N-VA unterbreitete „unmoralisches Angebot“ bei Regierungsbildung in Flandern

Die N-VA hat letztes Jahr mit dem Gedanken gespielt, eine flämische Regierung mit dem rechtsradikalen Vlaams Belang zu bilden. Das erklärte die ehemalige Open-VLD-Vorsitzende Gwendolyn Rutten im flämischen Rundfunk.

Bart De Wever bei der Pressekonferenz am Montag (Bild: Benoît Doppagne/Belga)

N-VA-Chef Bart De Wever (Archivbild: Benoît Doppagne/Belga)

Die N-VA habe ihrer Partei und auch der CD&V vorgeschlagen, sich auf ein solches Projekt einzulassen. Im Gegenzug habe die N-VA versprochen, die Open VLD mit vielen Ministerposten reichlich zu belohnen, sagte Rutten.

Dies sei für die flämischen Liberalen aber nicht infrage gekommen. Bis heute gilt die Vereinbarung unter den demokratischen Parteien des Landes, niemals eine Regierung mit dem rechtsradikalen Vlaams Belang zu bilden.

vrt/okr

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4 Kommentare
  1. Jean-Pierre DRESCHER

    Was machen die erst, wenn der VB demnächst vom Trend her über 50 Prozent kommt, vielleicht schon bei der nächsten Föderalwahl?

    Ich bin kein Freund dieser Seperatistenpartei, aber wenn man ihn und seine Wähler weiter so ausgrenzt sehe ich große Probleme kommen.

  2. Alfons van Compernolle

    Jean-Pierre Drescher : Ich bin Ihrer Meinung, ABER wenn ich bei der NVA nur Bauchweh bekomme bei dem Gedanken an einer Teilnahme einer Fed.-Regierung, bei einem gleichgelagerten Gedanken betr. Vlaams Belang komme ich in Aufruhr und werde nicht nur unruhig! Das Grundproblem, denke ich ist, dass in allen in allen Fuehrungsetagen der Tradi.-Parteien , auch meiner SP.a , die Sorgen & Noete
    des Waehlers nachrangig geworden sind. Die Parteiprogramme, geschrieben von Frau & Herr Dr……. Abgeordnete/ Abgeordneter und das was sie glauben erkannt zu haben, als notwendig ansehen, aber real sehr weit fernab jeglicher Realitaet,
    steht im Vordergrund und ist das Problem. Es sollten sehrviel mehr Arbeiter und
    Angestellte ohne Uni.-Abschluss in den Parlamenten sitzen, damit sehrviel mehr Realitaet eben dort wieder einzieht.

  3. Alfons van Compernolle

    Ich traue der NVA wohl zu, derartige Angebote zu unterbreiten, nur um ihr Ziel
    zumindest naeher zu kommen. Mit Moral und Anstand hat das nichts mehr zu tun.
    Gab es da vor langer Zeit nicht einmal eine Device: “ Das Ziel rechtfertigt jeden Weg“ ? Schon in der Bibel kann man nachlesen, dass zur Erreichnung eines Ziels, Moral und Anstand eine untergeordnete Rollen spielten. Ich erinnere hier
    an den Verrat betr. Jesus , als nur ein Beispiel , ein anderes die Papstwahlen im Mittelalter, welche durch weg eine Frage des Geldbeutels waren ! In unser heutigen politischen Landschaft sieht es nicht anders aus, der Waehler spielt da nur eine ankreuzende Rolle, seine Sorgen & Probleme sind zweitrangig.

  4. Jean-Pierre DRESCHER

    ALFONS VAN COMPERNOLLE, im großen und ganzen gebe ich Ihnen Recht.

    Genau aus dem Grunde der großen Probleme mit rechtsextremistischen Parteien im wallonischen wie im flämischen Gebiet gibt es für mich keine Alternative zu einer sozialistischen Koalition einschließlich der PTB und Ecolo.

    R2G mag nicht das Optimum sein, aber Sie wissen genau wie ich dass schon im Prediger steht dass „es nicht beim Menschen steht seinen eigenen Weg zu gehen“. Die perfekte Regierung wird es demnach in dieser Welt erst recht nie geben und wir sollen froh sein, wenn halbwegs gemäßigte Personen auch aus Ihrer Partei allen Menschen besonders hier in der DG aber auch bei unseren Nachbarnationen für ein wenig Ruhe an der Front sorgen koennen.

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