Lage an türkisch-griechischer Grenze bleibt angespannt

Die Lage an der griechisch-türkischen Grenze ist weiterhin sehr angespannt.

Migrant auf der griechischen Insel Lesbos (Bild: Aris Messinis/AFP)

Migrant auf der griechischen Insel Lesbos (Bild: Aris Messinis/AFP)

Griechische Sicherheitskräfte haben am Montagvormittag wieder Tränengas und Blendgranaten gegen Migranten eingesetzt. Hunderte Flüchtlinge hatten zuvor erneut versucht, eine Grenze zu passieren und so von der Türkei nach Griechenland zu gelangen.

Laut Vereinten Nationen befinden sich zurzeit rund 13.000 Menschen im Grenzgebiet. Auch per Boot versuchen zahlreiche Migranten, auf die griechischen Inseln zu gelangen. An der bulgarischen EU-Außengrenze blieb es bislang ruhig.

Der türkische Staatschef Erdogan hatte am Samstag die Grenzen seines Landes zur EU für offen erklärt.

Griechenland nimmt einen Monat lang keine Asylanträge an

Griechenland wird einen Monat lang keine neuen Asylanträge annehmen. Das twitterte Regierungschef Kyriakos Mitsotakis. Nach der Ankündigung der Türkei, die Grenzen zur EU zu öffnen, versuchen Tausende Migranten, nach Westeuropa zu kommen. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex setzte die Alarmstufe für alle EU-Grenzen zur Türkei auf „hoch“.

Gleichzeitig verstärkt Griechenland seine Einheiten entlang der Grenze weiter. Die Regierung in Athen warf der Türkei vor, Migranten mit falschen Informationen dazu zu bewegen, in die EU zu kommen.

Von der Leyen, Michel und Sassoli reisen nach Griechenland

Wegen der sich zuspitzenden Migrationslage im Südosten Europas wollen sich die Spitzen der EU-Institutionen selbst ein Bild von der Lage machen. Griechenlands Regierungschef Mitsotakis teilte mit, er werde am Dienstag EU-Kommissionspräsidentin Von der Leyen, EU-Ratschef Michel und Europaparlamentspräsident Sassoli an der griechischen Landgrenze zur Türkei treffen.

Mitsotakis sprach von einem wichtigen Zeichen der Unterstützung aller drei Institutionen in einer Zeit, in der Griechenland erfolgreich die EU-Grenzen verteidige.

dpa/cd/mh

Kommentar hinterlassen
2 Kommentare
  1. Jürgen Margraff

    Mit dem richtigen politischem Willen ist dem einfach zu begegnen – für jeden Flüchtling der in der EU auftaucht indem er die Türkei als Durchgangsland benutzte, bekommt Erdogan einen in der EU lebenden Türken nach Hause geschickt, die Flüchtlinge brauchen dann auch nicht in Notunterkünfte, die können in den von Türken freigemachten Wohnungen einziehen…. Auge um Auge, Zahn um Zahn, mal gucken wie Erdogan das schmeckt & wie lange er die Maßnahme aufrecht erhält…

  2. Alfons van Compernolle

    Interessante Idee , nur leider unmenschlich ! Allerdings sehe ich ein , dass nunmehr etwas geschehen muss um dieses unmenschliche Elend deren Ursache mehr oder weniger Erdogans Krieg in Syrien und seine Erpresserpolitik ist , endgueltig zu beenden. Aber und da bin ich sicher Herr Trump wird diesem (Un)Menschen Erdogan noch weiter anstacheln. Die Russen werden sich das nicht mehr lange
    ansehen und dann geht das DRAMA in Syrien erst richtig von Start.

Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150