Der wallonische Verkehrsminister François Desquesnes (Les Engagés) hat auf den kritischen Bericht des Rechnungshofs zur neuen Tram in Lüttich reagiert. Die im Bericht aufgezeigten Fehler dürften sich bei künftigen großen Infrastrukturprojekten in der Wallonie nicht wiederholen, betont Desquennes.
Der Rechnungshof hatte insbesondere die gewaltigen Kosten der Lütticher Straßenbahn kritisiert. Das Projekt schlägt demnach mit rund 1,3 Milliarden Euro zu Buche. Beanstandet wurden außerdem die unzureichende Prüfung der technischen Machbarkeit und der notwendigen finanziellen Mittel.
Auch bei der Vergabe öffentlicher Aufträge stellte der Rechnungshof Probleme fest. Desquesnes sagte, man müsse aus diesen Fehlern lernen - insbesondere mit Blick auf die Planung und Umsetzung künftiger Großprojekte in der Wallonie.
Rechnungshof kritisiert: Lütticher Straßenbahn könnte 1,3 Milliarden Euro kosten
belga/rtbf/jp