Das Lütticher Strafgericht hat die Verhandlung gegen 44 Angeklagte wegen Bankkartenbetrugs und Betrugs begonnen. Die Taten haben sich vor allem in der Region Verviers sowie in Lüttich und der Provinz Hennegau abgespielt.
Die Täter sollen Privatpersonen angerufen und sich dabei als Mitarbeiter ihrer Bank ausgegeben haben. Nach langen Gesprächen sollen sie die Opfer dazu gebracht haben, ihre Bankdaten und Zugangscodes herauszugeben. Teilweise seien auch Personen zu den Opfern gefahren, um deren Bankkarten abzuholen und zu fälschen.
Zwei Angeklagte stehen im Verdacht, die kriminelle Organisation angeführt und mit Hilfe von Komplizen die Opfer um ihr Geld gebracht zu haben. Die Taten sollen sich zwischen 2023 und Dezember 2025 ereignet haben. Auch nachdem der mutmaßliche Hauptbeschuldigte ins Gefängnis gekommen war, soll das System weitergelaufen sein. Er soll es aus seiner Zelle weitergeführt haben.
Insgesamt geht es um 90 Betrugsfälle. Der Schaden wird auf 300.000 bis 900.000 Euro geschätzt. Für die Verhandlung sind mehr als zehn Sitzungstage vorgesehen.
belga