Für Belgien eröffnete Lotte Lie das Rennen beeindruckend. Die erfahrene Startläuferin blieb sowohl im ersten als auch im zweiten Schießen fehlerfrei und übergab sensationell auf dem siebten Rang.
Maya Cloetens knüpfte nahtlos an. Nach einem fehlerfreien ersten Schießen lag Belgien zwischenzeitlich sogar auf Platz zwei. Im zweiten Anschlag musste sie einmal nachladen, hielt das Team aber weiter in Schlagdistanz zur Spitze.
Eve Bouvard übernahm als dritte Läuferin. Mit einem Nachlader im ersten und drei Nachladern im zweiten Schießen verlor Belgien einige Positionen, dennoch kämpfte sie beherzt und übergab als Elfte an die Schlussläuferin.
Marisa Emonts strahlte nach ihrer Olympiapremiere voller Freude. Die belgische Frauenstaffel trat erstmals bei Olympia an und belegte direkt den 13. Platz - damit zeigte sie sich sehr zufrieden: "Als ich gesehen habe, dass die Mädels so gut vorgelegt haben, mir war richtig schlecht. Aber ich bin einfach super stolz und ja, das Rennen ist echt top gelaufen." Besonders das Schießen beeindruckte sie: "Beim Schießen mit einem Nachlader durchzukommen ist sowieso top."
Die Atmosphäre auf der Strecke beschrieb sie als "genial" und hob die Unterstützung der Fans hervor: "Es waren so viele Fans da, die einen angefeuert haben und wirklich so gepusht haben. Das war so, so cool." Auch die belgischen Unterstützer aus Ostbelgien wurden lautstark wahrgenommen. Was sie besonders beeindruckte: Dass man das bei so einem Rennen dann auch durchhören kann, aus welcher Ecke wer ruft. "Das war wirklich sehr cool."
Für Emonts war die Premiere ein motivierender Einstieg: "Das macht sehr viel Lust auf mehr, auf jeden Fall." Abschließend bezeichnete sie ihre Olympiateilnahme als gelungen: "Ich kann gar nicht abwarten, wenn es dann jetzt wieder weitergeht. Das eigentliche Ziel ist ja 2030, dann aber auch im Einzel. Ja, dann auf jeden Fall auch im Einzel."
Christophe Ramjoie