Loeb gewinnt Rallye Spanien vor Ogier, Neuville verliert WM-Führung knapp

Zum Start ins Finale erobert Sébastien Loeb die Spitzenposition, die er bis ins Ziel verteidigt. Zweiter wird Sébastien Ogier vor Elfyn Evans. Thierry Neuville fällt auf den letzten Kilometern wieder einen Platz zurück, beendet den vorletzten Saisonlauf auf Platz vier - und verliert die WM-Führung.

Sébastien Loeb im Citroën C3 bei der Rallye Spanien

Bild: Citroën Racing

Auf den letzten Kilometern hat Thierry Neuville dann doch noch den dritten Platz verloren. Neuville knallte mit dem Rad gegen einen Stein, der durch eines der anderen Autos mitten auf die Strecke bugsiert worden war. Und fiel dadurch hinter Elfyn Evans zurück auf den vierten Platz.

Neuville verliert die Führung in der Weltmeisterschaft an Sébastien Ogier, der in Spanien Zweiter wurde. Zwischen dem neuen WM-Spitzenreiter Ogier und Neuville liegen aber nur drei Punkte, damit ist beim letzten Saisonlauf in Australien noch alles offen. Und Neuville muss nicht als Erster auf die Strecke.

Mann des Tages ist Sébastien Loeb, der Sonntagmorgen die Führung eroberte und nicht mehr hergab. Trotz eines kleinen Fahrfehlers brachte er den Sieg ins Ziel. Loeb ist dieses Jahr nur drei Rallyes gefahren. Sein letzter WM-Sieg ist fünf Jahre her – eine Wahnsinns-Leistung.

Sébastien Ogier im Ford Fiesta bei der Rallye Spanien

Sébastien Ogier fährt auf Platz zwei und erobert die WM-Führung von Thierry Neuville (Bild: M-Sport)

Der Tag im Rückblick

WP18: Sébastien Loeb gewinnt die Rallye Spanien vor Sébastien Ogier. Thierry Neuville verliert auf der letzten Wertungsprüfung den dritten Platz an Elfyn Evans. Er knallt gegen einen Stein mitten auf der Straße, handelt sich einen Reifenschaden ein und beendet die Rallye auf Platz vier und ohne Power Stage Punkte.

Neuville bekommt zwölf Punkte für den vierten Platz und steht nun bei 201 Punkten. Ogier sammelt 22 Punkte (18+4) und übernimmt die WM-Führung von Neuville. Ogier hat 204 Punkte, drei mehr als Neuville.

WP17: Jari-Matti Latvala schlägt mit dem Toyota gegen eine Kante, beschädigt die Radaufhängung und fällt vom zweiten auf den sechsten Platz zurück. Sébastien Loeb verliert ein paar Sekunden durch einen Fahrfehler. Er liegt nur noch 3,6 Sekunden vor dem neuen Zweiten, Sébastien Ogier.

Durch Latvalas Probleme macht auch Thierry Neuville einen Platz gut. Neuville liegt nun auf Platz drei. Er hat das Setup leicht verändert und kämpft mit Untersteuern, Sébastien Ogier kann seinen Vorsprung auf Neuville wieder auf 10,5 Sekunden ausbauen. Auch Elfyn Evans ist schneller als Neuville und liegt nur noch zwei Sekunden hinter ihm.

Stand nach der ersten Schleife

Thierry Neuville hat seinen Rückstand auf Sébastien Ogier halbiert. Für die letzten zwei Wertungsprüfungen gibt es nur ein Ziel: „Wir versuchen jetzt, die restlichen vier Sekunden auf Sébastien einzufahren. Wir müssen unseren Punktevorsprung ausbauen, um eine etwas komfortablere Position beim letzten Saisonlauf in Australien zu haben“, sagt Neuville im BRF-Interview. Auch in der Power Stage gilt: Volle Attacke.

WP16: Thierry Neuville schiebt sich an Elfyn Evans vorbei auf den vierten Platz. Und Neuville liegt nun nur noch 3,8 Sekunden hinter Ogier. Auch Dani Sordo rückt einen Platz vor und ist nun Fünfter. Die Bestzeit geht erneut an Sébastien Loeb, der die Führung auf 7,1 Sekunden ausbaut. Jari-Matti Latvala verteidigt Platz zwei vor Sébastien Ogier. Zwischen Latvala und Ogier liegen nun 3,7 Sekunden.

WP15: Sébastien Loeb erobert die Führung! Der Rückkehrer hat sich im Gegensatz zu seinen Rivalen für die harten Reifen entschieden – das Risiko zahlt sich aus. Loeb klettert vom dritten auf den ersten Platz. Er verdrängt Jari-Matti Latvala um 2,6 Sekunden auf den zweiten Platz. Sébastien Ogier rutscht vom zweiten auf den dritten Platz, hat aber nur 0,7 Sekunden Rückstand auf Latvala.

Thierry Neuville ist zum Start in den letzten Tag Drittschnellster hinter Loeb und Teamkollege Dani Sordo, er schiebt sich ganz nah an den vierten Platz heran und hat nun nur noch 0,9 Sekunden Rückstand auf Elfyn Evans.

Rallye Spanien: Spannender geht es nicht!

km

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