Thierry Neuville und Beifahrer Martijn Wydaeghe haben die Rallye Portugal gewonnen und den ersten Saisonsieg für Hyundai gefeiert. Neuville setzte sich mit 16,3 Sekunden Vorsprung vor Oliver Solberg durch. Elfyn Evans wurde mit 29,1 Sekunden Rückstand Dritter. Platz vier ging an Adrien Fourmaux im zweiten Hyundai vor dem Toyota von Takamoto Katsuta.
Neuville hatte die Führung übernommen, als Sébastien Ogier bei der vorletzten Wertungsprüfung einen unfreiwilligen Zwischenstopp einlegte, um ein Rad zu tauschen. Nach einem turbulenten Wochenende war das bereits der sechste Führungswechsel. Ogier rutschte auf Platz sechs. Sami Pajari fiel ebenfalls wegen eines Reifenschadens von Platz drei auf sieben.
Für Thierry Neuville war das ein Déjà-vu: Schon bei der Rallye Kroatien vor einem Monat hatten Probleme der Konkurrenten den Hyundai an die Spitze des Feldes gespült. Neuville vergab den Sieg aber durch einen Fehler auf den letzten Kilometern.
"Die Rallye ist noch nicht zu Ende und gerade ich weiß ja genau, was ich jetzt nicht tun sollte", reagierte Neuville prompt im Ziel der vorletzten Wertungsprüfung auf die Nachricht, dass er die Führung übernimmt.
Anders als in Kroatien brachte Neuville die letzten Kilometer ohne Fehler hinter sich. "Dieser Sieg ist sehr speziell für das ganze Team. In Kroatien habe ich alle enttäuscht, heute hat es dann gepasst. Alles Gute zum Muttertag an alle Mütter da draußen, besonders aber an meine Frau und meine Mutter."
Neuville sicherte sich mit der zweitschnellsten Zeit in der Power Stage vier Extra-Punkte und nimmt 30 Punkte mit aus Portugal (25+1+4). In der WM-Wertung bleibt er auf Platz sieben, jetzt nur noch zwei Punkte hinter Ogier, der nur neun Punkte sammelt (8+0+1).
Elfyn Evans erhält 22 Punkte (15+4+3) und baut die Führung in der Weltmeisterschaft aus. Evans hat 123 Punkte, Takamoto Katsuta liegt mit 111 Punkten auf Platz zwei.
Der Tag im Ticker
WP23: Hyundai gewinnt die Rallye und die Power Stage: Thierry Neuville bringt den Sieg ins Ziel, Schnellster der Power Stage ist Adrien Fourmaux vor Thierry Neuville und den drei Toyota von Elfyn Evans, Oliver Solberg und Sébastien Ogier. Sonntagspunkte gehen an Solberg (5), Evans (4), Fourmaux (3), Katsuta (2), Neuville (1).
WP22: Reifenschäden zwingen Sébastien Ogier und Sami Pajari dazu, anzuhalten und das Rad zu wechseln. Das bedeutet, dass Thierry Neuville die Führung übernimmt - mit 14,8 Sekunden Vorsprung vor Oliver Solberg und 27,7 Sekunden Vorsprung vor Elfyn Evans.
"Die Rallye ist noch nicht zu Ende und gerade ich weiß ja genau, was ich nicht tun sollte", sagt Neuville in Anspielung auf den Fehler auf den letzten Kilometern der Rallye Kroatien, der ihn den Sieg gekostet hatte.
Sébastien Ogier fällt hinter Adrien Fourmaux und Takamoto Katsuta zurück auf Platz sechs. Sami Pajari ist nur noch Siebter.
Stand der Sonntagspunkte: Solberg (5), Evans (4), Fourmaux (3), Katsuta (2), Neuville (1)
WP21: Bei der ersten Durchfahrt der berühmten Wertungsprüfung "Fafe" dreht Sébastien Ogier den Spieß wieder um, ist 3,0 Sekunden schneller als Thierry Neuville und baut die Führung vor Neuville wieder auf 17,3 Sekunden aus. Sami Pajari folgt auf Platz drei (+30,6). Auch für Oliver Solberg (+42,6) und Elfyn Evans (+47,2) ist das Podium noch in Reichweite.
Stand der Sonntagpunkte: Evans (5), Solberg (4), Neuville (3), Ogier (2), Katsuta (1)
WP20: "Das war ein Kampf, denn der Motor ist drei oder vier Mal ausgesprungen. Dann habe ich das Vertrauen verloren", sagt Thierry Neuville im Ziel. Trotzdem macht der Hyundai-Fahrer Boden gut, denn Toyota hat einen schwierigen Start in den Tag: Sami Pajari hat technische Probleme und Sébastien Ogier bekommt den heftigsten Regen ab.
Neuville verringert den Rückstand auf Spitzenreiter Ogier um 7,6 Sekunden auf 14,3 Sekunden. Sami Pajari ist 11,0 Sekunden langsamer als Neuville, zwischen Neuville auf Platz zwei und Pajari auf Platz drei liegen jetzt 14,9 Sekunden.
Die Bestzeit geht an Elfyn Evans, der mit Toyota-Teamkollege Oliver Solberg um Platz vier kämpft. Solberg ist aber trotz eines schleichenden Plattfußes Zweitschnellster (+1,2). Evans und Solberg trennen 7,4 Sekunden.
Auch um Platz sechs gibt es ein Duell zwischen Adrien Fourmaux (Hyundai) und Takamoto Katsuta (Toyota). Katsuta liegt nur noch 5,0 Sekunden hinter Fourmaux. Platz acht und neun belegen Dani Sordo (Hyundai) und Martins Sesks (M-Sport-Ford).
Rallye Portugal: Sébastien Ogier setzt sich ab von Thierry Neuville und Sami Pajari
wrc/km




