Rallye Monte-Carlo: Neuville geht mit Knallerzeit in Führung

Sébastien Ogier ist auch im Toyota schnell und setzt sich nach den ersten Kilometern der Rallye Monte-Carlo an die Spitze. Dann gibt es aber den ersten Paukenschlag des Wochenendes: Bei den kniffligen Bedingungen der zweiten Wertungsprüfung ist Thierry Neuville knapp eine halbe Minute schneller als der Rest des Feldes und geht in Führung.

Thierry Neuville/Nicolas Gilsoul beim Shakedown der Rallye Monte-Carlo 2020 (Bild: Hyundai Motorsport)

Thierry Neuville/Nicolas Gilsoul beim Shakedown (Bild: Hyundai Motorsport)

WP2: Thierry Neuville fährt eine Wahnsinns-Zeit – der Hyundai-Fahrer nimmt seinen Konkurrenten auf einen Schlag mehr als 25 Sekunden ab! Die Bedingungen auf der zweiten WP von Bayons nach Bréziers (25,49 Kilometer) unterscheiden sich deutlich von den ersten Kilometern, teilweise bringen Schnee und Eis die Autos ins Rutschen.

Neuville ist 25,5 Sekunden schneller als Sébastien Ogier, der im Ziel meint, dass er wohl nicht risikofreudig genug war. „Die Bedingungen waren echt schwierig“, erklärt Neuville. „Ich habe versucht, die Straße zu lesen. Und das scheint gut funktioniert zu haben.“ Ott Tänak ist 29,7 Sekunden langsamer und „froh, dass wir das überlebt haben“.

Neuville führt nun mit 19,1 Sekunden vor Ogier und 25,1 Sekunden vor Tänak. Den vierten Platz belegt Elfyn Evans (+25,4). Sébastien Loeb liegt auf dem fünften Platz schon 51 Sekunden zurück. Teemu Suninen hat seinen Ford mit einem Antriebsschaden abgestellt. Teamkollege Esappeka Lappi ist Sechster mit über einer Minute Rückstand.

WP1: Die ersten 17,47 Kilometer sind trocken. Die erste Bestzeit geht an Sébastien Ogier im Toyota, der nach 9:53,4 Minuten ins Ziel kommt und damit Ott Tänak im Hyundai um 1,8 Sekunden schlägt. Drittschnellster ist Ogiers Teamkollege Elfyn Evans (+1,9).

Thierry Neuville fährt zum Auftakt die viertschnellste Zeit, 6,4 Sekunden langsamer als Ogier. „Die Strecke war schon sehr schmutzig, das hat mich etwas aus dem Konzept gebracht“, sagt Neuville im Ziel. „Meine Reifen haben am Ende nachgelassen. Ich denke aber, für die zweite WP habe ich die richtige Reifenwahl getroffen.“

WRC-Neuling Kalle Rovanperä fährt im dritten Toyota die fünftschnellste Zeit (+10,2) und ist damit schneller als ein neunfacher Weltmeister. Sébastien Loeb liegt im Hyundai mit 10,9 Sekunden auf Platz sechs.

Für die Ford-Fahrer verläuft der Start mehr als schlecht. Teemu Suninen und Esapekka Lappi verlieren rund 20 Sekunden Zeit, weil der Motor überhitzt. Gus Greensmith lässt sogar über eine halbe Minute liegen. Schuld daran ist nach Angaben von Teamchef Richard Millener der Kühlergrill, der kleiner ist als bei der Konkurrenz und schneller durch Laub verstopft.

Familienfoto der Rallye-WM 2020 (Bild: Fabien Dufour/Hyundai Motorsport)

Familienfoto der Rallye-WM 2020 (Bild: Fabien Dufour/Hyundai Motorsport)

km

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