Bei der Rallye Griechenland hat Sébastien Ogier im Toyota den Sieg gefeiert. 15 Jahre musste Ogier auf seinen zweiten Sieg in Griechenland warten. 2011 gewann er dort im Citroën DS3. "Endlich waren die Rallye-Götter nochmal auf meiner Seite", schickte Ogier im Ziel einen Gruß nach oben.
Ogier setzte sich mit 58,3 Sekunden Vorsprung vor Thierry Neuville durch. Bis zur vorletzten Wertungsprüfung hatten Ogier und Neuville um die Führung gekämpft, dann sorgte ein doppelter Reifenschaden an Neuvilles Hyundai für die Vorentscheidung.
"Es sind gemischte Gefühle", sagte Neuville im Ziel. "Natürlich ist es eine Enttäuschung, wegen solcher Probleme dann nicht mehr um den Sieg kämpfen zu können. Andererseits haben wir wieder gezeigt, wie schnell wir sein können. Seb ist auch eine fantastische Rallye gefahren und hat den Sieg verdient."
Dritter wurde Takamoto Katsuta (Toyota) vor Joshua McErlean (M-Sport), der mit Platz vier sein bisher bestes WM-Ergebnis erzielt. Platz fünf und sechs gingen an Sami Pajari (Toyota) und Adrien Fourmaux (Hyundai). WM-Spitzenreiter Elfyn Evans wurde Siebter.
Ogier strich auch die Punkte für den schnellsten Sonntag und für die Bestzeit bei der Power Stage ein. In der WM-Wertung klettert er auf Platz drei (125). An der Spitze bleibt Elfyn Evans (158), allerdings schmilzt sein Vorsprung auf sieben Punkte. Zweiter ist Takamoto Katsuta (151). Thierry Neuville bleibt mit 95 Punkten auf Platz sieben.

Der Tag im Ticker
WP17: Thierry Neuville fährt zum Abschluss die zweitschnellste Zeit und beendet die Rallye Griechenland auf Platz zwei. Sébastien Ogier bringt nicht nur den Sieg ins Ziel, er fährt auch die letzte Bestzeit und holt die maximalen 35 Punkte.
WP16: Das war es wohl mit dem Sieg. Thierry Neuville verliert knapp eine Minute, weil beide Hinterreifen die WP nicht überleben. "Was für ein Pech. Ich weiß nicht, was passiert ist. Erst ging der Alarm an für links und dann plötzlich auch noch für rechts", sagt Neuville im Ziel.
"Was soll ich sagen? Es wäre schön gewesen, bis zum Ende mit Seb um den Sieg zu kämpfen. Das ist enttäuschend. Immerhin haben wir gezeigt, dass wir das Tempo mitgehen können."
Neuville liegt jetzt 54,8 Sekunden hinter Ogier. Takamoto Katsuta auf Platz drei hat 3:00,1 Minuten Rückstand, Joshua McErlean auf Platz vier schon knapp fünf Minuten. Sami Pajari hat sich an Adrien Fourmaux vorbeigeschoben und ist jetzt Fünfter.
Stand der Sonntagpunkte: Sébastien Ogier (5), Sami Pajari (4), Takamoto Katsuta (3), Thierry Neuville (2), Oliver Solberg (1)
WP15: Auf die Zehntelsekunde gleich schnell sind Thierry Neuville und Sébastien Ogier bei der drittletzten Wertungsprüfung der Rallye. Damit bleibt der Abstand zwischen Platz eins und Platz zwei bei 1,3 Sekunden.
Adrien Fourmaux verliert zum dritten Mal Zeit durch einen Reifenschaden. Er rutscht von Platz vier hinter Josh McErlean auf Platz fünf und liegt nur 0,9 Sekunden vor Sami Pajari.
Stand der Sonntagpunkte: Sébastien Ogier (5), Thierry Neuville (4), Sami Pajari (3), Takamoto Katsuta (2), Oliver Solberg (1)
WP14: Sébastien Ogier ist 5,4 Sekunden schneller als Thierry Neuville und erobert die Führung. Zwischen dem Toyota und dem Hyundai liegen aber 1,3 Sekunden. "Ich habe alles gegeben. Aber wenn die Strecke so sandig ist, haben wir immer Probleme. Ich kann das Heck einfach nicht in der Linie halten", erklärt Neuville. "Aber es ist noch nicht vorbei!"
Der Rest des Feldes hat schon mehr als zwei Minuten Rückstand. Platz drei belegt Takamoto Katsuta (Toyota, +2:32,9) vor Adrien Fourmaux (Hyundai, +2:56,2), Josh McErlean (M-Sport, +3:24,8) und Sami Pajari (Toyota, +4:40,7). WM-Spitzenreiter Elfyn Evans im Toyota bleibt trotz eines schleichenden Plattfußes auf Platz sieben (+5:09,3) vor Dani Sordo (Hyundai, +6:01,9).
Rallye Griechenland: Thierry Neuville verteidigt die Führung
wrc/km