Die belgische Auswahl wird am Sonntagvormittag wieder in Belgien erwartet. Die Rückreise erfolgt mit einer Maschine von Brussels Airlines, dem langjährigen Partner des belgischen Fußballverbands. Nach der Ankunft am Flughafen Brüssel werden die Spieler ihre individuellen Wege gehen. Öffentliche Termine oder Medienauftritte sind zunächst nicht vorgesehen.
Sportlich ist die WM für Belgien beendet, organisatorisch beginnt jedoch bereits die nächste Phase. Im Mittelpunkt stehen Gespräche mit den erfahrenen Führungsspielern der Mannschaft. Der belgische Verband hat mehrfach betont, dass er Thibaut Courtois, Kevin De Bruyne und Romelu Lukaku weiterhin im Nationalteam halten möchte.
Besonders die Zukunft von Torhüter Thibaut Courtois sorgt für Aufmerksamkeit. Lange Zeit war offen, ob der Real-Madrid-Keeper seine Karriere als Nationalspieler fortsetzen würde. Die Leistungen während der Weltmeisterschaft sollen jedoch dazu beigetragen haben, dass Courtois wieder über eine weitere Zukunft bei den Roten Teufeln nachdenkt. Eine Rückkehr dürfte allerdings mit bestimmten Voraussetzungen verbunden sein.
Auch bei Kevin De Bruyne und Romelu Lukaku stehen Gespräche an. De Bruyne hatte sich den Verlauf des Turniers vermutlich anders vorgestellt, während Lukaku in den vergangenen Monaten immer wieder mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte.
Technischer Direktor Vincent Mannaert, dessen Vertrag beim belgischen Verband kürzlich bis Dezember 2028 verlängert wurde, soll in den kommenden Wochen mit den erfahrenen Nationalspielern über ihre weitere Rolle im Team sprechen.
Neben der Kaderplanung steht auch die Bewertung von Nationaltrainer Rudi Garcia auf der Agenda. Nach der Weltmeisterschaft sollte die Arbeit des französischen Trainers intern analysiert werden. Dabei geht es unter anderem um seine taktischen Entscheidungen und die wechselhaften Entwicklungen während des Turniers.
Viel Zeit für eine Neuorientierung bleibt den Belgiern jedoch nicht. Bereits im September wartet die nächste sportliche Herausforderung mit der Nations League. Am 25. September trifft Belgien auf Italien, anschließend folgen Begegnungen gegen Frankreich und die Türkei. Am 5. Oktober steht zudem das Rückspiel in Paris gegen Frankreich auf dem Programm.
Vier Spiele innerhalb von zwei Wochen werden damit zum ersten Härtetest nach der WM. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Roten Teufel den Übergang in eine neue Ära erfolgreich gestalten können.
Bitteres WM-Aus für die Roten Teufel: Belgien scheitert nach 1:2 gegen Spanien
Christophe Ramjoie