Vor genau 20 Jahren hat Maxime Martin zum ersten Mal das 24-Stunden-Rennen von Spa bestritten. "Das war 2006 in einem Porsche-Cup-Auto. Es war erst das zweite Jahr meiner Motorsport-Karriere und ich war schon bei den 24h am Start. Das war schon sehr besonders", erinnert sich der 40-jährige Brüsseler.
"Vor allem auch, weil mein Vater das Rennen auch gefahren ist. Wir waren zwar nicht im selben Team, er hat einen GT2-Ferrari gesteuert. Aber trotzdem war es natürlich ein besonderes Gefühl."
Maxime Martins früheste Erinnerung an das Rennen hat ebenfalls mit Vater Jean-Michel zu tun. "Das war 1992, da war ich sechs Jahre alt und es war der erste Sieg für Papa. Ich kann mich erinnern, dass es danach eine große Feier gab!"
Nicht die einzige gute Erinnerung, denn Maxime Martin hat selbst auch schon bei den 24h triumphiert. Das war 2016. "Der Sieg damals kam eigentlich ziemlich unerwartet. Wir hatten mit dem Team Marc VDS gute Jahre im BMW Z4 hinter uns, waren oft nah dran am Sieg, aber es hat nie geklappt."
"Dann kamen wir mit dem neuen M6 GT3 und bei dem Rennen hat alles gepasst: keine Fehler, das nötige Quäntchen Glück und wir haben gewonnen. Das wird wohl für immer einer meiner Lieblingsmomente in meiner Motorsport-Karriere bleiben."
2026 feiert Martin nicht nur "20-jähriges Jubiläum", es ist außerdem sein 20. Start beim 24-Stunden-Rennen (2007 war Martin nicht dabei). Für dieses Wochenende wurde deshalb ein besonderes Helmdesign kreiert: mit den 20 Autos, die Martin hier gesteuert hat.
Bisher hätte das Jahr für das Team kaum besser laufen können. Es gab Siege in Daytona und am Nürburgring, außerdem ein Podium in Daytona. In Spa musste die Mannschaft aber einen kleinen Rückschlag einstecken. Nach der Qualifikation wurde der Mercedes-AMG GetSpeed #17 von Martin, Maximilian Götz und Fabian Schiller wegen eines Regelverstoßes strafversetzt.
"Wir waren die Schnellsten, aber Regeln sind nunmal Regeln. Ich glaube, wir starten von Platz 55. Nun ja, in Bathurst sind wir von Platz 29 ins Rennen gegangen und am Nürburgring von 27. Also lasst es uns mal mit Startplatz 55 versuchen. Ein Sieg im Jahr 2016, also auch im Jahr 2026 … und dann 2036", lacht Martin.
Den Teilnahme-Rekord bei den 24h hält Marc Duez mit 33 Starts. Wird Maxime Martin da herankommen? "Wieso eigentlich nicht?", lacht Martin. "Aber das ist ja noch lange hin. Ich möchte schon noch einige Jahre dabei sein und bin ja in der glücklichen Situation, noch als Werksfahrer hierherzukommen und mit einem Auto, das uns den Sieg auch ermöglicht. Also so lange ich noch schnell bin, höre ich nicht auf."
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Katrin Margraff

