Vlaams Belang spricht von „Koalition der Verlierer“

Die rechtsextreme Partei Vlaams Belang ist bei den Verhandlungen über eine neue flämische Regierung nicht dabei. Der Vorsitzende Tom Van Grieken reagierte enttäuscht.

Tom Van Grieken, Vorsitzender des Vlaams Belang

Tom Van Grieken bei einer Wahlveranstaltung (Archivbild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

Van Grieken sprach von einer verpassten Chance. Die angestrebte Koalition sei eine „Koalition von Verlierern“, sagte Van Grieken.

Bart De Wever sagte, er habe den Vlaams Belang nicht einfach so fallen lassen. Er habe es versucht, aber eine Zusammenarbeit sei unmöglich – heute und seiner Meinung nach auch in Zukunft.

Außer dem Vlaams Belang sind auch die flämischen Grünen und Sozialisten, Groen und SP.A, bei den Koalitionsverhandlungen außen vor. Auch sie übten Kritik an der geplanten Koalition. Nach Ansicht von Groen kommt der Kampf gegen den Klimawandel in der Note von Bart De Wever zu kurz.

Open VLD und CD&V geben grünes Licht für Koalitionsverhandlungen mit N-VA

vrt/est

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4 Kommentare
  1. Alfons van Compernolle

    Wir die Belgier/innen haetten verloren, wenn wir dem V.B. mit ihrem geschickt versteckten NS.-Gedankengut der alten und verbotenen NSDAP,eine Machtposition in gleich welcher Regierung gegeben haetten.
    Wir die Belgier/innen haetten unsere Demokratie & Sozialstaatlichkeit und schlussendlich auch die Einheit des Belgischen Staats verloren.

  2. Edgar Fink

    @Alfons van Compernolle
    Sie schreiben Unsinn. Die Wähler in Flandern haben den Vlaams Belang so stark gemacht, niemand anders. Das erzielte Wahlresultat des VB ist das Ergebnis eines demokratischen Wahlvorgangs auch wenn es ihnen nicht passt. Dieser praktizierte „Cordon sanitaire“ ist hingegen eine absolut undemokratiscche Vorgehensweise von Parteien (auch ihrer SPA), die Angst haben, ihre Macht zu verlieren.
    Mal abwarten, wie es mit dem Föderalstaat weitergeht und mal sehen, wie der augenblickliche Wahlsieger VB bei den nächsten Wahlen in ihrem Vlaanderen abschneidet.

  3. Jean-Pierre DRESCHER

    Uns bleibt nichts anderes übrig, als den Willen der Mehrheit der Flamen zu respektieren, auch wenn ich diesen flämischen Sezessionismus für ziemlich dumm und rein egoistisch motiviert halte.

    Es wird erzählt, dass die Niederlande unter keinen Umständen mit den Flamen einen Staat bilden wollen, sollten sich VB und N-VA mit ihrer egoistischen Seperationspolitik rein hypothetisch betrachtet tatsächlich irgendwann durchsetzen.

    Durch eine vernünftige Föderalreform für das Belgien-zu-Viert aus vier wirklich teilautonomen Gemeinschaften, wie es schon vor vielen Jahren KHL vorgeschlagen hatte, dürften der VB und der N-VA auf kurz oder lang ihre jetzigen Fans verlieren.

  4. Marcel scholzen Eimerscheid

    Ob es einem gefaellt oder nicht, Flandern will mehr Autonomie. Und mit dieser Tatsache muss man irgendwie umgehen. Eine Verweigerungshaltung nuetzt da wenig. Das staerkt nur die Extremisten. Besser waeren konstruktive Gespraeche mit dem Ziel einer abschliessenden Staatsreform. Ergebnis muesste ein Belgien aus vier Regionen (in noch zu bildeten Grossgemeinden unterteilt) mit einem Einkammerparlament sein. Und einer klaren und logischen Kompetenzverteilung zwischen Regionen und Zentralstaat. Provinz, Gemeinschaft, Senat abschaffen. Sind nur unnuetze Kostenfaktoren. Nur so hat Belgien eine Zukunft.

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