Die Mähmaschine, die möglicherweise den Großbrand im Hohen Venn ausgelöst hat, war bereits am Tag zuvor in einen Zwischenfall verwickelt. Das berichtet die RTBF unter Berufung auf die Lütticher Staatsanwaltschaft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt zum Ursprung des Feuers im Hohen Venn.
Laut RTBF soll die Mähmaschine schon am Tag vor dem Ausbruch des Feuers, also am 13. August, im Einsatz Rauch verursacht haben. Der Bericht zitiert interne Quellen aus dem Umfeld der Forstverwaltung (DNF). Demnach soll sich ein Teil des Mähbalkens überhitzt haben. Mitarbeiter der Forstverwaltung hätten den Vorfall unter Kontrolle gebracht.
Trotz dieses Vorfalls sei die Maschine am 14. August ab acht Uhr wieder zum Einsatz gekommen. Wartungsarbeiten oder Reparaturen habe es in der Zwischenzeit nicht gegeben. Die Mäharbeiten wurden im Auftrag des DNF von einer Privatfirma ausgeführt.
Die Staatsanwaltschaft Lüttich bestätigte, dass am Tag vor Ausbruch des Vennbrands ein Problem mit dem Mähgerät festgestellt worden sei. Dieser Umstand werde im Rahmen der laufenden Ermittlungen berücksichtigt.
Die Firma schweigt bisher zu dem Vorfall. Sie gibt lediglich an, dass es kein Feuer gegeben habe, als der Mitarbeiter am 14. seinen Arbeitsplatz im Venn verließ. Das muss nichts heißen. Ein Feuer kann mehrere Stunden schwelen, bevor Flammen sichtbar werden. Auch die wallonische Verwaltung will sich wegen der laufenden Ermittlung aktuell nicht zu dem Vorfall äußern.
Die Vermutung, dass eine Mähmaschine den Brand verursacht haben könnte, ist Gegenstand der Ermittlungen und daher nicht erwiesen. Der Brand im Hohen Venn betrifft bisher mehr als 3.360 Hektar.
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