Van Gucht: Sind auf dem Weg zu 1.000 Covid-Intensiv-Patienten

Die Zahl der Corona-Infektionen in Belgien hat weiter Fahrt aufgenommen. Zuletzt sind im Durchschnitt jeden Tag über 15.000 Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind über 50 Prozent mehr als in der Vorwoche.

Steven Van Gucht (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

Steven Van Gucht (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

Die Reproduktionsrate liegt den Angaben zufolge bei 1,12. Dies bedeute, dass die Epidemie an Stärke zunehme.

Zurzeit werden knapp 3.300 Covid-Patienten in Krankenhäusern behandelt, was einem Anstieg von 24 Prozent im Vergleich zur Vorwoche entspricht. Über 650 von ihnen müssen intensivmedizinisch betreut werden. Das ist ein Plus von 20 Prozent.

„Wenn sich die Lage so weiter entwickelt, sind wir auf dem Weg zu 1.000 Covid-Patienten auf den Intensivstationen, vielleicht sogar noch mehr“, warnte der Virologe Steven Van Gucht. Natürlich seien die neuen Maßnahmen, die der Konzertierungsausschuss am vergangenen Mittwoch beschlossen hatte, erst am Samstag in Kraft getreten. Er hoffe aber, dass die jetzt schnell Wirkung zeigten. Hier seien alle Bürger gefragt, so Van Gucht. Es sei im Interesse aller, dass man seine Kontakte möglichst einschränkt. Man sollte nicht erst auf neue Maßnahmen der Regierung warten, sagte Van Gucht.

Theoretisch stehen in Belgien 2.000 Intensivbetten zur Verfügung. Theoretisch, denn wegen Personalmangels seien es im Moment wohl eher 200 weniger, sagte Margot Cloet, die Vorsitzende des flämischen Pflege-Dachverbandes Zorgnet-Icuro, in der VRT. Schon jetzt stünden die Krankenhäuser unter erheblichem Druck. Mehr und mehr nicht dringende Eingriffe müssen verschoben werden.

Alle aktuellen Zahlen beim Gesundheitsinstitut Sciensano einsehen …

Impfskandal: Wallonischer Arzt fälscht 2.000 Covid-Safe-Tickets

belga/rtbf/cd/est/rop

28 Kommentare
  1. Gerhard Schmitz

    Schade dass Van Gucht sich nicht zu der Tatsache äußert, dass die Intensivbetten-Inzidenz (Anzahl neuer Covid-Patienten auf Intensiv in den letzten 14 Tagen pro 100.000 Einwohner) in Flandern mit 4.1 deutlich höher ausfällt als in Brüssel, dass also offensichtlich eine hohe Impfquote nicht zwingend die Krankenhäuser entlastet. Im RAG-Bericht hatte Sciensano schon darauf hingewiesen, dass eine mit einer erhöhten Viruszirkulation einhergehende natürliche Immunisierung die niedrigen Zahlen von Brüssel erklären könnte.

    Darüber hinaus wirft die Tatsache, dass die flämischen Ungeimpften in der bevölkerungsreichsten Gruppe (18-64) etwa 2,5 Mal eher auf Intensiv landen als die gleichaltrigen ungeimpften Brüsseler, und dass die geimpften Flamen der Altersgruppe (65-84) ihrerseits ebenfalls 2,5 Mal eher auf Intensiv landen als die geimpften Brüssel derselben Altersgruppe, ernsthafte Fragen auf, mit der sich unsere Experten dringend beschäftigen sollten. Neben dem Vergleich ungeimpft vs. geimpft, muss dringend der Vergleich hohe Impfquote (Flandern) vs. niedriger Impfquote (Brüssel) besprochen werden.

  2. Jürgen Kniepen

    ©Herr Schmitz,

    Einfach FALSCH, hier die Zahlen vom Virologen M.v.Ramst 18.11.2021.

    Ungeimpfte Corona-Patienten sind auf der Intensivstation überrepräsentiert.
    Die geimpften Patienten im Krankenhaus stammen aus 90 Prozent der Bevölkerung, während die nicht geimpften Patienten aus 10 Prozent der Bevölkerung stammen“, erklärte der Virologe der KUL, Marc Van Ranst, ebenfalls vorgestern in den Abendnachrichten von Het journaal.

    In den letzten zwei Wochen sind von 100 000 Einwohnern rund 20 ungeimpfte Corona-Patienten über 65 Jahre auf der Intensivstation gelandet, aber nur 5 geimpfte. In der Gruppe der 18- bis 64-Jährigen landeten in den letzten zwei Wochen 9 ungeimpfte Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner auf der Intensivstation. Dagegen wurde nur ein geimpfter Corona-Patient pro 100.000 Einwohner intensivmedizinisch behandelt.

    „Die vollständig geimpften Patienten auf der Intensivstation sind meist etwas älter“, sagt Steven Van Gucht. „Vor allem Menschen über 70 mit Grunderkrankungen, während die nicht geimpften Patienten im Krankenhaus im Durchschnitt zwanzig Jahre jünger sind
    Quelle: VRT-News v. 18.11.21

  3. Alexander Hezel

    Wiedermal falsch und irreführend, Herr Schmitz… Warum wollen Sie die Leute eigentlich mit ihren ständigen Zahlenspielereien so verunsichern, manipulieren, vom Impfen abhalten oder es ihnen ausreden? Haben Sie Spaß daran, volle Intensivstationen zu sehen?

    Die höhere Intensivbetten-Inzidenz lässt sich schon alleine demographisch dadurch erklären, dass der Anteil der älteren Bevölkerung (65+) in Flandern viel größer ist, als in Brüssel und diese Bevölkerungsgruppe bekanntermaßen viel anfälliger für einen schweren Verlauf und Komplikationen ist, also auch öfter im Krankenhaus landet.

    Sie können es drehen und wenden wie Sie möchten, so viele Excel-Tabellen zusammenbasteln wie Sie möchten, die Fakten können Sie nicht widerlegen:

    Als Ungeimpfter hat man sehr viel höheres Risiko schwer zu erkranken, auf der Intensivstation zu landen und zu sterben. Außerdem sind Ungeimpfte nachweislich ansteckender.

    Hier mal eine seriöse Excell-Tabelle anstatt ihrer Basteleien: „Inzidenzen der symptomatischen und hospitalisierten COVID-19-Fälle nach Impfstatus“ des RKI – die Inzidenzen der Ungeimpften sind durchweg um ein Vielfaches höher!!!

  4. Dieter Leonard

    @Schmitz

    Wirklich „interessante“ Fragen…

    Noch interessanter ist, welche Motivation einen Querdenker antreibt, der im August 2020 nach… Berlin aufbrach, um gegen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie und für seine sakrosankte Freiheit zu demonstrieren und der seitdem in hunderten von Kommentaren einzig das Ziel verfolgt, alles was mit der Eindämmung der Pandemie zu tun hat, zu untergraben.?

    Warum leisten Sie stattdessen nicht einen wie auch immer gearteten Beitrag (in Ihren unzähligen Kommentaren) zu verhindern, dass die Inzidenzen weiter in ungeahnte Höhen schnellen, dass immer mehr Menschen hospitalisiert werden und das Gesundheitssystem unter der Belastung droht zusammen zu brechen?

    Ein Ansatz wäre, in Ermangelung notwendiger und weiter reichender Maßnahmen der Regierung, die Menschen zu motivieren, ihr Verhalten in dieser angespannten Lage derart anzupassen, dass sie weder sich noch andere gefährden.

    Dazu sind konsequente Kontakteinschränkungen und das Tragen von Masken der einfachste Ansatz.

    (Die Impfpflicht-Diskussion ist z.Z. tatsächlich völlig nebensächlich.)

  5. Heike De Bruecker

    Werter Herr Schmitz
    Flandern hat nicht nur eine hohe Impfquote, Flandern hat ebenfalls sehr früh damit begonnen, zu impfen. Somit dürfte der Schutz auch nur noch gering sein

  6. Gerhard Schmitz

    Sehr geehrte Herren Kniepen und Hezel,

    Das bereits von Herrn Leonard abgelehnte Angebot, meine Berechnungen auf der Grundlage des RAG-Berichts Schritt für Schritt gemeinsam durchzugehen, können auch Sie gerne in Anspruch nehmen. Sie können gerne meine E-Mail-Adresse beim BRF erfragen zwecks Kontaktaufnahme.

    Das, was Sie als „Zahlenspielerein“ abtun, ist einfach eine etwas komplexere Mathematik, laut derer die Aussagen von Van Ranst und meine sich keineswegs gegenseitig ausschließen.

    Ich stimme Van Ranst zu, dass der flämische Ungeimpfte ein größeres Risiko eingeht, als der flämische Geimpfte. Gleiches gilt für die ungeimpften und geimpften Brüsseler. Diese Feststellung schließt aber keineswegs mein Ergebnis aus, dass sowohl der flämische Ungeimpfte, als auch der flämische Geimpfte unterm Strich gefährdeter sind, als ihre jeweilige Vergleichsgruppe in Brüssel, mit dem Endergebnis, dass die Flamen ihre Krankenhäuser letztendlich mehr belasten als die Brüsseler. Denn letztendlich soll doch die Anzahl der Covid-Patienten reduziert werden, nicht bloß der Anteil der ungeimpften.

  7. Alexander Hezel

    Herr Schmitz was wollen Sie eigentlich? Können Sie nicht zur Abwechslung mal einen sinnvollen Beitrag zur Bewältigung der Pandemie leisten?

    Ihre „Berechnungen“ interessieren niemanden. Sie sind völlig irrelevant, bringen niemanden weiter und dienen lediglich der Selbstbeweihräucherung.

    Außerdem: Wenn es so sein sollte, „dass die Flamen ihre Krankenhäuser letztendlich mehr belasten als die Brüsseler“, warum ist dann die Belegung der verfügbaren Intensivpflegebetten in Brüssel bei 78% und in den flämischen Provinzen zwischen 57% und 71% (Quelle: RTBF)?

  8. Guido Scholzen

    Vergleich:
    Im November 2020 lag die Belastung bei fast 1.500 Patienten auf der Intensiv-Station.
    Seit Beginn September haben wir in Belgien 1.300 Covid-Tote, 80% weniger als letztes Jahr um diese Zeit. Es hat schon Grippe-Saisons gegeben mit mehr Toten im gleichen Zeitraum, und keinen hat es interessiert, ausser die Angehörigen der Verstorbenen.
    Es ist Zeit, wieder normal zu leben.
    Ob die Impfung dies bewerkstelligt hat, ist schwer zu sagen. Es gibt auch Länder, die trotz Impfung noch große Wellen hatten. Abwarten bis Ende des Jahres.

  9. Gerhard Schmitz

    @Hezel,

    Hätten Sie mal besser mein Angebot angenommen, dann wäre Ihnen der Fehler erspart geblieben, dass Sie Rückschlüsse bzgl. der Belastung der Krankenhäuser wegen Corona aus deren allgemeinen Auslastung ziehen. Es spielt schließlich keine Rolle bei der Bestimmung des Nutzens einer Impfung, ob nun der geimpfte, bzw. ungeimpfte Flame in Gent oder in Brüssel ins Krankenhaus aufgenommen wird, oder ob derzeit viele oder wenige Krebspatienten in Behandlung sind.

    Und Ihr Desinteresse an meinen Berechnungen ist letztendlich der Boden, auf dem die Spaltung der Gesellschaft wunderbar gedeiht. Sie wollen gar nicht wissen, auf welcher Grundlage ich, und die anderen Impfskeptiker zu einer ANDEREN Einschätzung, Überzeugung und schließlich Entscheidung gelangen, als Sie.

    Und ja, das höhere Durchschnittsalter der Flamen spielt mit Sicherheit auch eine Rolle bzgl. Corona-Impakt. Nur warum in aller Welt will man dann die „jungen“ Brüsseler im gleichen Maße (Ziel: >80%) durchimpfen, wie die „alten“ Flamen?

  10. Alexander Hezel

    Für einmal haben Sie Recht Herr Schmitz – ich will in der Tat nicht wissen, welche Hobby-Zahlenspielchen Sie als absoluter Laie aus dem Ärmel zaubern. Interessiert mich nicht. Diesen Unsinn können Sie mit anderen veranstalten; ich vertraue lieber den Leuten, die wirklich etwas von der pandemischen Lage und von der Sache verstehen: Virologen, Ärzte, Epidemiologen, Biostatistiker etc. aber sicherlich keine Ingenieure. Ansonsten können Sie sich ja demnächst ihr Brötchen beim Astrophysiker holen oder Motormechanik vom Metzger erklären lassen, oder Operationen am offenen Herz vom Priester durchführen lassen.
    Nochmal: Ihre Zahlenspielchen sind völlig irrelevant oder sind sie etwa in Fachzeitschriften veröffentlicht und einem Peer Review unterzogen? Nein, sie schaffen es mit Müh‘ und Not in den Kommentarbereich von regionalen Medien. Und Sie meinen es immer noch besser zu wissen als die renommiertesten Wissenschaftler der Welt? Für wen halten Sie sich denn eigentlich?

  11. Jürgen Kniepen

    @Herr Schmitz,

    lassen Sie mich bitte in Ruhe das ich Sie anrufen soll. Völlig abwegig und sinnlos.

    Da sind wir ja teils mal gleiche Meinung, die Intensivbetten frei zu bekommen in BELGIEN. Also, Sie können es drehen wie Sie wollen, mit einem kleinen Pieks werden über 80% der Intensivbetten wieder frei. Also beide wollen wir das Gleiche. Wie wollen Sie die Krankenhausbelegung sonst runter bekommen! Die paar Geimpften rauswerfen um die Horde Ungeimpfter am Lungenbeatmung anzuschließen?. Also entweder Impfen oder wir warten noch ein paar Wochen bis endlich die Impfpflicht für ALLE kommt. Demo bis die Sie heiser sind?

    Die Strafen sind ja doch groß. Man spricht von € 2.500,- beim ersten Mal erwischen, dann verdoppeln. OK, was dann? Jetzt kommt Jules Verne oder Schmitzches Durcheinander für die Zukunft: Evt ab ins Gefängnis.
    Lustig, ein Knast nur für Ungeimpfte hat den Vorteil, dann gelten die meisten zügig als Genesene.

    Alles Utopie, oder?

  12. Dieter Leonard

    @Schmitz

    Ich haben Ihnen mitgeteilt, warum ich keinen „Deal“ mit Ihnen auf dem Rücken hospitalisierter Menschen eingehe. Ihre brotlosen Berechnungen sind von keinerlei Interesse, weil:

    1. Jeder kennt Ihre Absicht;
    2. Ihnen fehlen grundsätzliche Daten, ohne die ihre Zahlenspielereien keinen Sinn machen:
    – Woher stammen die in den jeweiligen Krankenhäusern hospitalisierten Covid-19 Patienten (zumal im Großraum Brüssel)?
    – Wie hoch ist die Immunitätsrate in den vs. Regionen (nicht zu verwechseln mit Impfrate)?
    – Wie sieht der Impfstatus in den unterschiedlichen Regionen und den vs. Altersgruppen aus (Zeitraum seit der letzten Impfung)?
    – Wie ist die Altersstruktur und wie das Verhalten der Menschen in den unterschiedlichen Regionen;

    Hinzu kommen sicher noch andere Faktoren, die weder Sie noch ich kenne.

    Hören Sie auf, die Fische in Ihren trüben Gewässern zu ertränken. Ihre Kampagne verfolgt nur ein Ziel und dies ist mitterweile jedem klar:
    desinformieren, manipulieren und verunsichern.

    Und zur Not wird jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf gejagt (sorry St.Vith).

  13. Uwe Chemnitz

    Also eins kann man feststellen, die Diskussionen hier werden immer aggressiver und sinnloser.
    Befürworter und Leugner…..das macht schon irgendwie nachdenklich

  14. Gerhard Schmitz

    Sehr geehrter Herr Hezel,

    Ihre Bewunderung, die Sie den angeblich „renommiertesten Wissenschaftlern der Welt“ entgegenbringen, nimmt wahrlich religiöse Züge an. Dann fragen Sie mich, für wen ich mich halte. Nun, ich denke jeder Ingenieur sollte über das Rüstzeug verfügen, elementare Elemente der Statistik zu beherrschen, so dass er Ereignistabellen auf Auffälligkeiten, Mittelwerte, Absolutwerte, Proportionalwerte, Korrelationen und potentielle Kausalitäten etc. abklopfen kann, was keineswegs voraussetzt, dass er das Zustandekommen der Ereignistabellen, sprich in vorliegendem Falle medizinische oder epidemiologische Zusammenhänge verstehen muss. Ob es sich nun um medizinische, mechanische Daten oder Daten aus der Sport- oder Finanzwelt handelt, spielt bei der statischen Analyse überhaupt keine Rolle.

    Und meine elementaren Berechnungen als wissenschaftlichen Artikel zu publizieren, wäre in etwa so, als würde ein Mathe-Lehrer seine Unterrichtsunterlagen, in denen er den Pythagoras-Satz erläutert, als wissenschaftlichen Artikel zur Peer Review vorlegen.

    Übrigens warte ich noch auf eine Rückmeldung von Sciensano bzgl. meiner „Erkenntnisse“.

  15. David Schmitz

    Lieber Gerhard,
    Ich verfolge jetzt seit einigen Monaten die Kommentare zum Thema COVID beim BRF. Es stimmt schon dass deine Analysen vom Statistischen Standpunkt meist fundiert sind.

    Nichtsdestotrotz muss ich leider feststellen dass du diese nur zum Dienste der Impfskepsis einsetzt und deshalb nicht wissenschaftlich mit anderen Standpunkten abwägst, was zurecht bemängelt wird.

    Die COVID-Impfung hat bisher Leben gerettet.

    Es wäre fein genau diese Worte von dir zu lesen, von einem Impfkritiker. Das ist statistisch nämlich korrekt. Aber nicht nur von statistischer Bedeutung, sondern für viele Menschen von Lebenswichtiger Bedeutung.

    Das nimmt nicht weg dass du viele Probleme in Bezug zur Impfung offen ansprichst, was für eine kritische und aufmerksame Gesellschaft nötig bleibt.

    Danke wenn die Debatte zum COVID und zur Impfung in dieser Kommentarspalte mehr als Dialog mit Nuance weitergeführt werden könnte und weniger als trockene Selbstbestätigung von bekannten (meist festgefahrenen) Positionen.

  16. Alexander Hezel

    @ Schmitz: „Das Wunderbare an Wissenschaft ist, dass sie wahr ist, ob man daran glaubt oder nicht.“ Neill deGrasse Tyson

    Religiöse bis missionarische Züge hat eher die tägliche Litanei, die vom Schmitzschen Elfenbeinturm in ostbelgischen Medienkommentarspalten gepredigt wird…

    Wie es ein Schmitz mit etwas mehr Vernunft bereits obenstehend gesagt hat: „Die COVID-Impfung hat bisher Leben gerettet.“ Und was hat Schmitz, Gerhard zur Bekämpfung der Pandemie getan?

  17. Dieter Leonard

    @D. Schmitz

    Die „Analysen“ von G. Schmitz sind selbst aus statistischer Sicht meist falsch, da er von falschen Prämissen ausgeht bzw. in Unwissenheit von für die „Analyse“ notwendigen Faktoren, falsche und einseitige Schlüsse zieht.

    Wer in mittlerweile sicher annähernd 1000 Kommentaren nur ein offensichtliches Ziel verfolgt, kann auch in seinem „Enthüllungsdrang“ – um nicht erneut den Begriff Querulanz zu bemühen – und seiner Tätigkeit als Hobby-Epidemiologe nicht ernst genommen werden.

    G. Schmitz ist nicht nur ein Impfgegner. Bereits kurz nach Ausbruch der Pandemie hat er sich mit allen rhetorisch erdenklichen „Argumenten“ gegen alle Maßnahmen gewehrt, von denen er glaubte, dass sie ihn auch nur im Ansatz in seiner sakrosankten individuellen Freiheit einschränken.

    Die vermeintlichen Rationalität und Sachlichkeit seiner statistischen „Analysen“ dient alleine dazu, die Manipulation der Öffentlichkeit zu verschleiern. Sie dient in kaum einem Fall dem notwendigen kontradiktorischen Diskurs.

    (PS. Ich bin gegen eine generelle Impfpflicht und nein, es gibt keine Pandemie der Ungeimpften.)

  18. Edgar Michaelis

    Mit Behauptungen wie ‚hat Leben gerettet‘ sollte man vorsichtig sein, rein wissenschaftlich gesehen…. Jeder tut gut daran nur für sich zu reden und zu entscheiden, da er womöglich, in ein paar Jahren, Konsequenzen, die man keinem wünscht, erleben wird : siehe Web : „COVID Vaccines Might Cause Disease After A Decade Or So, MIT Scientist Says“… Vorsicht war ja schon immer die Mutter der Porzelankiste.

  19. Alexander Hezel

    Falsch, Herr Michaelis, an der Tatsache, dass Impfungen vor schwerem Verlauf schützen und Leben retten gibt es nichts zu rütteln, das wurde bereits in zahlreichen Studien belegt.

    Langzeitfolgen verursacht das Virus, nicht die Impfung. Vorsicht ist vor dem Virus geboten, nicht vor der Schutzimpfung.

  20. Gerhard Schmitz

    Hallo David,

    Ich würde Dir gerne den Gefallen tun, und die Impfung empfehlen, aber leider fehlen mir dazu noch viele Informationen. Ich erinnere dich daran, dass zwischen März und Mai 2021 eine erhebliche Übersterblichkeit (bis zu 20%) in der Altersgruppe 65-74 Jahre beobachtet wurde, just zum Zeitpunkt, wo diese Gruppe durchgeimpft wurde. Bis heute warte ich auf die Verknüpfung der Sterbe- und Impfdatenbanken seitens Sciensano, das übrigens diese Beobachtung bestätigt hatte, um eventuelle Auffälligkeiten bzgl. Impfstatus der Verstorbenen zu entdecken. Wir sind uns einig, dass in dem Falle, wo tatsächlich derlei Auffälligkeiten zu Ungunsten der Impfung aufgezeigt würden, die Impfkampagne wohl weltweit gestorben wäre.

    Ich will gar nicht abstreiten, dass die Impfung Leben rettet, aber dass sie auch Schaden anrichtet, mitunter Leben kostet, wird aus meiner Sicht von der Politik und den Medien auf sträfliche Weise bagatellisiert. Auf die Meldung von stichprobenartig untersuchten Verdachtsfällen vertrauen, ist nicht sorgfältig genug.

  21. Alexander Hezel

    Herr G. Schmitz, seien Sie beruhigt, Sie brauchen die Impfung nicht zu empfehlen, das tun schon andere, die weitaus mehr davon verstehen als Sie und über die „vielen Informationen“ verfügen, die Ihnen noch fehlen.
    Sie können sich also weiter hobbymäßig mit Excell-Tabellen und Zahlenzauberei befassen und die Pandemiebekämpfung den Fachleuten überlassen…

  22. Gerhard Schmitz

    @Leonard,

    Offenkundig haben Sie den Sciensano-Bericht „Evaluation de la situation épidémiologique RAG 17/11/2021“ nicht gelesen. Darin hätten Sie die Antworten auf Ihre Fragen (Ihr Kommentar vom 24. NOVEMBER 2021 – 20:50) gefunden, siehe Seiten 11-12, Tabellen 2 bis 4.

    @Kniepen,

    Wie kommen Sie darauf, dass „mit einem kleinen Pieks über 80% der Intensivbetten wieder frei werden“? Im aktuellen COVID-19 BULLETIN EPIDEMIOLOGIQUE HEBDOMADAIRE (19 NOVEMBRE 2021) ist folgendes zu lesen: „Au cours de la période du 1er au 14 novembre 2021, un total de 526 personnes ont été admises en USI en raison de la COVID-19 en Belgique. Parmi elles, 185 n’étaient pas vaccinées, 9 l’étaient partiellement, 262 l’étaient entièrement et le statut vaccinal n’a pas été rapporté pour 70 d’entre elles.“ Also waren 35% ungeimpft, 50% doppelt geimpft, 2% einmal geimpft und 13% mit unbekanntem Impfstatus.

  23. Dieter Leonard

    @Schmitz

    Offensichtlich haben Sie entweder meine Anmerkungen bzw. Fragen nicht gelesen oder nicht verstanden oder Sie haben den Sciensano-Bericht nicht oder nicht aufmerksam gelesen. Keine dieser Fragen wird dort beantwortet.
    Perfider geht es kaum noch.

    Eine weitere Erklärung für die vermeintlich paradoxe Situation in den Brüsseler bzw. flämischen Krankenhäusern könnte auch darin liegen, dass die epidemiologische Situation und das Verhalten der Menschen in Flandern nach der frühzeitigeren Aufhebung von Maßnahmen (u.a. Maskenpflicht) wieder zu einem schnelleren und stärkeren Anstieg der Inzidenzen und somit auch der Hospitalisierten geführt hat.

    Ich erinnere Sie daran, dass auch Sie vor wenigen Monaten – entgegen der zur Vorsicht mahnenden Virologen – die Pandemie für beendet erklärt haben, „da es zu diesem Zeitpunkt ja keine Übersterblichkeit gab“.
    Einen ähnlichen Fehler haben die Politiker in Flandern (und auch der DG) begangen, die den Menschen suggerierten, die Pandemie sei vorbei.

    Hinter ihren Berechnungen versteckt sich kein Impfversagen, sondern eine intellektuelle und moralische Bankrotterklärung.

  24. Edmund Gebser

    Sehr geehrter Herr Gerhard Schmitz, (soviel Zeit, Anstand und Höflichkeit sollte sogar jemand wie Sie aufbringen können)

    Sie schaffen es immer wieder mich zu verblüffen. Obwohl Sie scheinbar alle Zeit der Welt haben Statistiken zu finden die Ihrem Weltbeild entsprechen schaffen Sie es nicht relevante Informationen für das Impfen zu finden. Es mag zynisch klingen aber Ihren Weg zur „natürlichen Imunität“ haben in Deutschland seit Beginn der Pandemie 100.000 Menschen mit dem Leben bezahlt. Reicht Ihnen das noch nicht? Solange Ihr „Irrglauben“ nur Sie gefährdet ist er mir völlig egal, Leider versuchen Sie aber auch Andere zu „missionieren“. Die Worte die mir dazu einfallen sind allerdings noch zynischer und, im Gegensatz zu Ihnen, möchte ich das den Angehörigen der Opfer die hier mit Grausen mitlesen nicht zumuten..

  25. Dieter Leonard

    Wie wäre es, angesichts der sich täglich verschlechternden Situation in den Krankenhäusern und der gesellschaftlichen Herausforderung, ein mindestens 3-wöchiges demütiges Kommentarmoratorium einzulegen und stattdessen seinen ganz persönlichen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie zu leisten?

    Geimpft oder nicht geimpft, es liegt in der jetzigen Situation und angesichts der Tatsache, dass die Politik der Entwicklung nur noch hinterher hechelt, in der Hand jedes Einzelnen durch sein Verhalten dazu beizutragen, diese 4. Welle zu brechen.

    Da die Politik irgendwann das Versprechen abgegeben hat, dass es zu keinem Lockdown mehr kommt und die letztens getroffenen Maßnahmen eher Resultat von Zögern und gemeinschafts- bzw. machtpolitischer Überlegungen, statt verantwortungsbewusstem Handeln waren, wird es wohl auf die so oft eingeklagte individuelle Verantwortung ankommen.

    Es wird sich spätestens Weihnachten zeigen, ob unsere individualistische Gesellschaft dieser Verantwortung gerecht wird. Herausreden kann sich jetzt niemand mehr.

    Bis dahin ALLEN alles Gute!

  26. Gerhard Schmitz

    @Leonard

    Zu Ihrer ersten Frage: Für die Bestimmung der Wirksamkeit der Impfung spielt es keine Rolle, in welches Krankenhaus der Covid-Patient aufgenommen wird, sondern, DASS er aufgenommen wurde.

    Zu Ihrer zweiten Frage: Die Höhe der „Immunitätsrate in den vs. Regionen (nicht zu verwechseln mit Impfrate)?“ kann auch Sciensano nicht ermitteln, sondern stellt hier lediglich Vermutungen an.

    Zu Ihrer dritten Frage: Siehe Tabelle 2 bis 4.
    „Tableau 2 Incidence cumulée (14 jours) des hospitalisations par 100 000, par région, groupe d’âge et statut vaccinal, période 01 – 14/11/2021“
    « Tableau 3 Incidence cumulée (sur 14 jours) des admissions en USI par 100 000 personnes, par région, groupe d’âge et statut vaccinal, période 01 – 14/11/2021 »
    «Tableau 4 Pourcentage et nombre de personnes non vaccinées par région et par groupe d’âge»
    Das Verhalten der Menschen wird auch nicht von Sciensano erfasst bzw. nicht bei der Bewertung des Impfschutzes berücksichtigt.

  27. David Schmitz

    Guten Abend Gerhard,

    Habe ich dich im Kommentar gefragt mir den Gefallen zu tun die Impfung zu empfehlen? Das stimmt nicht und ist nicht meine Absicht.

    Es freute mich zu lesen dass du nicht abstreitest dass die Impfung Leben rettet.

    Dass du die Impfung als ‚schädlich‘ darstellst steht dir als Behauptung frei. Wie du selbst sagst fehlen dir momentan die Beweise um eine mögliche Lethalität an die Impfung zu verknüpfen.

    Hierzu meine Reaktion: Die Impfung hat Nebenwirkungen und ist nicht nur eine ‚Happy Hour‘ für alle die sich haben impfen lassen. Die Impfung hat messbare Vorteile im Medizinischen Bereich errungen aber ist bestimmt kein Wundermittel wie bei Asterix und Obelix, und: die Impfung hat leider wohl wie bei Asterix und Obelix eine in der Zeit abnehmende Wirkung.

    Ich möchte jedoch behaupten dass wir heute nicht heiter Kommentare auf der BRF-Seite schreiben würden, wenn wir heute noch ohne Impfung in der Welt leben würden.

  28. Gerhard Schmitz

    Hallo David,

    Dass „momentan die Beweise um eine mögliche Lethalität an die Impfung zu verknüpfen fehlen“, liegt auch daran, dass Sciensano offenkundig kein Interesse erkennen lässt, der fraglichen auffälligen Übersterblichkeit auf den Grund zu gehen bzw. seine Erkenntnisse diesbezüglich kundzutun. Die Verknüpfung der fraglichen Daten (Impfstatus, Sterbefälle) ist ein Kinderspiel. Wäre das Ergebnis im Sinne der Impfstoffsicherheit, würde Sciensano es sicherlich veröffentlichen, um die Impfbereitschaft zu fördern. Und wären des Weiteren die Impfstoffe so sicher, wie behauptet wird, hätten doch die Hersteller die Haftung für Schadensfälle zwecks Förderung des Vertrauens in die Impfstoffe übernehmen können.

    Die Gegenüberstellung der Corona-Wellen mit den Grippe-Wellen der vergangenen Jahre bzgl. Todesfälle und Krankenhausbelastung würde des Weiteren eine realistische Einschätzung des Ausmaßes der Katastrophe ermöglichen. Wird aber überraschenderweise nicht gemacht?

    Bereits all das wirft doch unweigerlich Fragen auf, die mich, solange sie unbeantwortet bleiben, daran hindern, mich für die Impfung zu entscheiden.