !!!
    Wer Putin widerspricht kommt ins Arbeitslager und verliert seine Bürgerrechte… wenn er Glück hat überlebt er dies… sonst wird er eben ermordet .. sogenannte Auftragsmorde… KGB nennt sich heute FSB lässt grüßen .
    Eine Wehrpflicht gilt für alle und fließend Wasser sowie Stromanbindung haben auch nicht alle Russen.
    – Haben Sie schon einmal mit Menschen gesprochen , die eine Diktatur durchlebt haben? –
    In Belgien besteht eine Wahlpflicht also 100% … in anderen EU Ländern liegt die Wahlbeteiligung weit darunter. Also wer hier im Parlament sitzt wurde schon vom Volk gewählt und zwar zu 100% . Wer absichtlich n‘importe quoi wählt und dann meckert ist selbst Schuld. Die belgischen Parlamentarier sind , ob man das wahr haben will oder nicht , ein Spiegelbild der belgischen Bevölkerung.

    Demonstrieren heißt für mich nicht wild herum-protestieren und alles kurz und klein schlagen.