Das Rennen war schon in der Anfangsphase voll entfacht. Mitfavorit Remco Evenepoel hatte sich gleich zu Beginn in eine riesige Spitzengruppe mit rund 50 Fahrern eingeschaltet und sorgte damit früh für ein erstes Ausrufezeichen.
Der Vorsprung der Ausreißergruppe auf das Peloton schmolz nach dem Wendepunkt in Bastogne auf unter drei Minuten. Das Tempo im Peloton blieb hoch. Rund 120 Kilometer vor dem Ende betrug der Vorsprung der Führungsgruppe nur noch knapp zwei Minuten.
Das Peloton hielt das Tempo unter der Führung des Teams UAE Emirates XRG hoch. Die Männer um Weltmeister Pogacar bestimmten das Hauptfeld. Die beiden Mitfavoriten Remco Evenepoel und Paul Seixas waren immer in der Nähe und wollten sich nicht überraschen lassen. Das Peloton wurde unterdessen immer weiter ausgedünnt.
Der Raerener Tim Rex war bis zum Anstieg "La Redoute" Teil des Pelotons. Beim Anstieg zur Redoute setzte Pogacar zum Angriff an, der erst 19-jährige Franzose Paul Seixas blieb ihm jedoch am Hinterrad. Das Duo baute seinen Vorsprung in den Folgekilometern immer weiter aus.
An der Côte de le Roche au Faucons setzte Pogacar zum nächsten Angriff an. Mit Erfolg. Seixas musste den Weltmeister ziehen lassen. Pogacar schnappte sich seinen vierten Titel bei Lüttich-Bastogne-Lüttich und hat damit nur noch einen Sieg weniger bei La Doyenne als Rekordsieger Eddy Merckx.
Heimdebüt bei Lüttich: Tim Rex kämpft fürs Team – und will danach "ein bisschen Pizza essen"
Christophe Ramjoie