Rallye du Condroz für Hermann und Brüls zu Ende

Die zwei ostbelgischen Teams bei der Rallye du Condroz sind am zweiten Tag nicht mehr dabei. Stephan Hermann stellte seinen Fiat Punto S1600 mit Kardanschaden ab, an Tobias Brüls' Peugeot 208 R2 gab die Kupplung den Geist auf.

Stephan Hermann/Achim Maraite im Fiat Punto S1600 bei der Rallye du Condroz (Bild: BRC)

Stephan Hermann/Achim Maraite im Fiat Punto S1600 bei der Rallye du Condroz (Bild: BRC)

Wie die East Belgian Rallye ist auch die Rallye du Condroz, der letzte Lauf der belgischen Meisterschaft, für Stephan Hermann und Achim Maraite aus Nidrum vorzeitig zu Ende. Grund ist ein Antriebswellenschaden. „Da ist kein Vorankommen mehr mit einer Welle, da haben wir in der vorletzten Wertungsprüfung leider aufgeben müssen“, erklärt Stephan Hermann im BRF-Interview. Zu dem Zeitpunkt lag er auf Gesamtrang 28.

„Ein blödes Gefühl, weil mit dem neuen Auto hat es heute einfach nur Spaß gemacht. Wir haben zwar durch eine falsche Reifenwahl Anfang der zweiten Schleife über eine Minute im Regen in Marchin verloren, aber dann haben wir die anderen Reifen gewählt. Die Zeiten waren gut – in der Nähe der Top 20. Und wir waren in der Wertung für die frontangetriebenen Autos vorne bei der Musik mit dabei. Schade.“

Wahrscheinlich fahren Hermann-Maraite nicht weiter. Das Reglement erlaubt einen Neustart, allerdings gibt es dabei eine empfindliche Zeitstrafe. „Das bringt eigentlich nichts, nur unnötigen Verschleiß. Hintendran zu fahren, ist nicht das, was wir wollen. Wenn wir fahren, wollen wir ein Resultat erzielen.“

Die Saison ist allerdings noch nicht zu Ende. Hermann-Maraite wollen bei der Rallye von Bellevaux starten. „Das gehört mit zum Lernprozess wie East Belgian Rallye und Condroz. Und es bei uns in der Region, für unsere Freunde und Sponsoren ein schöner Saisonabschluss.“

Saisonende für Tobias Brüls

Auch Tobias Brüls aus Weywertz und Danny Müller aus Nidrum, die in der Junior-Wertung an den Start gingen, machte die Technik einen Strich durch die Rechnung. „Auf der siebten Wertungsprüfung hat sich leider unsere Kupplung verabschiedet“, erklärt Brüls. „Bis dahin hatte es ganz gut geklappt. Wir hatten zwar morgens ein paar Startschwierigkeiten, haben uns in der langen Wertungsprüfung Marchin einmal gedreht und haben dadurch den Rhythmus verloren.“

„Aber danach haben wir ein Reset gemacht, uns neu orientiert. Dann fing es an, richtig gut zu laufen. Mit einer 29. Zeit insgesamt. Wir waren Vierter in unsere Klasse, nur 0,8 Sekunden hinter dem Dritten. Aus meiner Sicht war es ein positives Rennen. Aber in der Mechanik steckt halt keiner drin.“ Auch Brüls verzichtet auf den Neustart. Durch die Zeitstrafe und einen Startplatz weit hinten im Feld mache das einfach keinen Sinn mehr.

Die Saison lief für Tobias Brüls ganz anders als geplant. Nachdem er zwei Rallyes im Ford Fiesta R2 vom Team Floral gefahren war, wurde der Markenpokal abgesagt. Brüls stieg für die letzten zwei Läufe auf einen Peugeot 208 R2 von Chazel um. „Die Mechaniker und Ingenieure arbeiten daran, dass man immer weiter kommt und immer bessere Zeiten fährt. Das wird selbst abends noch gepusht.“

„Ich denke, das ist das, was man als junger Pilot in der belgischen Meisterschaft braucht: ein Team, das hinter einem steht und einem sagt, wo man Fehler macht, und was man gut macht. Die Saison war leider zu kurz. Wir versuchen, nächstes Jahr mehr Rennen zu fahren. Natürlich hängt das auch vom Budget und den Sponsoren ab. Aber ich denke, wir konnten heute nochmal zeigen, dass wir das Potenzial haben.“

Auch nächstes Jahr greift Brüls – dann mit seinem neuen Beifahrer Armani Hepp – in der Junior-Meisterschaft an. „Ziel ist auf jeden Fall, unter die ersten drei zu kommen: aufs Podium in der belgischen Junior-Meisterschaft.“

Rallye du Condroz: Princen vor Verschueren

Katrin Margraff

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