1958: Expo 58 – Fortschrittsglaube und Kolonialismus

1958 – Das Jahr der Weltausstellung in Brüssel: Die größte Veranstaltung dieser Art, die Belgien bisher erlebt hat.

Foto: SAE

Auf einem Gelände von 200 Hektar zeigen sich von April bis Oktober 48 Länder von ihrer besten Seite und präsentieren vor allem ihre technischen Errungenschaften. So zeugt das Atomium von den Erwartungen und vom Glauben an die friedliche Nutzung der Kernenergie.

Die riesige Schau zieht täglich tausende Besucher an. So auch die Abiturientin Marie-Josée. Begeistert berichtet sie ihrer Brieffreundin Monika in München. Ihr Brief zeugt vom Fortschrittsglauben der Nachkriegszeit, und die Briefschreiberin bedient sich des Wortschatzes und der Begriffe der späten fünfziger Jahre.

Werner Miessen

3 Kommentare
  1. Marcel Scholzen eimerscheid

    Kolonialmus gibt es heute noch. Beispielsweise kontrolliert Frankreich noch immer die Währungen vieler ehemaliger Kolonien in Afrika (Stichwort Franc Cfa, Komoren-Franc).

  2. Andre Schmidt

    und all die franzôsischen, niederländischen, englischen,… Gebiete, die auf der ganzen Welt verteilt liegen…

  3. Yves Tychon

    Meine Herren,
    Ihre Ausführungen kann ich nicht nachvollziehen: gerade wenn ein Land eine galoppierende Inflation aufweist und die Einwohner mit den heimischen Geldscheinen nur noch ihre Wohnung tapezieren können, hilft es der Wirtschaft ein wenig auf die Beine, wenn eine harte Währung US-Dollar als Hauptzahlungsmittel eingeführt wird (Zimbabwe, Ecuador).
    Ansonsten kann ich nur jedem empfehlen, zwischen frz. Überseegebieten und benachbarten unabhängigenStaaten zu reisen, um die Unterschiede zu erfassen. Sowohl im indischen Ozean wie auch in den Antillen werden Sie feststellen, dass große Teile der Bevölkerung in den in DOM/TOMs mit den Sozialleistungen der Republik ganz gut über die Runden kommen – ohne einen Finger krumm zu machen. In den benachbarten unabhängigen Staaten hat man es hingegen i.d.R. mit dynamischen, fleißigen Leuten zu tun, die sich redlich bemühen, den Besuchern einen denkwürdigen Aufenthalt zu bieten!