Populist Salvini zu Gast beim Vlaams Belang

Der Chef der rechtspopulistischen italienischen Lega-Partei, Matteo Salvini, ist in Antwerpen mit Mitgliedern des rechten Vlaams Belang zusammengekommen.

Matteo Salvini (l.) und VB-Chef Tom Van Grieken

Matteo Salvini (links) macht ein Selfie mit Vlaams-Belang-Chef Tom Van Grieken (Bild: Dirk Waem/BELGA)

Die Partei und ihre Europa-Fraktion hatten Salvini zu einem Meeting eingeladen. Ein vom Vlaams Belang finanzierter Privatjet hatte den Lega-Chef nach Belgien gebracht. Das Meeting stand unter dem Motto „Neue Hoffnung für Europa“.

Vom Vlaams Belang wurde Salvini wie ein Rockstar empfangen. Knapp tausend Zuhörer kamen in die frisch renovierte Handelsbörse.

Salvini lobte die Zusammenarbeit zwischen den rechtsextremen Parteien und sagte, der Vlaams Belang werde in Flandern an die Macht kommen, so wie es für die Lega in Italien sein werde.

Proteste

Gegen die Veranstaltung wurde in Antwerpen auch protestiert. Etwa 250 Antifaschisten versammelten sich auf dem Hendrik-Conscience-Platz. Sie demonstrierten gegen die Zusammenkunft in der Börse und gegen eine Veranstaltung der europäischen Fraktion „Identität und Demokratie“, zu der auch der Vlaams Belang gehört.

Außerdem protestierte eine kleinere Gruppe von etwa hundert Italienern auf dem De Coninckplein gegen Salvini.

belga/vrt/cd/jp

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17 Kommentare
  1. Andreas Heuer

    So sieht sie aus. Die hässliche Fratze der rechten Populisten.
    Wehret den Anfängen.

  2. Alfons van Compernolle

    Sehr geehrter Herr Heuer
    ich kann Ihnen nur Zustimmen. Die Neo-Nazis und ihre kranksinnige Idiologie
    finden auch noch wachsende Zustimmung, was ich sehr viel schlimmer finde.
    Aus der Vergangenheit wenig gelernt und fuer die Gegenwart erblindet ,
    die Neo-Goebbelsche Propaganda traegt ihre Fruechte.
    Wir sollten aber nicht alleine die Schuld bei diesen Neo.-Nazis suchen, sondern auch bei uns , wir die diese schraegen Voegel nicht bei Zeiten zur Hoelle geschickt haben, sondern unter dem Deckmantel “ die Demokratie, muss dieses aushalten“ , indirekt gefoerdert haben. LEIDER !

  3. Wahl, Joachim

    Fallen diese beiden „Beiträge“ noch unter „sendbar“? Der brf verläßt mit dem Veröffentlichen solcher „Meinungen“ eindeutig den Bereich des „Guten Geschmacks“. Jawohl, das muß Demokratie aushalten. Genauso wie diese verabscheuungswürdigen Kommentare! Wie „schicken“ Sie eigentlich Menschen zur Hölle?

  4. ralf zilles

    Lieber Herr Wahl,

    zum Glück schweigen viele Menschen nicht, wie in den 30er Jahren ! Sie sollen sich schämen, Vlaams Belang-Anhänger und Salvini zu verharmlosen!

  5. Carl Schumacher

    Soweit mir bekannt ist der VB eine demokratische Partei die bei den letzten Federalwahlen 810.177 Stimmen geholt hat und meines Wissens nach hat der VB nie von der Partei des Herrn AVC, welche 455.034 Stimmen errang gesagt: „…wir die diese schraegen Voegel nicht bei Zeiten zur Hoelle geschickt haben“. Wie war das mit der hässlichen Fratze?

  6. Andreas Heuer

    Ginge es nach ihnen, Herr Wahl, dürfte der BRF zahlreiche Kommentare oder Berichte nicht veröffentlichen, die das Thema Klimawandel oder Regenerative Energien betreffen. Haben sie ein Problem mit Meinungen, die ihnen nicht passen, oder die sich gegen ihre Ideologie wenden?
    Der Ausdruck „hässliche Fratze“ wird im übertragenen Sinn u.a. für die schädlichen Auswirkungen einer Ideologie benutzt.
    Da es sich beim durch die Herren Salvini und Van Grieken manifestierten Rechtspopulismus bzw. Rechtsextremismus um schädliche und kritikwürdige Ideologien handelt, ist an dieser Beschreibung wohl kaum etwas auszusetzen.

  7. Andreas Heuer

    Netter Vergleich, Herr Schumacher.
    Auch die NSDAP war eine demokratisch gewählte Partei, die bei den Reichstagwahlen 1933, 42% der Stimmen erhielt. Die SPD erhielt 19 Prozent.
    Ich muss ihnen nicht erzählen, wie die Geschichte weiter ging.
    Ja, es gibt die hässliche Fratze der Rechtsextremisten und Faschisten (richterlich genehmigte Bezeichnung) vom Schlage eines Björn Höcke und seiner Gesinnungsgenossen in Belgien, Italien und sonstwo.
    Gut zu wissen, wen sie verteidigen.

  8. Carl Schumacher

    Sehen Sie Herr Heuer, ich verteidige zunächst keine Partei sondern unseren Rechtsstaat. Laut unseren Gesetzen ist der VB eine zugelassene politische Partei. Anhänger einer solchen als Fratzen zu bezeichnen oder sie gleich in die Hölle schicken zu wollen ist nichts anderes als der Ausdruck gewisser sich moralisch überlegen fühlender Individuen sich über Recht und Gesetz stellen zu wollen und sich in einer Gutmenschenmentalität zu suhlen und demokratische Spielregeln außer Acht zu lassen.
    Die anderen sind die Nazis und Schlechtmenschen die man beleidigen und sogar mit Gewalt ausrotten darf, man selbst ist der „Gute“. Und wenn Sie glauben Vergleiche mit der Nazizeit anstellen zu müssen, so sei ihnen gesagt dass die Machtergreifung der Nazis keineswegs demokratisch erfolgte und es wohl ebenso verheerende Machtergreifungen der „Roten“ gegeben hat, und augenscheinlich viel mehr Opfer. Sie haben in ihrem Überlegenheitsgefühl Anderen gegenüber recht viel mit den Nazis gemeinsam.

  9. Alexander Hezel

    Herr Schumacher, ihre Verteidigung des Rechtsstaats in Ehren – ich teile auch ihre sehr pertinente Feststellung, dass der Vlaams Belang nach demokratischen Prinzipien gewählt wurde. Desalb muss man diese rechtsextreme Partei noch lange nicht gutheißen. Vergleiche mit Opfern von „roter“ Gewalt sind m.E. nicht zielführend: Wollen wir wirklich die Toten gegeneinander aufwiegen?
    Ob die Verteufelung dieser Partei hilfreich ist, wage ich auch zu bezweifeln, denn dadurch wird sie nur mehr in die „Opferrolle“ gedrängt, in der sich alle rechtsextremen Parteien gerne wähnen. Wer nun schlussendlich die „onze Mensen“ (auch in Flandern geborene, Flämisch sprechende, Muscheln und Fritten essende Menschen aus Zuwanderamilien?) sind, die VB in ihrem Wahlslogan zu verteidigen scheint (gegen was? wen? warum?), bleibt immer noch ein Rätsel. Allen rechtsextremenen Parteien ist das schüren von Ängsten, das Aufplustern zu Heilsbringern gegen vermeintliche Gefahr von anderen (für die „Identität“) gemein. Wer das durchschaut hat, kann diese Leute nur als „verabscheuungswürdig“ bezeichnen.

  10. Carl Schumacher

    Herr Hezel, wer hätte das gedacht, aber ich bin mit Ihnen in mehreren Punkten einverstanden. Bis auf eine winzige Kleinigkeit: das Schüren von Ängsten und das Aufplustern zu Heilsbringern gegen vermeintliche Gefahr ist nicht nur rechtsextremen Parteien gemein, auch Atomkraftgegner, Klimaretter, Linke und Grüne und andere Interessengruppen verstehen sich sehr gut darauf. Sind die alle jetzt „verabscheuungswürdig“?

  11. Alexander Hezel

    Na na Herr Schumacher, hier sind wir aber mitten in „Äpfel und Birnen“: Rechtsextremisten schüren Ängste aufgrund von rassistischen Ressentiments und Ideologien – Atomkraftgegener, Klima“retter“ (ihre Bezeichnung), Linke und Grüne weisen auf reelle Gefahren für den Erhalt des Planeten und die Menschheit hin, die wissenschaftlich untermauert sind. Wenn Sie dass als Angstmache emfpinden, ist das eigentlich nur ein „Die Fakten nicht wahr haben wollen“. Die rechtsextremen Thesen basieren wie gesagt auf keinerlei belastbaren Fakten, sondern auf plumpem Rassismus (Stichwort „onze Mensen“ – „über alles“?)…

  12. Carl Schumacher

    Nein Herr Hezel, ich vergleiche keinesfalls Äpfel mit Birnen. Grüne, Linke, Klimaretter, Atomkraftgegner und andere Gruppen sind keinen Deut besser in ihren Methoden, da hilft auch kein Verweis auf wissenschaftliche (nicht existierende) Beweise.
    Um aber auf das Thema des Artikels zurückzukommen: der VB mag als rechtsextrem gelten, ist aber rechtlich keine rassistische Partei, es sei denn sie können ihm das beweisen. Wenn nicht wäre ich mit solch einer Anschuldigung an Ihrer Stelle vorsichtig.

  13. Alexander Hezel

    Wollen Sie sich argumentatorisch wirklich auf die Trump-Ebene begeben und behaupten, die „Bösen“ seien auf „beiden Seiten“ (Charlottesville)? Whataboutism vom Feinsten. Eine rechtsextreme Partei wie Vlaams Belang scheinbar relativieren zu wollen – das entnehme ich ihrer Argumentation – halte ich auch nicht für eine vertretbare Posistion.
    Nur weil der Vlaams Blok sich zu Vlaams Belang umgetauft hat, um weiterhin Dotationen zu erhalten, heißt das nicht, dass er bzw. seine Mitglieder deshalb weniger rassistisch ist/sind… Immer wieder sind Mitglieder durch rassistische Äußerungen aufgefallen und die Nähe zu anderen rechtsextremen und rassistischen Organisationen kann auch nicht darüber hinweg täuschen, dass sich VB wie auch die AfD, usw. eine „gutbürgerliche“ Fassade verpasst, hinter der das braune Gedankengut immer noch brodelt. VBer sind leider gewieft genug, um rassistische Ideen zu vehikulieren, ohne sie deutlich auszusprechen – das macht sie umso gefährlicher. VB trägt vielleicht nicht den offiziellen Stempel „rassistisch“, aber ist sie es dafür weniger?

  14. Mario Meis

    Sie wissen doch, Herr Schumacher, die einen sind die guten, die anderen die schlechten!Das ist dann wie bei den Demonstrationen.
    Die einen werden von den Medien hofiert, die anderen eben nicht!

  15. Marcel scholzen eimerscheid

    Die Linksextremen schueren die Angst vor dem Klimawandel. Die Rechtsextremen schueren die Angst vor Auslaendern. Daher ist keiner besser. Sind beide gefaehrlich fuer Demokratie und Rechtsdtaat.

  16. Bea Schlenter

    Herr Scholzen,
    Ist ihnen eigentlich bewusst, was sie da schreiben? Ich glaube nicht.
    Der Klimawandel ist kein Thema von Linksextremisten sondern steht auf der Agenda der Weltgemeinschaft. Das Pariser Klimaabkommen wurde von 197 Staaten unterschrieben. Von der ganze Welt! Außer Trump‘s USA, Syrien und Nicaragua.
    Fast täglich weisen Wissenschaftler auf die Gefahren hin, die durch einen weiteren Anstieg der Temperatur auf der Erde drohen. Sind das alles Linksextremisten?
    Nicht die Menschen, die sich berechtigte Sorgen um die Lebensumstände auf der Erde machen, sind gefährlich für die Demokratie und den Rechtsstaats, sondern Leute wie sie, die ihren Kopf in den Sand stecken.
    Während andere sich für das Gemeinwohl einsetzen und sich die Hände schmutzig machen, verspritzen sie nur Gülle.
    In Eimerscheid möchte ich angesichts dieses Gestanks nicht wohnen.

  17. Marcel scholzen eimerscheid

    Werte Frau Schlenter.
    Es gibt einen Unterschied zwischen berechtigten Warnungen und Panikmache(=Angstschueren), um politisch Kapital daraus zu schlagen, wie es zum Beispiel Extinction Rebellion tut.

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