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De Bruyne führt die Roten Teufel zum zweiten Sieg unter van Bommel

02.10.202622:39
  • Lüttich
  • Rote Teufel
  • Türkei
Bild: Bruno Fahy/Belga

Zweiter Sieg im dritten Nations-League-Spiel unter Mark van Bommel: Die Roten Teufel bezwangen die Türkei in Sclessin mit 3:0. Kevin De Bruyne stellte mit einem Doppelpack die Weichen auf Sieg, ehe Romelu Lukaku nach seiner Einwechslung für den Schlusspunkt sorgte.

Für das erste Aufeinandertreffen mit der türkischen Fußball-Nationalmannschaft seit mehr als 15 Jahren veränderte Mark van Bommel seine Mannschaft im Vergleich zur 0:1-Niederlage gegen Frankreich auf drei Positionen. Der Nationaltrainer hielt aber an Charles De Ketelaere als Sturmspitze fest. Der Angreifer erhielt erneut den Vorzug vor Romelu Lukaku. Auf dem Flügel ersetzte Dodi Lukebakio den gesperrten Diego Moreira. Im Mittelfeld gönnte van Bommel Romeo Lavia eine Pause, für ihn rückte Hans Vanaken in die Startelf. Auf der linken Abwehrseite kehrte Maxim De Cuyper für Joaquin Seys in die Anfangsformation zurück. Der türkische Nationaltrainer reagierte nach der 1:4-Niederlage gegen Italien drastisch und veränderte seine Startelf gleich auf sechs Positionen.

Die Türken überließen den Gastgebern zunächst den Ball. Brenzlig wurde es erstmals in der 7. Minute, als Godts sich stark in den türkischen Sechzehner dribbelte, am Trikot gezupft wurde und zu Fall kam. Für den Unparteiischen und den VAR war das jedoch zu wenig. Drei Minuten später lag De Bruyne an der Basis des belgischen Führungstreffers. Er nahm den Ball im Mittelfeld auf und schloss nach einem Doppelpass mit Lukebakio zum 1:0 ab.

Bild: Bruno Fahy/Belga

Nach etwas mehr als einer Viertelstunde versuchte sich Arda Güler aus gut 25 Metern an Belgiens Schlussmann Lammens, der mit dem Abschluss des türkischen Superstars aber wenig Mühe hatte. In der 22. Minute konterten die Belgier schnell, doch De Ketelaere schloss genau in die Arme des türkischen Keepers Çakır ab. Sechs Minuten später folgte die nächste Gelegenheit der Gastgeber. Nach einer Hereingabe von Godts von der linken Seite köpfte De Bruyne zu zentral.

Ein zu spätes Einsteigen von Tielemans gegen Yüksek hatte Folgen: Der belgische Kapitän sah seine zweite Gelbe Karte und fehlt damit am Montag in der Partie gegen Frankreich. Nach dem anschließenden Freistoß köpfte Demiral aus einer Abseitsposition an den Querbalken.

Es blieb eine muntere Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Die nächste gute Gelegenheit hatten die Belgier durch Vanaken, der aus kurzer Distanz am türkischen Keeper scheiterte. In der 36. Minute fehlten nur Zentimeter zum zweiten Treffer, als Lukebakios Schuss am rechten Pfosten landete.

Belgien setzte sich nun immer häufiger am gegnerischen Strafraum fest, hatte in der 43. Minute aber Glück, nicht den Ausgleich zu kassieren. Der türkische Kapitän Demiral brachte den Ball aus kurzer Distanz freistehend vor dem Tor nicht im Gehäuse unter, sondern setzte ihn über die Latte. So blieb es beim 1:0 zur Pause.

Bild: Bruno Fahy/Belga

Bei den Türken gab es zur zweiten Halbzeit einen Wechsel: Yunus Akgün kam für Baris Yilmaz. Die Gäste starteten mit mehr Druck in den zweiten Durchgang. Neun Minuten nach dem Wiederanpfiff verpasste Lukebakio jedoch den zweiten Treffer der Roten Teufel. Der Flügelspieler knallte das Leder wuchtig an die Latte.

Danach waren wieder die Türken am Drücker, doch mitten in ihre Drangphase hinein schlug Kevin De Bruyne erneut zu. Mit einem herrlichen Schlenzer erhöhte der Routinier nach einer Stunde auf 2:0. Kurz darauf wechselte van Bommel doppelt: Romelu Lukaku und Romeo Lavia kamen für Lukebakio und Hans Vanaken.

Mit dem zweiten belgischen Treffer wurde es auch auf den Rängen in Sclessin deutlich ruhiger. Von den zuvor sehr lautstarken türkischen Fans war nun kaum noch etwas zu hören – und auch vom anfänglichen Druck der Gäste auf dem Rasen war nicht mehr viel zu sehen.

Eine Viertelstunde vor Schluss zeigte dann auch Romelu Lukaku, einer der letzten noch aktiven Vertreter der Goldenen Generation im Team von van Bommel, dass er für die Roten Teufel weiterhin von großem Wert ist. De Bruyne führte einen Freistoß schnell auf De Ketelaere aus, der den Ball in den Sechzehner brachte. Dort musste Belgiens Rekordtorschütze nur noch den Fuß hinhalten und machte mit dem 3:0 endgültig den Deckel drauf. Schlussmann Senne Lammens sorgte in der Nachspielzeit beim Güler-Freistoß dafür, dass Belgien die Null halten konnte. Für van Bommel war es der zweite Sieg im dritten Spiel als Nationaltrainer und eine gute Ausgangsposition in der Nations Meague.

Am Montag geht es für die Roten Teufel im Pariser Stade de France weiter, wo im Rückspiel erneut Frankreich wartet.

Christophe Ramjoie

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