Es ist vollbracht: Takamoto Katsuta hat die Rallye Kenia gewonnen. Für den Japaner und Beifahrer Aaron Johnston aus Irland ist es der erste Sieg in der Weltmeisterschaft. Katsuta schaffte es im Gegensatz zu den Konkurrenten ohne größere Schäden durch das Wochenende und ließ sich weder von Reifenschäden, noch von Problemen mit dem Intercom irritieren. Er behielt auch am Sonntag die Nerven, indem er seinen Vorsprung verwaltete, ohne Risiken einzugehen.
Katsuta siegte mit 27,4 Sekunden Vorsprung vor Adrien Fourmaux, der das erste Treppchen der Saison für Hyundai einfährt. Auf Platz drei und vier fuhren Sami Pajari (Toyota) und Esapekka Lappi (Hyundai).
Toyota hatte die Rallye dominiert und zu Beginn sogar die Plätze eins bis fünf belegt, bis Samstag erst Elfyn Evans mit gebrochener Radaufhängung ausschied, dann auch noch Oliver Solberg und Sébastien Ogier auf Platz eins und zwei liegend mit technischem Defekt aufgeben mussten. Dadurch war Thierry Neuville auf den zweiten Platz gerückt, bis er seinerseits nach einem doppelten Reifenschaden mit defekter Antriebswelle strandete.
Von den vier Top-Fahrern, die am Samstag ausgefallen waren, schaffte es nur Oliver Solberg mit Platz zehn noch in die Punkte. Solberg sammelt auch die meisten Extra-Punkte und nimmt immerhin elf Punkte mit aus Kenia (1+5+5). Sébastien Ogier wird Elfter und bekommt acht Punkte (0+4+4), für Thierry Neuville auf Platz zwölf gibt es vier Punkte (0+2+2). Elfyn Evans landet auf Platz 13 und erhält sechs Punkte (0+3+3).
Evans verteidigt die Führung in der Weltmeisterschaft mit jetzt 66 Punkten, acht Punkte vor Oliver Solberg (58). Katsuta bleibt auf Platz drei mit 55 Punkten vor Fourmaux (47), Pajari (32) und Ogier (26). Thierry Neuville verliert zwei Plätze und ist jetzt nur noch Siebter mit 25 Punkten.

Der Tag im Ticker
WP20: Takamoto Katsuta fährt seinen ersten Sieg in der Weltmeisterschaft ein. Katsuta gewinnt vor Adrien Fourmaux, Sami Pajari und Esapekka Lappi. Die Powerstage-Punkte gehen an Solberg (5), Ogier (4), Evans (3), Neuville (2), Fourmaux (1). Genauso sieht der Stand bei den Sonntags-Punkte aus: Solberg (5), Ogier (4), Evans (3), Neuville (2), Fourmaux (1).
WP19: Takamoto Katsuta ist weiter vorsichtig unterwegs und nimmt den Zeitverlust in Kauf. Er geht mit einer Führung von 42,0 Sekunden in die letzten Kilometer. Oliver Solberg fährt Bestzeit und übernimmt die Führung in der Sonntagswertung. Der Stand bei den Sonntagspunkten: Solberg (5), Ogier (4), Evans (3), Neuville (2), Fourmaux (1).
WP18: Elfyn Evans, der als Erster startet, fährt die Bestzeit. Thierry Neuville ist wieder Viertschnellster, zeitgleich mit Adrien Fourmaux. Der Stand bei den Sonntagspunkten: Ogier (5), Solberg (4), Evans (3), Fourmaux (2), Neuville (1). Katsuta bleibt bei seiner Null-Risiko-Taktik und führt zwei Wertungsprüfungen vor Schluss mit 1:00,3 Minuten Vorsprung vor Fourmaux.

WP17: Die Fahrer, die am Samstag ausgefallen waren, sind alle wieder dabei. Die Bestzeit geht an Sébastien Ogier im Toyota, Teamkollege Oliver Solberg ist Zweitschnellster. Thierry Neuville im Hyundai ist Viertschnellster. Am Sonntag werden zusätzliche WM-Punkte an die fünf Schnellsten verteilt. Auch bei der Power Stage zum Abschluss der Rallye gibt es nochmal Extrapunkte.
In Führung liegt Toyota-Fahrer Takamoto Katsuta. Katsuta ist 16,7 Sekunden langsamer als Verfolger Adrien Fourmaux, kann sich die vorsichtige Herangehensweise aber leisten. Er hat immer noch 1:08,8 Minuten Vorsprung vor Fourmaux. Platz drei und vier belegen Sami Pajari (Toyota) und Esapekka Lappi (Hyundai).
Oliver Solberg liegt nach dem Neustart mit knapp 18 Minuten Rückstand auf Platz zehn, was einen WM-Punkt bedeuten würde. Ogier und Neuville belegen Platz elf und zwölf, Evans ist 13. Für jede nicht beendete Wertungsprüfung werden zehn Minuten angeschrieben. Solberg, Ogier und Neuville haben für den Ausfall von Samstag 20 Minuten kassiert, Evans 30 Minuten.
Paukenschlag bei der Rallye Kenia: Solberg und Ogier geben auf - auch Neuville draußen
wrc/km