SP.A-Chef fordert PS zu Gesprächen mit N-VA auf

Der Parteichef der flämischen Sozialisten, John Crombez, hat die frankophone Schwesterpartei PS dazu aufgerufen, in Hinsicht auf die Bildung einer Föderalregierung mit den flämischen Nationalisten der N-VA zu sprechen. Wenn zwei große Parteien für die Bildung einer Regierung nötig sind, dann sollte man sich doch immerhin mal an einen Tisch setzen können, sagte Crombez.

SP.A-Chef John Crombez (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

SP.A-Chef John Crombez (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

Die flämischen Sozialisten als Teil der flämischen Regierung: Für einige Beobachter hätte das die Möglichkeit eröffnet, auf föderaler Ebene Gespräche zwischen den frankophonen Sozialisten der PS und der N-VA zu ermöglichen. Wenn die flämische Schwesterpartei mit der N-VA zusammenarbeitete, würde das eine Öffnung der PS Richtung N-VA erleichtern. So die Vermutung.

Jetzt wird die flämische Regierung ohne SP.A gebildet. SP.A-Parteichef Crombez ist deshalb aber nicht verärgert. Alles sei korrekt verlaufen bei der Behandlung seiner Partei. Man habe miteinander gesprochen. Aber letztlich seien die Unterschiede zu groß gewesen, sagte Crombez am Dienstag in der VRT-Sendung Terzake.

Für die Weigerung der PS, nicht mit der N-VA zu sprechen, zeigte Crombez kein großes Verständnis. Bei der Bildung einer Föderalregierung gehe es ja letztlich um die Organisation des Landes. Und „wenn man über die Organisation des Landes sprechen will, sei es Konföderalismus oder anderes, und es da eine Partei gibt, die groß und nötig für diese Organisation ist, dann muss man der Partei doch zumindest zuhören“, sagte Crombez.

Kay Wagner

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