Tour de France: Brüssel freut sich auf den „Grand Départ“

Die Stadt Brüssel scheint den Grand Départ der Tour der France kaum erwarten zu können. In der Brüsseler Börse ist am Mittwoch ein umfangreiches Rahmenprogramm bis zum Start der Tour am 6. Juli bekannt gegeben worden.

Pressekonferenz zur Tour-Vorstellung am 16. Januar

Archivbild: Thierry Roge/Belga

In den letzten hundert Tagen vor dem Start der Tour de France wird in Brüssel einiges rund ums Rad geboten. Sportliche, kulturelle, edukative oder auch artistische Aktivitäten sollen die Wartezeit bis zum großen Tag so kurz wie möglich erscheinen lassen.

Dass die Tour de France in diesem Jahr in Brüssel startet, ist kein Zufall. Vor 50 Jahren gewann der „Kannibale“ Eddy Merckx die Frankreichrundfahrt zum ersten Mal. Merckx konnte in seiner Karriere das Gelbe Trikot, das in diesem Jahr 100-jähriges Jubiläum feiert, 111 Mal überstreifen. Das ist Rekord.

Am 28. März, hundert Tage vor dem Start der Tour, wird in Brüssel der Countdown lanciert – in Anwesenheit von Eddy Merckx. 50 Tage vor dem Start wird Brüssels berühmtester kleiner Mann, das Manneken Pis, wieder das gelbe Trikot überstreifen, das er bereits 1958 getragen hat. Auch vom 4. bis 7. Juli wird Manneken Pis wieder im gelben Trikot zu sehen sein.

Am 5. Juli stellen sich in der Hauptstadt die Fahrer und Teams vor, die die 106. Tour de France bestreiten werden. Einen Tag später folgt dann der Start der ersten Etappe, die von Brüssel über Charleroi wieder zurück nach Brüssel führen wird. Am Sonntag folgt das erste Teilzeitfahren des größten Radsportevents der Welt.

Die Tour de France und Belgien, das ist eine ganz besondere Beziehung. 47 Mal passierte die Grande boucle das Land. 18 Mal gewann ein belgischer Radsportler die Tour. 57 unterschiedliche belgische Fahrer konnten das gelbe Trikot insgesamt 403 Mal überstreifen.

Ein belgischer Gesamtsieg bei der Tour de France 2019 gilt als ausgeschlossen. Ein weiterer Etappensieg bei der Tour oder ein weiterer belgischer Träger des gelben Trikots liegen aber im Bereich des Möglichen.

Christophe Ramjoie

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