La Boum 2: Staatsanwaltschaft Brüssel übernimmt Untersuchung gegen MR-Gemeinderatsmitglied

Die Brüsseler Staatsanwaltschaft übernimmt von ihren Kollegen aus Charleroi die Untersuchung gegen den MR-Politiker Julien Reintjens. Gegen den 34-Jährigen läuft eine Untersuchung, weil er am verbotenen Fake-Festival "La Boum 2" in Brüssel teilgenommen hatte und zuvor auf Facebook mit Gewalt gegen Polizisten gedroht hatte.

La Boum 2 in Brüssel (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

La Boum 2 in Brüssel (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

Ein Foto von sich mit entblößtem Oberkörper und einer Art großer Axt in den Händen hatte der MR-Politiker in den Sozialen Medien gepostet. Und dazu geschrieben: „Bois de La Cambre, ich komme“. Außerdem soll Reintjens vor der zweiten Auflage der illegalen Riesenparty am Samstag in Brüssel auch öffentlich damit gedroht haben, „einige Helme einzuschlagen“.

Ein Verhalten, auf das der Vorsitzende der frankophonen Liberalen, Georges-Louis Bouchez, mit Entsetzen reagiert hat. Als MR-Präsident verurteile er die Aussagen von Reintjens, für so etwas gebe es in seiner Partei keinen Platz. Bouchez will auch, dass sich der MR-Lokalpolitiker Reintjens vor den zuständigen Parteigremien verantworten muss.

Reintjens muss sich Mittwochabend vor den zuständigen MR-Parteigremien verantworten. Ihm droht der Parteiausschluss. Von seinem Mandat als Gemeinderatsmitglied von Châtelet ist er inzwischen zurückgetreten.

schb/vk