Rallye du Condroz: Verschueren feiert Meistertitel

Der neue Belgische Rallye-Meister heißt Vincent Verschueren. Dem 38-jährigen Skoda-Fahrer aus Kortrijk reichte Platz drei bei der Rallye du Condroz, um seinen ersten Titel perfekt zu machen. Sieger des letzten Saisonlaufs in Huy wurde Kris Princen. Bruno Thiry kam auf Rang fünf. Bei einem Unfall waren Sonntagmorgen zwei Zuschauer verletzt worden.

Verschueren ist auf dem Weg zum belgischen Meistertitel (Bild: BRC)

Verschueren auf dem Weg zum belgischen Meistertitel (Bild: BRC)

Vincent Verschueren hat bei der Rallye du Condroz seinen ersten Titel gefeiert. Verschueren kam in Huy auf Platz drei ins Ziel. Damit verteidigte er seinen Vorsprung in der Landesmeisterschaft vor Kris Princen (beide im Skoda Fabia R5), der allerdings ebenfalls feiern durfte.

Princen sicherte sich zum Abschluss der Saison seinen vierten Sieg. Zweiter wurde der Niederländer Kevin Abbring (Peugeot 208T16 R5). Auf Rang vier und fünf kamen Adrian Fernémont (Ford Fiesta R5) und Bruno Thiry (Citroën DS3 R5).

Nochmal eng geworden

Verschueren hatte es noch einmal spannend gemacht. Er fiel Sonntagmorgen hinter Abbring auf den dritten Platz zurück, außerdem lagen Adrian Fernémont und Bruno Thiry plötzlich in Schlagdistanz.

Am ersten Tag hatte Verschueren sogar außerhalb der Top Ten gelegen. „Das Wochenende war mega-lang. Die Rallye war sehr schwer, jede WP war anders, die Bedingungen waren wirklich hart und haben die Reifenwahl zu einem echten Kopfzerbrechen gemacht. Da habe ich auch schonmal daneben gelegen“, erklärte Verschueren im Ziel.

„Aufgeben kam allerdings nicht in Frage. Ich habe dann Sonntagnachmittag mehr riskiert – und das hat sich ausgezahlt. Ich begreife es gerade noch gar nicht so richtig.“ Gratulationen kamen auch von Kris Princen. „Vincent hat den Titel verdient. Er hat keine Fehler gemacht, war beständig und schnell.“

„Wir alle drei sind eine gute Saison gefahren, Kevin, Vincent und ich. Ich denke, es war ein tolles Jahr. Klar, wenn man das Ziel hat, Meister zu werden, ist man ein bisschen enttäuscht. Aber dieser Sieg hier bei der Rallye du Condroz, der wird bleiben.“

Thiry-Prévot in den Top fünf

Ganz großen Applaus gab es aber nicht nur für die beiden Sieger, sondern auch für Rückkehrer Bruno Thiry. Seit einem Jahr hatte er nicht mehr im Rallyeauto gesessen – und in einem R5-Auto der Topkategorie sowieso noch nie. „Unser Ziel war, es ins Ziel zu schaffen. Das haben wir erledigt. Wir waren heute sogar mal Vierter, haben uns dann aber entschieden, nicht weiter zu attackieren. Das Risiko war zu groß. Wir haben das Auto nach Hause gebracht. Und für den fünften Platz hätte ich vor der Rallye sowieso direkt unterschrieben.“

Bruno Thiry und Beifahrer Stéphane Prévot haben gezeigt: Sie können es noch. 20 Jahre nach ihrem ersten Condroz-Sieg ist Platz fünf ein Knaller-Ergebnis. Citroën-Teamkollege François Duval sah das Ziel nicht. Duval stellte seinen DS3 R5 nach 15 von 18 Wertungsprüfungen mit einem gebrochenen Stoßdämpfer ab. Auch Yves Matton kam nicht ins Ziel. Der Chef von Citroën Racing war Sonntagmorgen von der Strecke abgekommen.

Unfall mit zwei Verletzten

Nicht der einzige Zwischenfall zu Beginn des zweiten Tags. Guillaume De Mévius (Peugeot) rammte auf der WP13 Amay-Bognée einen Strommast und legte den Verkehr lahm. Am Samstag war schon sein Bruder Ghislain De Mévius (Skoda) nach einem Überschlag ausgefallen. Auch die WP14 wurde nach einem Abflug neutralisiert.

Zuvor waren auf der WP12 „Strée Show“ zwei Zuschauer verletzt worden, als ein Auto von der Strecke rutschte. Nach Angaben der Polizei standen sie in einer verbotenen Zone. Einer der beiden wurde leicht verletzt, der andere zog sich ein Schädel-Hirn-Trauma zu. Er erlitt vor Ort einen Herzinfarkt und wurde per Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht. Der Mann ist außer Lebensgefahr, bleibt aber zur Beobachtung im Krankenhaus.

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Katrin Margraff

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