Das neue Superpole-Format der 24 Stunden - mit vier Sessions, bei denen jeweils die Hälfte der Fahrzeuge ausscheidet - sorgte für Spannung. 32 Fahrzeuge gingen in die erste der vier Sessions und direkt nach zehn Minuten wurden einige Favoriten aussortiert.
Keiner der BMW schaffte es eine Runde weiter. Der beste BMW, die Nummer #32 von Kelvin van der Linde, Jordan Pepper und Charles Weerts (Team WRT), startet nur von Platz 18. Auch Lamborghini und Aston Martin kamen nicht unter die besten 16.
In der zweiten Runde verabschiedeten sich Porsche und Ford. Die dritte Session war Endstation für den letzten Audi. Unter die besten vier schafften es zwei Ferrari, ein McLaren und ein Mercedes. Ihnen blieb nur eine einzige Runde, um sich die Pole Position zu schnappen.
Das gelang Alessio Rovera im Ferrari #51 in 2:18,613 Minuten. "In der ersten Session bin ich ganz gut durch den Verkehr gekommen, mit 32 Autos war das nicht ohne. Immer direkt zu Beginn der Session sofort die schnellste Runde anzupeilen, war eine gute Taktik. Das Auto hat bei diesen schwierigen Bedingungen auch wirklich gut funktioniert."
"Die Erwartungen an das Rennen sind natürlich hoch", sagt Rovera. "Wir haben bei allen Trainings gesehen, dass wir schnell sind. Vielleicht wird es in der Nacht ein bisschen schwieriger. Aber tagsüber sind wir konkurrenzfähig. Hoffentlich können wir uns aus Ärger heraushalten, dann werden wir sehen."
"Es wird auf jeden Fall hart. Ich bin ja schon nach den paar Superpole-Runden komplett nassgeschwitzt. Keine Ahnung, wie viele Kilo ich verloren habe. Morgen wird es jedenfalls nicht anders."
Von Platz zwei geht McLaren ins Rennen. Thomas Fleming im McLaren #58 (einem Auto der Gold-Klasse) war 0,428 Sekunden langsamer als Rovera. Den dritten Startplatz sicherte sich Arthur Leclerc im Ferrari #50 (+0,648). Jules Gounon im Porsche #3 blieb nur Platz vier (+1,362).
Auch die Rennstrecke von Spa-Francorchamps hat auf die Hitze reagiert. Die Zuschauer bekommen an den Getränkeständen gratis Wasser und wurden per Lautsprecherdurchsagen und Botschaften auf den Bildschirmen dazu aufgefordert, viel zu trinken und sich möglichst im Schatten aufzuhalten.
Heißes 24-Stunden-Rennen: Wetterkapriolen als Chance für WRT
Katrin Margraff