Nach erneuter Krawallnacht: Nordirlands Regierung hält Sondersitzung

Nach neuen nächtlichen Krawallen in Nordirland hat die Regierung die Ausschreitungen scharf verurteilt.

Der ausgebrannte Bus in Belfast (Bild: Paul Faith/AFP)

Der ausgebrannte Bus in Belfast (Bild: Paul Faith/AFP)

Das verlautete nach einer Sondersitzung der nordirischen Einheitsregierung. Die Regierung besteht aus den größten Parteien der beiden Lager in Nordirland: das sind die pro-britische DUP und die republikanische Sinn Fein. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es, Zerstörung und Gewalt seien inakzeptabel und nicht zu rechtfertigen.

Nach Polizeiangaben waren bei Krawallen in der Nacht zum Donnerstag mindestens sieben Polizisten verletzt worden. Ein Linienbus ging in Flammen auf. Der Vorfall ereignete sich an einer Kreuzung zwischen einem protestantischen und einem katholischen Wohnviertel.

Auch der britische Premierminister Boris Johnson zeigte sich sehr besorgt von den Ausschreitungen.

In der britischen Provinz kommt es seit Tagen zu Ausschreitungen, bei denen inzwischen Dutzende Polizisten verletzt wurden. Sicherheitsbehörden vermuten dahinter teils militante protestantische Gruppierungen, die auch im Drogenhandel tätig sind. Auch der Sonderstatus von Nordirland, wie er im Brexit-Abkommen festgelegt wurde, stößt in Teilen des protestantischen Lagers auf Widerstand.

dpa/est/sh

Ein Kommentar
  1. Yves Tychon

    « Brexit means Brexit »